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Gotteswort

18. Oktober 2017


Mittwoch der 28. Woche im Jahreskreis

Heute warnt das Evangelium vor einer Buchstabengerechtigkeit, die leicht zur Herzlosigkeit werden kann. In der ersten Lesung warnt Paulus sowohl die Juden wie die „Griechen“, nicht über die andern zu richten. Besser vor der eigenen Türe wischen! Besser der Güte und Liebe Gottes konform leben! Besser das Gute in andern sehen!

Kyrie

Christus, Du hast Gottes Güte verkündet. Herr, erbarme dich.
Du rufst uns, Gott und die Nächsten zu lieben. Christus, erbarme dich.
Du führst uns zum ewigen Leben. Herr, erbarme dich.

Tagesgebet

Herr, unser Gott, deine Gnade komme uns zuvor und begleite uns, damit wir dein Wort im Herzen bewahren und immer bereit sind, das Gute zu tun. Darum bitten wir durch Jesus Christus, deinen Sohn, unser Herrn und Gott, der in der Einheit des Heiligen Geistes mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit.

1. Lesung

Röm 2,1–11

Der Mensch vor Gottes Gericht

Darum bist du unentschuldbar – wer du auch bist, Mensch –, wenn du richtest. Denn worin du den andern richtest, darin verurteilst du dich selber, da du, der Richtende, dasselbe tust. Wir wissen aber, dass Gottes Gericht über alle, die solche Dinge tun, der Wahrheit entspricht. Meinst du etwa, du könntest dem Gericht Gottes entrinnen, wenn du die richtest, die solche Dinge tun, und dasselbe tust wie sie? Verachtest du etwa den Reichtum seiner Güte, Geduld und Langmut? Weisst du nicht, dass Gottes Güte dich zur Umkehr treibt? Weil du aber starrsinnig bist und dein Herz nicht umkehrt, sammelst du Zorn gegen dich für den «Tag des Zornes», den Tag der Offenbarung von Gottes gerechtem Gericht. Er wird jedem vergelten, wie es seine Taten verdienen: denen, die beharrlich Gutes tun und Herrlichkeit, Ehre und Unvergänglichkeit erstreben, gibt er ewiges Leben, denen aber, die selbstsüchtig nicht der Wahrheit, sondern der Ungerechtigkeit gehorchen, widerfährt Zorn und Grimm. Not und Bedrängnis wird jeden Menschen treffen, der das Böse tut, zuerst den Juden, aber ebenso den Griechen; Herrlichkeit, Ehre und Friede werden jedem zuteil, der das Gute tut, zuerst dem Juden, aber ebenso dem Griechen; denn Gott richtet ohne Ansehen der Person.

Nicht richten!

In Rom hatten viele Leute, vor allem Juden, eine Versuchung. Sie zeigten mit den Fingern auf die moralischen Missstände in der Gesellschaft. Selber fühlten sie sich besser als die andern. Paulus warnt vor diesem allzu menschlichen Richten, das gern die eigenen Schwächen übersieht. Gott allein ist Richter. Nicht nur die Griechen, auch die frommen Juden sind angewiesen auf die Güte Gottes. Nur so können Menschen in der Nähe Gottes die Befreiung von Angst und Verlorenheit finden. Ob Juden- oder Heidenchristen, alle sind auf Gottes Barmherzigkeit angewiesen. Gott kennt kein „Ansehen der Person“.

Antwortspalm

Psalm 62,2–3.6–9


R: Gott wird jedem vergelten, wie es seine Taten verdienen.


Bei Gott allein kommt meine Seele zur Ruhe,
von ihm kommt mir Hilfe.
Nur er ist mein Fels, meine Hilfe, meine Burg;
darum werde ich nicht wanken.

Bei Gott allein kommt meine Seele zur Ruhe;
denn von ihm kommt meine Hoffnung.
Nur er ist mein Fels, meine Hilfe, meine Burg;
darum werde ich nicht wanken.

Bei Gott ist mein Heil, meine Ehre;
Gott ist mein schützender Fels, meine Zuflucht.
Vertrau ihm, Volk (Gottes), zu jeder Zeit!
Schüttet euer Herz vor ihm aus!
Denn Gott ist unsere Zuflucht.

Ruf vor dem Evangelium

Halleluja. Halleluja. Meine Schafe hören auf meine Stimme; ich kenne sie, und sie folgen mir. Halleluja.

Evangelium

Lk 11,42–46

Worte gegen Pharisäer und Schriftgelehrte

Doch weh euch Pharisäern! Ihr gebt den Zehnten von Minze, Gewürzkraut und allem Gemüse, die Gerechtigkeit aber und die Liebe zu Gott vergesst ihr. Man muss das eine tun, ohne das andere zu unterlassen. Weh euch Pharisäern! Ihr wollt in den Synagogen den vordersten Sitz haben und auf den Strassen und Plätzen von allen gegrüsst werden. Weh euch: Ihr seid wie Gräber, die man nicht mehr sieht; die Leute gehen darüber, ohne es zu merken. Darauf erwiderte ihm ein Gesetzeslehrer: Meister, damit beleidigst du auch uns. Er antwortete: Weh auch euch Gesetzeslehrern! Ihr ladet den Menschen Lasten auf, die sie kaum tragen können, selbst aber rührt ihr keinen Finger dafür.

Wichtig und unwichtig

Jesus macht den religiösen Profis des Volkes Vorwürfe. Sie diskutieren über Einzelheiten der Zehntabgaben, vergessen aber das Hauptgebot der Liebe. Sie nützen ihre Stellung, um an Prestige zu gewinnen, statt zu dienen. Sie laden den Menschen schwere Lasten auf, rühren aber selber keinen Finger. – Dieses Evangelium ist eine ernste Mahnung an die Verantwortlichen in der Kirche. Auch in einer Familie dürfen Eltern nicht das Gegenteil von dem tun, was sie von den Kindern verlangen.

Fürbitten

Christus, Du hast Gebot und Beispiel der Liebe gegeben:

  • Hilf den Christen, andern in Liebe zu dienen, nicht über sie zu richten.
  • Begleite Behörden und Richter, wenn sie über andere urteilen müssen.
  • Bewahre die Christen vor Streitsucht in Fragen des Glaubens.
  • Hilf uns, Fehler zuerst bei uns selber zu sehen, bevor wir sie bei andern suchen.

Gott, du willst, dass uns nichts von der Liebe Christi trennt. Bewahre uns in dieser Liebe. Durch ihn, Christus, unsern Herrn.

Schlussgebet

Allmächtiger Gott, in der heiligen Opferfeier nährst du deine Gläubigen mit dem Leib und dem Blut deines Sohnes. Gib uns durch dieses Sakrament auch Anteil am göttlichen Leben. Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.

 
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