Gemeinschaft

Seelsorge

Kultur

Schulen/Betriebe

Umfeld
Gottes Wort
Montag
Dienstag
Mittwoch
Donnerstag
Freitag
Samstag
Sonntag

>> Home

[ print ]

 

Gotteswort

18. Juni 2018


Montag der 11. Woche im Jahreskreis

Wie halten wir es mit der Gerechtigkeit. In der ersten Lesung bricht der Mächtige das Recht des Schwächeren. Im Evangelium spricht sich Jesus für eine „grössere Gerechtigkeit“ aus, nicht nur für „gleich mit gleich vergelten“.

Kyrie

Christus, du liebst die Gerechtigkeit. Herr, erbarme dich.
Deine Gerechtigkeit übersteigt das Menschenmass. Christus, erbarme dich.
Du gibst uns mehr, als wir erbitten. Herr, erbarme dich.

Tagesgebet

Guter Gott. Durch deinen Sohn Jesus Christus hast du begonnen, unter uns Menschen dem Frieden und der Versöhnung Raum zu schaffen. Mach uns zu einer offenen und brüderlichen Gemeinde. Hilf uns, dass wir um seinetwillen einander annehmen und zu verstehen suchen, auch wo wir verschiedener Meinung sind. Darum bitten wir durch Jesus Christus, deinen Sohn, unsern Herrn und Gott, der in der Einheit des Heiligen Geistes mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit.

1. Lesung

1 Kön 21,1–16

Nabots Weinberg

In den Tagen des Propheten Elija trug sich Folgendes zu. Nabot aus Jesreel hatte einen Weinberg in Jesreel neben dem Palast Ahabs, des Königs von Samarien.

Ahab verhandelte mit Nabot und schlug ihm vor: Gib mir deinen Weinberg! Er soll mir als Gemüsegarten dienen; denn er liegt nahe bei meinem Haus. Ich will dir dafür einen besseren Weinberg geben. Wenn es dir aber lieber ist, bezahle ich dir den Kaufpreis in Geld.

Doch Nabot erwiderte: Der Herr bewahre mich davor, dass ich dir das Erbe meiner Väter überlasse.

Darauf kehrte Ahab in sein Haus zurück. Er war missmutig und verdrossen, weil Nabot aus Jesreel zu ihm gesagt hatte: Ich werde dir das Erbe meiner Väter nicht überlassen. Er legte sich auf sein Bett, wandte das Gesicht zur Wand und wollte nicht essen.

Seine Frau Isebel kam zu ihm herein und fragte: Warum bist du missmutig und willst nicht essen? Er erzählte ihr: Ich habe mit Nabot aus Jesreel verhandelt und ihm gesagt: Verkauf mir deinen Weinberg für Geld, oder wenn es dir lieber ist, gebe ich dir einen anderen dafür. Doch er hat geantwortet: Ich werde dir meinen Weinberg nicht geben.

Da sagte seine Frau Isebel zu ihm: Du bist doch jetzt König in Israel. Steh auf, iss und sei guter Dinge! Ich werde dir den Weinberg Nabots aus Jesreel verschaffen. Sie schrieb Briefe im Namen Ahabs, versah sie mit seinem Siegel und schickte sie an die Ältesten und Vornehmen, die mit Nabot zusammen in der Stadt wohnten. In den Briefen schrieb sie: Ruft ein Fasten aus und lasst Nabot oben vor allem Volk Platz nehmen! Setzt ihm aber zwei nichtswürdige Männer gegenüber! Sie sollen gegen ihn als Zeugen auftreten und sagen: Du hast Gott und den König gelästert. Führt ihn dann hinaus und steinigt ihn zu Tode!

Die Männer der Stadt, die Ältesten und Vornehmen, die mit ihm zusammen in der Stadt wohnten, taten, was Isebel ihnen geboten hatte, was in den Briefen stand, die sie ihnen gesandt hatte. Sie riefen ein Fasten aus und liessen Nabot oben vor allem Volk Platz nehmen. Es kamen aber auch die beiden nichtswürdigen Männer und setzten sich ihm gegenüber. Sie standen vor dem Volk als Zeugen gegen Nabot auf und sagten: Nabot hat Gott und den König gelästert. Sogleich führte man ihn aus der Stadt hinaus und steinigte ihn zu Tode.

