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Gotteswort

20. Juni 2018


Mittwoch der 11. Woche im Jahreskreis

Wes Geistes sind wir? In der ersten Lesung begegnet heute ein Prophetenschüler, der gleichen Geistes sein möchte wie sein Meister. Im Evangelium warnt Jesus vor Selbstgefälligkeit und Scheinheiligkeit. Wir sollen uns von Gottes Geist beseelen lassen.

Kyrie

Christus, du lehrst uns Gutes zu tun. Herr, erbarme dich.
Du lehrst uns, im Verborgenen zum Vater zu beten. Christus, erbarme dich.
Du lehrst uns, die Frömmigkeit nicht zur Schau zu stellen. Herr, erbarme dich.

Tagesgebet

Gütiger Gott, du bist der Vater, der für alle ein Herz hat. Lass uns darauf vertrauen und deinem Ruf folgen. Hilf uns, dass wir einander vergeben, wie du uns vergibst. Darum bitten wir durch Jesus Christus, deinen Sohn, unsern Herrn und Gott, der in der Einheit des Heiligen Geistes mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit.

1. Lesung

2 Kön 2,1.4b.6–14

Die Strafe folgt der Untat.

An dem Tag, da der Herr Elija im Wirbelsturm in den Himmel aufnehmen wollte, ging Elija mit Elischa von Gilgal weg. Elija aber sagte zu ihm: Bleib hier, Elischa; denn der Herr hat mich nach Jericho gesandt. Elischa erwiderte: So wahr der Herr lebt und so wahr du lebst: Ich verlasse dich nicht. So kamen sie nach Jericho. Elija aber bat Elischa: Bleib hier; denn der Herr hat mich an den Jordan gesandt. Elischa erwiderte: So wahr der Herr lebt und so wahr du lebst: Ich verlasse dich nicht.

So gingen beide miteinander. Fünfzig Prophetenjünger folgten ihnen und blieben dann seitwärts in einiger Entfernung stehen. Die beiden traten an den Jordan. Hier nahm Elija seinen Mantel, rollte ihn zusammen und schlug mit ihm auf das Wasser. Dieses teilte sich nach beiden Seiten und sie schritten trockenen Fusses hindurch. Als sie drüben angekommen waren, sagte Elija zu Elischa: Sprich eine Bitte aus, die ich dir erfüllen soll, bevor ich von dir weggenommen werde. Elischa antwortete: Möchten mir doch zwei Anteile deines Geistes zufallen. Elija entgegnete: Du hast etwas Schweres erbeten. Wenn du siehst, wie ich von dir weggenommen werde, wird es dir zuteil werden. Sonst aber wird es nicht geschehen.

Während sie miteinander gingen und redeten, erschien ein feuriger Wagen mit feurigen Pferden und trennte beide voneinander. Elija fuhr im Wirbelsturm zum Himmel empor.

Elischa sah es und rief laut: Mein Vater, mein Vater! Wagen Israels und sein Lenker!
Als er ihn nicht mehr sah, fasste er sein Gewand und riss es mitten entzwei.

Dann hob er den Mantel auf, der Elija entfallen war, kehrte um und trat an das Ufer des Jordan. Er nahm den Mantel, der Elija entfallen war, schlug mit ihm auf das Wasser und rief: Wo ist der Herr, der Gott des Elija? Als er auf das Wasser schlug, teilte es sich nach beiden Seiten und Elischa ging hinüber.

Eine Vision

Elischa, der Schüler, möchte gleichen Geistes sein wie sein Meister Elija und will das Sterben seines Meisters miterleben. Hartnäckig verharrt er an seiner Seite. Der Bericht über diesen Tod kann als ekstatische Vision verstanden werden. Elija wird am gleichen Ort verherrlicht wie Mose, von dem es heisst, dass ihn Gott begraben habe. Gesetz und Prophetentum erfahren die gleiche Verklärung; die Verklärung des fleischgewordenen Wortes wird folgen. Mit dem Mantel übernimmt Elischa Geist und Gottesbezug seines Vorgängers. (Frisque)

Antwortspalm

Psalm 31, 20.21–22.24


R: Euer Herz sei stark und unverzagt, ihr alle, die ihr wartet auf den Herrn.


