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Gotteswort

17. August 2018


Freitag der 19. Woche im Jahreskreis

Beide Lesungen sprechen heute vom Ehe–Bund oder vom Bundesverhältnis zwischen Gott und seinem Volk und vom Verhältnis zwischen Mann und Frau in der Ehe. Jesus erneuert und verteidigt dieses Bundesverhältnis.

Kyrie

Christus, Du offenbarst, dass Gott die Liebe ist. Herr, erbarme dich.
Du bist der vielgeliebte Sohn des Vaters. Christus, erbarme dich.
In deiner Hingabe am Kreuz hast du den neuen Bund geschlossen. Herr, erbarme dich.

Tagesgebet

Gott, du liebst deine Geschöpfe, und es ist deine Freude, bei den Menschen zu wohnen. Gib uns ein neues Herz, das bereit ist, dich aufzunehmen. Darum bitten wir durch Jesus Christus, deinen Sohn, unsern Herr und Gott, der in der Einheit des Heiligen Geistes mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit.

1. Lesung

Ez 16,59–63

Das Bundesverhältnis

So spricht Gott, der Herr, zu Jerusalem: Ich habe mit dir gemacht, was du gemacht hast; du hast den Eid missachtet und den Bund gebrochen. Aber ich will meines Bundes gedenken, den ich mit dir in deiner Jugend geschlossen habe, und will einen ewigen Bund mit dir eingehen.

Du sollst dich an dein Verhalten erinnern und dich schämen, wenn ich deine älteren und jüngeren Schwestern nehme und sie dir zu Töchtern gebe, aber nicht deshalb, weil du den Bund gehalten hättest.

Ich selbst gehe einen Bund mit dir ein, damit du erkennst, dass ich der Herr bin. Dann sollst du dich erinnern, sollst dich schämen und vor Scham nicht mehr wagen, den Mund zu öffnen, weil ich dir alles vergebe, was du getan hast – Spruch Gottes, des Herrn.

Symbolische Liebesgeschichte

Ezechiel sieht die Geschichte Jerusalems als eine Liebesgeschichte. Der Bundesgott ist der Bräutigam; Jerusalem ist seine Braut. Gott hat Jerusalem aus purer Liebe auserwählt und mit emotionaler Liebe umgeben. Jerusalem aber verhält sich wie eine ehebrecherische Frau. Doch Gott will trotz allem den ewigen Bund der Treue halten.

Antwortspalm

Jesaja 12, 2–6

Canticum des Jesaja


R: Herr. dein Zorn hat sich gewendet und du hast mich getröstet.


Ja, Gott ist meine Rettung;
ihm will ich vertrauen und niemals verzagen.
Denn meine Stärke und mein Lied ist der Herr.
Er ist für mich zum Retter geworden.

Ihr werdet Wasser schöpfen voll Freude
aus den Quellen des Heils.
Dankt dem Herrn! Ruft seinen Namen an!
Macht seine Taten unter den Völkern bekannt,
verkündet: Sein Name ist gross und erhaben!

Preist den Herrn;
denn herrliche Taten hat er vollbracht;
auf der ganzen Erde soll man es wissen.
Jauchzt und jubelt, ihr Bewohner von Zion;
denn gross ist in eurer Mitte der Heilige Israels.

Ruf vor dem Evangelium

Halleluja. Halleluja. Herr, öffne unser Herz, damit wir die Worte deines Sohnes verstehen. Halleluja.

Evangelium

Mt 19,3–12

Von Ehescheidung und Ehelosigkeit

Es kamen Pharisäer zu ihm, die ihm eine Falle stellen wollten, und fragten: Darf man seine Frau aus jedem beliebigen Grund aus der Ehe entlassen?

Er antwortete: Habt ihr nicht gelesen, dass der Schöpfer die Menschen am Anfang als Mann und Frau geschaffen hat und dass er gesagt hat: Darum wird der Mann Vater und Mutter verlassen und sich an seine Frau binden und die zwei werden ein Fleisch sein?

Sie sind also nicht mehr zwei, sondern eins. Was aber Gott verbunden hat, das darf der Mensch nicht trennen. Da sagten sie zu ihm: Wozu hat dann Mose vorgeschrieben, dass man (der Frau) eine Scheidungsurkunde geben muss, wenn man sich trennen will?

Er antwortete: Nur weil ihr so hartherzig seid, hat Mose euch erlaubt, eure Frauen aus der Ehe zu entlassen. Am Anfang war das nicht so. Ich sage euch: Wer seine Frau entlässt, obwohl kein Fall von Unzucht vorliegt, und eine andere heiratet, der begeht Ehebruch.

Da sagten die Jünger zu ihm: Wenn das die Stellung des Mannes in der Ehe ist, dann ist es nicht gut zu heiraten.

Jesus sagte zu ihnen: Nicht alle können dieses Wort erfassen, sondern nur die, denen es gegeben ist. Denn es ist so: Manche sind von Geburt an zur Ehe unfähig, manche sind von den Menschen dazu gemacht und manche haben sich selbst dazu gemacht – um des Himmelreiches willen. Wer das erfassen kann, der erfasse es.

Unauflösliche Liebe

Jesus akzeptiert die damals leichte Scheidungs– oder Entlassungspraxis (zu Ungunsten der Frauen) nicht. Er verweist auf den Schöpfer. Mit prophetisch starken Worten setzt er sich für die Unauflöslichkeit der Ehe ein, ohne sich auf eine gesetzliche Regelung von Ausnahmefällen einzulassen. Später werden die Gemeinden des Matthäus und des Paulus vor solchen Spezialfragen stehen. – Den erstaunten Jüngern erklärt Jesus, dass ein Mensch seine Erfüllung auch ohne die Partnerschaft in der Ehe finden kann.

Fürbitten

Christus, du weisest uns deinen Weg des Lebens und der Liebe. Wir bitten dich:

  • Für die Priester und Ordensleute: Lass sie durch ihr eheloses Leben Zeugnis für dich geben.
  • Für die Regierenden: Gib, dass sie den Familien einen gesunden Lebensraum schaffen.
  • Für die Eheleute: Erneuere ihre Liebe, dass sie einander treu bleiben.
  • Für unsere Gemeinschaft und alle, die ihr verbunden sind: Erhalte uns in deiner Liebe.

Christus, du zeigst uns, dass deine Liebe grösser ist als das Versagen der Menschen. Mache uns dankbar für deine Liebe, der du lebst und herrschest in alle Ewigkeit.

Schlussgebet

Gütiger Gott, bewahre dem Volk der Erlösten deine Liebe und Treue. Das Leiden deines Sohnes hat uns gerettet; sein Geist, der von dir ausgeht, führe uns den rechten Weg. Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.

 
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