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Gotteswort

19. März 2018


Hl. Josef (+H)

Bräutigam der Gottes Mutter Maria, Patron der Kirche

Die Lesungen sind nicht geprägt vom genealogischen Interesse und schildern auch nicht ein idyllisches Familienleben, sondern kreisen staunend um die heilsgeschichtlichen Frage: Wie wollte Gott in unserer Menschenwelt gegenwärtig werden?

Kyrie

Christus, du bist im Haus Josefs aufgewachsen. Herr, erbarme dich.
Du warst Maria und Josef untertan. Christus, erbarme dich.
Maria und Josef waren in Sorge um dich. Herr, erbarme dich.

Tagesgebet

Allmächtiger Gott, du hast Jesus, unseren Heiland, und seine Mutter Maria der treuen Sorge des heiligen Josef anvertraut. Höre auf seine Fürsprache und hilf deiner Kirche, die Geheimnisse der Erlösung treu zu verwalten, bis das Werk des Heils vollendet ist. Darum bitten wir durch Jesus Christus, deinen Sohn, unsern Herrn und Gott, der in der Einheit des Heiligen Geistes mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit.

1. Lesung

2 Sam 7,4–5a.12–14a.16

Die Verheissung an David

In jener Nacht erging das Wort des Herrn an Natan: Geh zu meinem Knecht David und sag zu ihm: So spricht der Herr:

Wenn deine Tage erfüllt sind und du dich zu deinen Vätern legst, werde ich deinen leiblichen Sohn als deinen Nachfolger einsetzen und seinem Königtum Bestand verleihen. Er wird für meinen Namen ein Haus bauen und ich werde seinem Königsthron ewigen Bestand verleihen. Ich will für ihn Vater sein und er wird für mich Sohn sein.

Dein Haus und dein Königtum sollen durch mich auf ewig bestehen bleiben; dein Thron soll auf ewig Bestand haben.

Das neue Haus Gottes

David wollte dem Herrn ein Haus (einen Tempel!) bauen, um den Zusammenhalt des Volkes zu stärken. Doch der Prophet Natan widerspricht. Nicht David soll bauen, sondern Gott wird ihm „ein Haus bauen“: das Königshaus oder die Dynastie Davids. Gott verheisst dem Königsthron Davids ewigen Bestand. – Jesus ist über Josef Davids Sohn und Träger der messianischen Verheissungen. Die Christen sehen im Leib Christi, d. h. in seiner gottmenschlichen Person und seiner Kirche den wahren Tempel; er löst den steinernen Tempel ab.

Antwortspalm

Psalm 89,2–5.27.29


R: Gott, der Herr, wird ihm den Thron seines Vaters David geben.


Von den Taten deiner Huld, Herr,
will ich ewig singen,
bis zum fernsten Geschlecht
laut deine Treue verkünden.
Denn ich bekenne:
Deine Huld besteht für immer und ewig;
deine Treue steht fest im Himmel.

«Ich habe einen Bund geschlossen
mit meinem Erwählten
und David, meinem Knecht, geschworen:
Deinem Haus gebe ich auf ewig Bestand
und von Geschlecht zu Geschlecht
richte ich deinen Thron auf.»

Er wird zu mir rufen: Mein Vater bist du,
mein Gott, der Fels meines Heiles.
Auf ewig werde ich ihm meine Huld bewahren,
mein Bund mit ihm bleibt allzeit bestehen.

2. Lesung

Röm 4,13.16–18.22

Warum die Verheissungen gelten

Abraham und seine Nachkommen erhielten nicht aufgrund des Gesetzes die Verheissung, Erben der Welt zu sein, sondern aufgrund der Glaubensgerechtigkeit.

Deshalb gilt: «aus Glauben», damit auch gilt: «aus Gnade». Nur so bleibt die Verheissung für alle Nachkommen gültig, nicht nur für die, welche das Gesetz haben, sondern auch für die, welche wie Abraham den Glauben haben.

Nach dem Schriftwort: Ich habe dich zum Vater vieler Völker bestimmt, ist er unser aller Vater vor Gott, dem er geglaubt hat, dem Gott, der die Toten lebendig macht und das, was nicht ist, ins Dasein ruft.