Wie gross ist deine Güte, Herr,
die du bereithältst für alle,
die dich fürchten und ehren;
du erweist sie allen,
die sich vor den Menschen zu dir flüchten.

Du beschirmst sie im Schutz deines Angesichts
vor dem Toben der Menschen.
Wie unter einem Dach bewahrst du sie
vor dem Gezänk der Zungen.

Liebt den Herrn, all seine Frommen!
Seine Getreuen behütet der Herr,
doch den Hochmütigen
vergilt er ihr Tun mit vollem Mass.

Ruf vor dem Evangelium

Halleluja. Halleluja. Sucht nicht, eure Ehre voneinander zu empfangen, sucht die Ehre, die von dem einen Gott kommt? Halleluja.

Evangelium

Mt 6,1–6.16–18

Orientierung an Gott

Jesus sagte zu den Jüngern: Hütet euch, eure Gerechtigkeit vor den Menschen zur Schau zu stellen; sonst habt ihr keinen Lohn von eurem Vater im Himmel zu erwarten.

Wenn du Almosen gibst, lass es also nicht vor dir herposaunen, wie es die Heuchler in den Synagogen und auf den Gassen tun, um von den Leuten gelobt zu werden. Amen, das sage ich euch: Sie haben ihren Lohn bereits erhalten.

Wenn du Almosen gibst, soll deine linke Hand nicht wissen, was deine rechte tut. Dein Almosen soll verborgen bleiben und dein Vater, der auch das Verborgene sieht, wird es dir vergelten.

Wenn ihr betet, macht es nicht wie die Heuchler. Sie stellen sich beim Gebet gern in die Synagogen und an die Strassenecken, damit sie von den Leuten gesehen werden. Amen, das sage ich euch: Sie haben ihren Lohn bereits erhalten.

Du aber geh in deine Kammer, wenn du betest, und schliess die Tür zu; dann bete zu deinem Vater, der im Verborgenen ist. Dein Vater, der auch das Verborgene sieht, wird es dir vergelten.

Wenn ihr fastet, macht kein finsteres Gesicht wie die Heuchler. Sie geben sich ein trübseliges Aussehen, damit die Leute merken, dass sie fasten. Amen, das sage ich euch: Sie haben ihren Lohn bereits erhalten.

Du aber salbe dein Haar, wenn du fastest, und wasche dein Gesicht, damit die Leute nicht merken, dass du fastest, sondern nur dein Vater, der auch das Verborgene sieht; und dein Vater, der das Verborgene sieht, wird es dir vergelten.

Jesus führt die Bergpredigt weiter. Von seinem neuen Gottesbild her erklärt Jesus, was wesentlich ist für Gebet und Frömmigkeit, für das Almosengeben oder das Fasten. Es muss uns immer um Gott selber gehen, um ein tiefes Verhältnis zu Gott, nicht um unsere eigenen Ideen, Vorstellungen und Wünsche; am wenigstens dürfen wir vor andern wichtig tun wollen und dabei als Deckmäntelchen die Frömmigkeit aushängen.

Fürbitten

Herr Jesus Christus, Du liebst schlichte und aufrichtige Beter. Wir bitten dich:

  • Für die Gemeinschaft der Kirche: Läutere ihren Glauben und ihre Liebe.
  • Für die gottgeweihten Personen: Stärke sie für einen frohen und uneigennützigen Dienst.
  • Für Menschen, die zweifeln: Zeige ihnen, dass das Leben Sinn macht, wenn es offen ist für dich.
  • Für uns selber: Festige in uns das Vertrauen zu dir, damit wir nicht uns selber suchen.

Gott, du übst Barmherzigkeit an den Menschen, die du erschaffen hast. Schenke uns, die wir schwach sind und sündigen, das Licht und die Kraft des Heiligen Geistes. Darum bitten wir durch Jesus Christus, unsern Herrn.

Schlussgebet

Barmherziger Gott, die heilende Kraft dieses Sakramentes befreie uns von allem verkehrten Streben und führe uns auf den rechten Weg. Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.