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Gotteswort

17. Juni 2018


11. Sonntag im Jahreskreis

Wenn wir uns zum Gebet sammeln, besonders zur Feier der Eucharistie, bezeugen wir unsern Glauben, die Hoffnung und Liebe. Auch wenn es nur ein kleiner Funke zu sein scheint, steckt darin doch die Hoffhurg auf eine Erfüllung, die alle menschlicher Erwartungen übersteigt.

Kyrie

Christus, du bist der Sämann. Herr, erbarme dich.
Du schenkst Wachstum und Ernte. Christus, erbarme dich.
Du bist unser Ziel und unsere Heimat. Herr, erbarme dich.

Tagesgebet

Gott du unsere Hoffnung und unsere Kraft, ohne dich vermögen wir nichts. Steh uns mit deiner Gnade bei, damit wir denken, reden und tun was dir gefällt. Darum bitten wir durch Jesus Christus, deinen Sohn, unseren Herrn und Gott, der in der Einheit des Heiligen Geistes mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit.

1. Lesung

Ez 17,22–24

Gott pflanzt einen Setzling

So spricht Gott, der Herr: Ich selbst nehme ein Stück vom hohen Wipfel der Zeder und pflanze es ein. Einen zarten Zweig aus den obersten Ästen breche ich ab, ich pflanze ihn auf einen hoch aufragenden Berg. Auf die Höhe von Israels Bergland pflanze ich ihn. Dort treibt er dann Zweige, er trägt Früchte und wird zur prächtigen Zeder. Allerlei Vögel wohnen darin; alles, was Flügel hat, wohnt im Schatten ihrer Zweige. Dann werden alle Bäume auf den Feldern erkennen, dass ich der Herr bin. Ich mache den hohen Baum niedrig, den niedrigen mache ich hoch. Ich lasse den grünenden Baum verdorren, den verdorrten erblühen. Ich, der Herr, habe gesprochen und ich führe es aus.

Eine Hoffnung, die Zukunft hat

Israel wurde samt König nach Babylon deportiert. Es gleicht einem gefällten Bauin. Doch der Prophet verkündet Hoffnung. Gott selbst kann einen Trieb vom Wipfel des gefüllten Baumes als Ableger an einem guten Ort einpflanzen, damit eine prächtige Zeder{königlicher Wappenbaum!) ersteht. – Gott wird dies tun, aber unauffällig, mit einem „kleinen Rest“. (Frisque; Zenger)

Antwortspalm

Psalm 92,2–3.13–16


R: Wie schön ist es, dem Herrn zu danken.


Wie schön ist es, dem Herrn zu danken,
deinem Namen, du Höchster, zu singen,
am Morgen deine Huld zu verkünden
und in den Nächten deine Treue.

Der Gerechte gedeiht wie die Palme,
er wächst wie die Zedern des Libanon.
Gepflanzt im Haus des Herrn,
gedeihen sie in den Vorhöfen unseres Gottes.

Sie tragen Frucht noch im Alter
und bleiben voll Saft und Frische;
sie verkünden: Gerecht ist der Herr;
mein Fels ist er, an ihm ist kein Unrecht.

2. Lesung

2 Kor 5,6–10

Die Hoffnung des Apostels

Wir sind immer zuversichtlich, auch wenn wir wissen, dass wir fern vom Herrn in der Fremde leben, solange wir in diesem Leib zu Hause sind; denn als Glaubende gehen wir unseren Weg, nicht als Schauende. Weil wir aber zuversichtlich sind, ziehen wir es vor, aus dem Leib auszuwandern und daheim beim Herrn zu sein. Deswegen suchen wir unsere Ehre darin, ihm zu gefallen, ob wir daheim oder in der Fremde sind. Denn wir alle müssen vor dem Richterstuhl Christi offenbar werden, damit jeder seinen Lohn empfängt für das Gute oder Böse, das er im irdischen Leben getan hat.

