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Gotteswort

17. Oktober 2018


Mittwoch der 28. Woche im Jahreskreis

Corruptio optimi pessima. Nichts ist schlimmer als die Korruption des Wertvollsten. – Die heutigen Lesungen wenden sich gegen Karikaturen des Religiösen. Sie können gefährliche Folgen haben für das Leben und das Zusammenleben. – Nach Paulus wurzelt ein echtes und gute Früchte tragendes Glaubensleben in Christus und seinem Geist. – Jesus wendet sich im Evangelium energisch gegen die Veräusserlichung des Glaubens.

Hl. Ignatius von Antiochien (G)

Bischof von Antiochien, Märtyrer

Ignatius, Bischof von Antiochien in Syrien, war von der hellenistischen Kultur geprägt. In ihm brannte das Feuer der Christusliebe. Als er nach einem Aufruhr gegen die Christen als Gefangener nach Rom geführt wurde, konnte er unterwegs mehrere Christengemeinden besuchen. Er schrieb ihnen dann Briefe, die von seinem tiefen Glauben und seiner Christusmystik zeugen, aber auch von seiner Fürsorge für den guten Geist der Gemeinden. Den wichtigsten Brief schickt er voraus an die Gemeinde von Rom, wo er den wilden Tieren vorgeworfen werden sollte. + um 110.

Kyrie

Christus, dein Geist schenkt die Gabe der Liebe. Herr, erbarme dich.
Dein Geist schenkt die Gabe des Friedens. Christus, erbarme dich.
Dein Geist schenkt die Gabe der Freude. Herr, erbarme dich.

Tagesgebet

Allmächtiger, ewiger Gott, das Blutzeugnis deiner Märtyrer ist der Ruhm der ganzen Kirche. Gib, dass das glorreiche Leiden, das den heiligen Ignatius zur ewigen Herrlichkeit führte, uns deinen beständigen Schutz erwirke. Darum bitten wir durch Jesus Christus, deinen Sohn, unsern Herrn und Gott, der in der Einheit des Heiligen Geistes mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit.

1. Lesung

Gal 5,18–25

Verschiedene Früchte

Wenn ihr euch vom Geist führen lasst, dann steht ihr nicht unter dem Gesetz.

Die Werke des Fleisches sind deutlich erkennbar: Unzucht, Unsittlichkeit, ausschweifendes Leben, Götzendienst, Zauberei, Feindschaften, Streit, Eifersucht, Jähzorn, Eigennutz, Spaltungen, Parteiungen, Neid und Missgunst, Trink– und Essgelage und Ähnliches mehr. Ich wiederhole, was ich euch schon früher gesagt habe: Wer so etwas tut, wird das Reich Gottes nicht erben.

Die Frucht des Geistes aber ist Liebe, Freude, Friede, Langmut, Freundlichkeit, Güte, Treue, Sanftmut und Selbstbeherrschung; dem allem widerspricht das Gesetz nicht.

Alle, die zu Christus Jesus gehören, haben das Fleisch und damit ihre Leidenschaften und Begierden gekreuzigt. Wenn wir aus dem Geist leben, dann wollen wir dem Geist auch folgen.

Paulus lehnt es ab, wenn Menschen sich selber absichern wollen durch das genaue Einhalten einer gesetzlichen Praxis, sonst aber tun und lassen wollen, was ihnen passt. Paulus nennt diesen Egoismus eine „fleischliche“ Haltung. Doch diese Warnung des Paulus konnte missverstanden werden, als ob der Mensch, im Vertrauen auf Gott, sich alles erlauben dürfte. Paulus betont darum anderseits, dass der Christ aus tiefer Verbundenheit mit Christus die „Früchte des Geistes“ bringen soll.

Antwortspalm

Psalm 1,1–4.6


R: Wer mir nachfolgt, Herr, wird das Licht des Lebens haben.


Wohl dem Mann, der nicht dem Rat der Frevler folgt,
nicht auf dem Weg der Sünder geht,
nicht im Kreis der Spötter sitzt,
sondern Freude hat an der Weisung des Herrn,
über seine Weisung nachsinnt bei Tag und bei Nacht.

Er ist wie ein Baum,
der an Wasserbächen gepflanzt ist,
der zur rechten Zeit seine Frucht bringt
und dessen Blätter nicht welken.
Alles, was er tut, wird ihm gut gelingen.

Nicht so die Frevler:
Sie sind wie Spreu, die der Wind verweht.
Denn der Herr kennt den Weg der Gerechten,
der Weg der Frevler aber führt in den Abgrund.

Ruf vor dem Evangelium

Halleluja. Halleluja. Wer sich selbst erhöht, wird erniedrigt, und wer sich selbst erniedrigt, wird erhöht werden.“ Halleluja.

Evangelium

Lk 11,42–46

Wehrufe gegen das Verzerren der Religion

In jener Zeit sprach Jesus: Weh euch Pharisäern! Ihr gebt den Zehnten von Minze, Gewürzkraut und allem Gemüse, die Gerechtigkeit aber und die Liebe zu Gott vergesst ihr. Man muss das eine tun, ohne das andere zu unterlassen.

Weh euch Pharisäern! Ihr wollt in den Synagogen den vordersten Sitz haben und auf den Strassen und Plätzen von allen gegrüsst werden.

Weh euch: Ihr seid wie Gräber, die man nicht mehr sieht; die Leute gehen darüber, ohne es zu merken.

Darauf erwiderte ihm ein Gesetzeslehrer: Meister, damit beleidigst du auch uns. Er antwortete: Weh auch euch Gesetzeslehrern! Ihr ladet den Menschen Lasten auf, die sie kaum tragen können, selbst aber rührt ihr keinen Finger dafür.

Wichtig und unwichtig

Jesus macht den religiösen Profis des Volkes Vorwürfe. Sie diskutieren über Einzelheiten der Zehntabgaben, vergessen aber das Hauptgebot der Liebe. Sie nützen ihre Stellung, um an Prestige zu gewinnen, statt zu dienen. Sie laden den Menschen schwere Lasten auf, rühren aber selber keinen Finger. – Dieses Evangelium ist eine ernste Mahnung an die Verantwortlichen in der Kirche. Auch in einer Familie dürfen Eltern nicht das Gegenteil von dem tun, was sie von den Kindern verlangen.

Fürbitten

Christus, du schenkst den Geist, der gute Früchte tragen kann.

  • Erleuchte die Verantwortlichen für die Seelsorge, dass sie die Nöte der Menschen sehen.
  • Hilf den Forschern und Techniker, dem wahren Fortschritt der Völker zu dienen.
  • Sende deinen Geist und wecke missionarische Berufungen.
  • Schenke uns die Früchte des Geistes, damit deine Gaben unseren Mitmenschen dienen.

Himmlischer Vater, du schaust auf das Herz der Menschen. Gib dass wir dein Antlitz suchen und dir von ganzem Herzen dienen. Im heiligen Geist, durch Christus, unsern Herrn.

Schlussgebet

Gütiger Gott, das Brot des Himmels, das wir am Fest des heiligen Ignatius empfangen haben, mache uns würdig, Christen zu heissen, und gebe uns die Kraft, Christen zu sein. Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.

 
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