Gegen alle Hoffnung hat er voll Hoffnung geglaubt, dass er der Vater vieler Völker werde, nach dem Wort: So zahlreich werden deine Nachkommen sein.

Darum wurde der Glaube ihm als Gerechtigkeit angerechnet.

Die Verheissungen Gottes

Die Verheissungen Gottes an Israel sind für Paulus älter und wichtiger als das „Gesetz“. Sie machen Hoffnung. Dagegen kann niemand das Gesetz voll erfüllen; niemand kann hoffen, durch Gesetzesbeobachtung „gerecht“ zu werden. Paulus erklärt, Abraham, der vor der Zeit des Gesetzes lebte, habe durch seinen Glauben an die Verheissungen Segen erlangt. – Auch Josef hat „gegen alle Hoffnung“ geglaubt und vertraut. (Schott)

Ruf vor dem Evangelium

Dein ist die Ehre, dein ist die Macht, Christus, Herr und Erlöser. Selig, die in deinem Hause wohnen, Herr, die dich loben allezeit. Dein ist die Ehre, dein ist die Macht, Christus, Herr und Erlöser.

Evangelium

Mt 1,16.18–21.24a

Stammbaum Jesu – Geburt Jesu

Jakob war der Vater von Josef, dem Mann Marias; von ihr wurde Jesus geboren, der der Christus (der Messias) genannt wird.

Mit der Geburt Jesu Christi war es so: Maria, seine Mutter, war mit Josef verlobt; noch bevor sie zusammengekommen waren, zeigte sich, dass sie ein Kind erwartete – durch das Wirken des Heiligen Geistes. Josef, ihr Mann, der gerecht war und sie nicht blossstellen wollte, beschloss, sich in aller Stille von ihr zu trennen.

Während er noch darüber nachdachte, erschien ihm ein Engel des Herrn im Traum und sagte: Josef, Sohn Davids, fürchte dich nicht, Maria als deine Frau zu dir zu nehmen; denn das Kind, das sie erwartet, ist vom Heiligen Geist.

Sie wird einen Sohn gebären; ihm sollst du den Namen Jesus geben; denn er wird sein Volk von seinen Sünden erlösen.

Als Josef erwachte, tat er, was der Engel des Herrn ihm befohlen hatte.

Josef im Stammbaum Davids

Wer ist der Vater Jesu? Anders als in den Sagen über Empfängnis und Geburt von antiken Helden oder von Buddha wird der biologische Vorgang der Empfängnis nicht beschrieben. Der Gottessohn wurde vom Vater vor aller Zeit gezeugt. Er wird nicht erst jetzt als Gottessohn geschaffen, sondern er nimmt Fleisch an und wird so als Mensch geboren, und zwar als Davidssohn, weil Josef auf göttliche Weisung als gesetzlicher Vater auftritt. Josef dient jener „Gerechtigkeit“ Gottes, durch welche die Menschheit aus der Verfallenheit an die Sünde heraus „gerecht gemacht“ wird. So ereignet sich eine Neuschöpfung aus dem Heiligen Geist und aus der Jungfrau Maria. „Jesus“ heisst „Jahwe ist Hilfe“.

Fürbitten

Christus, Sohn Davids, wir bitten dich:

  • Für die heilige Kirche Gottes: Erhalte sie in der Treue zu deinem Wort.
  • Für Väter und Mütter: Stärke sie in der Aufgabe der Erziehung.
  • Für die Kinder dieser Gemeinde: Schenke ihnen Freude an deinem Evangelium.
  • Für alle, die schwere Entscheidungen treffen müssen: Stärke sie mit der Gabe des Rates.
  • Für die Sterbenden: lass sie mit der Fürsprache des heiligen Josef heimgehen in Frieden.
  • Für unsere Gemeinschaft: Höre auf unseren Fürsprecher, den heiligen Josef.

Gott, du bist grösser als unsere Vorstellungen. Stärke unser Vertrauen, auch wenn wir deine Pläne nicht verstehen. Durch Christus, unseren Herrn.

Schlussgebet

Herr, unser Gott, du hast uns am Fest des heiligen Josef um deinen Altar versammelt und mit dem Brot des Lebens gestärkt. Schütze deine Familie und erhalte in ihr deine Gaben. Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.