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Gotteswort

28. April 2019


2. Sonntag der Osterzeit

Die ersten christlichen Generationen konnten überrascht sein, von der Lebenskraft ihres Glaubens und ihrer Gemeinden (1.Lesung). Es gab unter ihnen „Propheten“ oder Seher, denen die Hoheit des Auferstandenen aufgegangen war (2.Lesung). In ihren Versammlugen am Tag des Herrn glaubten sie Jesus gegenwärtig, wirklich, aber nicht in experimentell kontrollierbarer Weise. – Diese Erfahrungen macht die Kirche auch heute.

Kyrie

Christus, du begegnest den Jüngern trotz allen Mauern. Herr, erbarme dich.
Du schenkst den Jüngern deinen Frieden und den Heiligen Geist. Christus, erbarme dich.
Du hast selig gepriesen, die nicht sehen und doch glauben. Herr, erbarme dich.

Tagesgebet

Barmherziger Gott, durch die jährliche Osterfeier erneuerst du den Glauben deines Volkes. Lass uns immer tiefer erkennen, wie heilig das Bad der Taufe ist, das uns gereinigt hat, wie mächtig dein Geist, aus dem wir wieder geboren sind, und wie kostbar das Blut, durch das wir erkauft sind. Darum bitten wir durch Jesus Christus, deinen Sohn, unseren Herrn und Gott, der in der Einheit des Heiligen Geistes mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit.

1. Lesung

Apg 5,12–16

Zeichen und Wunder der Apostel

Durch die Hände der Apostel geschahen viele Zeichen und Wunder im Volk. Alle kamen einmütig in der Halle Salomos zusammen. Von den übrigen wagte niemand, sich ihnen anzuschliessen; aber das Volk schätzte sie hoch.

Immer mehr wurden im Glauben zum Herrn geführt, Scharen von Männern und Frauen. Selbst die Kranken trug man auf die Strassen hinaus und legte sie auf Betten und Bahren, damit, wenn Petrus vorüberkam, wenigstens sein Schatten auf einen von ihnen fiel. Auch aus den Nachbarstädten Jerusalems strömten die Leute zusammen und brachten Kranke und von unreinen Geistern Geplagte mit. Und alle wurden geheilt.

Eine attraktive Gemeinde

Das geschwisterliche Verhältnis zwischen den Gliedern der Urgemeinde und die „Zeichen und Wunder“, welche durch die Apostel im Namen des Auferstandenen geschehen, lassen die Menschen aufhorchen. Ungewöhnliches ereignet sich, weil der Gekreuzigte und Auferstandene in und durch seine Gemeinde weiterwirkt. Mit Ostern ist die messianische Endzeit angebrochen. Die Heiligkeit Gottes wird in der Gemeinde erfahrbar. Die messianische Zeit bringt eine Wende. Eine neue Kraft ist am Werk bis in die Ordnung der Natur hinein. Das Gute siegt über das Böse. Die Welt wird für die Menschen bewohnbarer. (Frisque; Stuttgarter NT)

Antwortspalm

Psalm 118,2–4.22–27


R: Danket dem Herrn, denn er ist gütig, denn seine Huld währt ewig.


So soll Israel sagen:
Denn seine Huld währt ewig.
So soll das Haus Aaron sagen:
Denn seine Huld währt ewig.
So sollen alle sagen, die den Herrn fürchten:
Denn seine Huld währt ewig.

Der Stein, den die Bauleute verwarfen,
er ist zum Eckstein geworden.
Das hat der Herr vollbracht,
vor unseren Augen geschah dieses Wunder.
Dies ist der Tag, den der Herr gemacht hat;
wir wollen jubeln und uns an ihm freuen.

Ach, Herr, bring doch Hilfe!
Ach, Herr, gib doch Gelingen!
Gesegnet sei er, der kommt im Namen des Herrn.
Wir segnen euch vom Haus des Herrn her.
Gott, der Herr, erleuchte uns.

2. Lesung

Offb 1,9–11a.12–13.17–19

Die Beauftragung des Johannes

Ich, euer Bruder Johannes, der wie ihr bedrängt ist, der mit euch an der Königsherrschaft teilhat und mit euch in Jesus standhaft ausharrt, ich war auf der Insel Patmos um des Wortes Gottes willen und des Zeugnisses für Jesus. Am Tag des Herrn wurde ich vom Geist ergriffen und hörte hinter mir eine Stimme, laut wie eine Posaune. Sie sprach: Schreib das, was du siehst, in ein Buch…

Da wandte ich mich um, weil ich sehen wollte, wer zu mir sprach. Als ich mich umwandte, sah ich sieben goldene Leuchter und mitten unter den Leuchtern einen, der wie ein Mensch aussah; er war bekleidet mit einem Gewand, das bis auf die Füsse reichte, und um die Brust trug er einen Gürtel aus Gold…

Als ich ihn sah, fiel ich wie tot vor seinen Füssen nieder. Er aber legte seine rechte Hand auf mich und sagte: Fürchte dich nicht! Ich bin der Erste und der Letzte und der Lebendige. Ich war tot, doch nun lebe ich in alle Ewigkeit, und ich habe die Schlüssel zum Tod und zur Unterwelt. Schreib auf, was du gesehen hast: was ist und was danach geschehen wird.