Darauf liessen sie Isebel melden: Nabot wurde gesteinigt und ist tot. Sobald sie hörte, dass Nabot gesteinigt wurde und tot war, sagte sie zu Ahab: Auf, nimm den Weinberg Nabots aus Jesreel in Besitz, den er dir für Geld nicht verkaufen wollte; denn Nabot lebt nicht mehr; er ist tot.

Als Ahab hörte, dass Nabot tot war, stand er auf und ging zum Weinberg Nabots aus Jesreel hinab, um von ihm Besitz zu ergreifen.

Rücksichtslosigkeit gegenüber dem Schwachen

König Achab plant, einen neuen Garten anzulegen. Doch Nabot will seinen angestammten Familienbesitz nicht preisgeben. Die ausländische Königin Isebel, die fremde Götter verehrt, bringt nun ihren Mann dazu, das Recht zu brechen und sogar einen Auftragsmord zuzulassen, um den Plan ausführen zu können. Die Folgen werden nicht ausbleiben. – Fragen wir, ob wir selber oder unser Land, anderen im Wege stehen oder andere durch engherzige Vorschriften an ihrer Entwicklung hindern.

Antwortspalm

Psalm 5,3.5–7


R: Hab acht, o Herr, auf mein Seufzen


Vernimm mein lautes Schreien,
mein König und mein Gott.
Denn du bist kein Gott, dem das Unrecht gefällt;
der Frevler darf nicht bei dir weilen.

Wer sich brüstet, besteht nicht vor deinen Augen;
denn dein Hass trifft alle, die Böses tun.
Du lässt die Lügner zugrunde gehn,
Mörder und Betrüger sind dem Herrn ein Gräuel.

Ruf vor dem Evangelium

Halleluja. Halleluja. Dein Wort, o Herr, ist meinem Fuss eine Leuchte, ein Licht für meine Pfade. Halleluja.

Evangelium

Mt 5,38–42

Von der Vergeltung

Jesus sagte zu den Jüngern: Ihr habt gehört, dass gesagt worden ist: Auge für Auge und Zahn für Zahn.

Ich aber sage euch: Leistet dem, der euch etwas Böses antut, keinen Widerstand, sondern wenn dich einer auf die rechte Wange schlägt, dann halt ihm auch die andere hin.

Und wenn dich einer vor Gericht bringen will, um dir das Hemd wegzunehmen, dann lass ihm auch den Mantel. Und wenn dich einer zwingen will, eine Meile mit ihm zu gehen, dann geh zwei mit ihm.

Wer dich bittet, dem gib, und wer von dir borgen will, den weise nicht ab.

Gegen den Teufelskreis des Bösen

Jesus führt die Bergpredigt weiter. Für ihn soll wahre Gerechtigkeit den Teufelskreis der Vergeltung durchbrechen. „Gleiches mit Gleichem vergelten.“ ist darum für Jesus kein positiver Massstab. Sonst wird der Schwache leicht das Opfer des Starken. Jesus erwartet eine „grössere Gerechtigkeit“, deren Motiv und Kraft die wohlwollende und wohltuende Liebe ist. – Jesus hebt das alte Gesetz nicht einfach auf, will aber, dass auf den wahren Grund der einzelnen Vorschriften geachtet wird. Sonst kann sich der ursprüngliche Sinn ins Gegenteil verkehren.

Fürbitten

Herr Jesus Christus, Du erhörst unser Gebet über unsere Vorstellungen hinaus:

  • Bewahre deine Gläubigen davor, im Namen einer falschen Gerechtigkeit andere zu bedrücken.
  • Zeige den Christen, wann es richtig ist, Gnade vor Recht ergehen zu lassen.
  • Hilf unserem Volk, den Völkern der dritten Welt Gerechtigkeit widerfahren zu lassen.
  • Erhalte uns selber die Bereitschaft zu Versöhnung und Verzeihung.

Gott, du übst Barmherzigkeit an den Menschen, die du erschaffen hast. Schenke uns, die wir schwach sind und sündigen, das Licht und die Kraft des Heiligen Geistes. Darum bitten wir durch Jesus Christus, unsern Herrn.

Schlussgebet

Barmherziger Gott, die heilende Kraft dieses Sakramentes befreie uns von allem verkehrten Streben und führe uns auf den rechten Weg. Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.

 
Akzeptieren

Diese Website verwendet Cookies. Durch die Nutzung dieser Webseite erklären Sie sich damit einverstanden, dass Cookies gesetzt werden. Mehr erfahren