Auf dem Weg in die Heimat

Paulus weiss sich hier auf Erden in einer Art Exil, „fern vom Herrn“, ähnlich wie Juden der Diaspora fern vom Tempel weilen müssen. Paulus verliert den Mut nicht, weil er um die Gabe des Heiligen Geistes weiss (so unmittelbar vor dem jetzigen Abschnitt!). Paulus möchte gen den Weg in die Heimat antreten, heim zu Christus, dem neuen Tempel. Der Apostel fühlt sich vor Christus verantwortlich, denn er wird durch das dunkelhelle Tor von Tod und Christi Gericht schreiten müssen. – Dieser Durchgang wartet auch auf uns.

Ruf vor dem Evangelium

Halleluja. Halleluja. Der Samen ist das Wort Gottes, der Sämann ist Christus. Wer Christus findet, der bleibt in Ewigkeit. Halleluja.

Evangelium

Mk 4,26–34

Gleichnisse vom Wachsen der Saat und vom Senfkorn – Schlussbemerkung

Jesus sprach zu der Volksmenge: Mit dem Reich Gottes ist es so, wie wenn ein Mann Samen auf seinen Acker sät; dann schläft er und steht wieder auf, es wird Nacht und wird Tag, der Samen keimt und wächst und der Mann weiss nicht, wie. Die Erde bringt von selbst ihre Frucht, zuerst den Halm, dann die Ähre, dann das volle Korn in der Ähre. Sobald aber die Frucht reif ist, legt er die Sichel an; denn die Zeit der Ernte ist da.

Er sagte: Womit sollen wir das Reich Gottes vergleichen, mit welchem Gleichnis sollen wir es beschreiben? Es gleicht einem Senfkorn. Dieses ist das kleinste von allen Samenkörnern, die man in die Erde sät. Ist es aber gesät, dann geht es auf und wird grösser als alle anderen Gewächse und treibt grosse Zweige, sodass in seinem Schatten die Vögel des Himmels nisten können.

Durch viele solche Gleichnisse verkündete er ihnen das Wort, so wie sie es aufnehmen konnten. Er redete nur in Gleichnissen zu ihnen; seinen Jüngern aber erklärte er alles, wenn er mit ihnen allein war.

Wachstum im Stillen

Jesus korrigiert falsche Erwartungen. Das Reich Gottes kann nicht herbeigeschafft werden und kommt nicht mit grossem Getöse, sondern im Schweigen Gottes. Es wächst im Verborgenen und soll mit der Geduld eines Bauern erwartet werden, der die Ernte nicht subito erzwingen kann. Das Gleichnis vom Senfkorn unterstreicht, dass eine grosse Entwicklung zu erwarten ist, auch wenn Grösse und Geheimnis des Reiches Gottes nicht mit irdischen Massstäben auszumachen sind.

Fürbitten

Herr Jesus Christus, du hast den Samen des Reiches Gottes ausgestreut:

  • Lass alle Glieder der Kirche mit Geduld auf das Wachsen des Gottesreiches warten.
  • Hilf Theologen und Predigern, das Geheimnis des Reiches Gottes zu verkünden.
  • Segne Väter und Mütter, die ihre Kinder mit deiner Frohbotschaft vertraut machen.
  • Stärke alle Gläubigen im Vertrauen auf dich, wenn sie sich vor dem Tor des Todes fürchten.
  • Hilf allen, die in Sorge sind um ihren Arbeitsplatz und um das tägliche Brot.
  • Nimm unsere Verstorbenen auf in das Land der Verheissung, des Lichtes und Friedens..

Himmlischer Vater, reiche uns deine starke Hand und schenke uns Hilfe und Kraft von oben. Im Heiligen Geist; durch Christus, unsern Herrn.

Schlussgebet

Herr, unser Gott, das heilige Mahl ist ein sichtbares Zeichen, dass deine Gläubigen in dir eins sind. Lass diese Feier wirksam werden für die Einheit der Kirche. Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.