Der Allherscher

Am Herrentag sieht Johannes in einer Vision den Menschensohn. Dieser ist gekleidet wie ein Priester, wie ein Richter, ja wie der Allherrscher, der den ganzen Lauf der Geschichte von Anfang bis Ende in seinen Händen trägt. Das Bild ist dem Buch Daniel entnommene. Christus selber spricht das Wort: „Ich bin der Erste und der Letzte“. So steht der Auferstandene an der Seite Gottes. So wird selbst der allgewaltig scheinende Tod relativiert. So ist es Christen möglich, dem Alleinanspruch des römischen Kaisers zu widerstehen.

Ruf vor dem Evangelium

Halleluja. Halleluja. Weil du mich gesehen hast, Thomas, glaubst du. Selig sind, die nicht sehen und doch glauben! Halleluja.

Evangelium

Joh 20,19–31

Die Beauftragung der Jünger – Jesus und Thomas – Der Epilog

Am Abend des ersten Tages der Woche, als die Jünger aus Furcht vor den Juden die Türen verschlossen hatten, kam Jesus, trat in ihre Mitte und sagte zu ihnen: Friede sei mit euch! Nach diesen Worten zeigte er ihnen seine Hände und seine Seite. Da freuten sich die Jünger, dass sie den Herrn sahen. Jesus sagte noch einmal zu ihnen: Friede sei mit euch! Wie mich der Vater gesandt hat, so sende ich euch. Nachdem er das gesagt hatte, hauchte er sie an und sprach zu ihnen: Empfangt den Heiligen Geist! Wem ihr die Sünden vergebt, dem sind sie vergeben; wem ihr die Vergebung verweigert, dem ist sie verweigert.

Thomas, genannt Didymus (Zwilling), einer der Zwölf, war nicht bei ihnen, als Jesus kam. Die anderen Jünger sagten zu ihm: Wir haben den Herrn gesehen. Er entgegnete ihnen: Wenn ich nicht die Male der Nägel an seinen Händen sehe und wenn ich meinen Finger nicht in die Male der Nägel und meine Hand nicht in seine Seite lege, glaube ich nicht. Acht Tage darauf waren seine Jünger wieder versammelt und Thomas war dabei. Die Türen waren verschlossen. Da kam Jesus, trat in ihre Mitte und sagte: Friede sei mit euch! Dann sagte er zu Thomas: Streck deinen Finger aus – hier sind meine Hände! Streck deine Hand aus und leg sie in meine Seite und sei nicht ungläubig, sondern gläubig! Thomas antwortete ihm: Mein Herr und mein Gott! Jesus sagte zu ihm: Weil du mich gesehen hast, glaubst du. Selig sind, die nicht sehen und doch glauben.

Noch viele andere Zeichen, die in diesem Buch nicht aufgeschrieben sind, hat Jesus vor den Augen seiner Jünger getan. Diese aber sind aufgeschrieben, damit ihr glaubt, dass Jesus der Messias ist, der Sohn Gottes, und damit ihr durch den Glauben das Leben habt in seinem Namen.

Der Auferstandene und die Sendung des Geistes

Für Johannes ist das österliche Geheimnis eine ganzheitliche Wirklichkeit. Die „Erhöhung“ Jesu beginnt am Kreuz. Beim Kreuzesopfer Jesu wird die Kirche aus seiner Seite geboren. Am Kreuz sterbend, „übergab er den Geist“, „das Haupt neigend“ zu Maria und Johannes (welche die Kirche darstellen). Jesus hat vorher sein Kommen verheissen und erscheint nun am Ostertag vor den Jüngern. Er haucht sie an (wie der Schöpfer Adam den Lebensodem einhaucht) und schenkt ihnen seinen Geist. Sie sollen Geistträger werden. – Die Apostel müssen noch einen Glaubensweg zurücklegen, bis sie verstehen. (Lukas wird das jüdische Pfingstfest als den Tag erklären, da sie öffentlich und mit grosser Kraft von Jesus Zeugnis abzulegen beginnen.) – Für Johannes gehören der Glaube an den Auferstandenen und die Begegnung mit ihm nicht zu visionären Vorstellungen. Den Jüngern einer späteren Zeit erklärt Thomas, als apostolischer Zeuge: Die Gegenwart Jesu, der „Herr und Gott“ ist, darf sakramental wirklich erfahren werden. „Selig, die nicht sehen und doch glauben!“ Diese Erfahrung wird am Herrentag gemacht.

Fürbitten

Herr Jesus Christus, in deinem Namen finden die Menschen ihr Heil:

  • Hilf der Kirche, Zeugnis von deinem neuen Leben zu geben.
  • Sende der Kirche den Heiligen Geist, damit sie Angst und Zweifel überwinden kann.
  • Verhilf den Christen zur Solidarität mit den Anliegen und Sorgen ihrer Mitmenschen.
  • Du hast den Jüngern den Frieden gewünscht: Schenke Frieden zwischen den Völkern.
  • Du hast Thomas die verklärten Wundmale gezeigt: Lass uns deines Leidens gedenken.
  • Segne die Kinder, die dieses Jahr erstmals zu deinem Tisch hinzutreten.

Ewiger Gott und Vater, du heilst die Welt durch das Ostergeheimnis Christi. Erhöre unser Gebet, im Heiligen Geist, durch Christus, unsern Herrn.

Schlussgebet

Allmächtiger Gott, im heiligen Sakrament haben wir den Leib und das Blut deines Sohnes empfangen. Lass diese österliche Gabe in uns weiterwirken und fruchtbar sein. Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.

 
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