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Gotteswort

17. Januar 2019


Donnerstag der 1. Woche im Jahreskreis

Im „Hebräerbrief“ wird das „Heute“ eines Psalms auf die aktuelle Situation der Christen ausgelegt. Das Evangelium spricht von einem bestimmten Moment im Leben Jesu, der öffentlich auftritt und sich gedrängt fühlt, ein gesellschaftliches Tabu zu brechen.

Hl. Antonius (G)

Mönchsvater in Ägypten

Antonius stammte aus guter Familie in Mittelägypten. Nach dem Tod seiner Eltern verteilte er als junger Mann seinen Besitz nach dem Wort des Evangeliums an die Armen und wurde, nach entsprechender Vorbereitung, Eremit, teilweise in grösster Abgeschiedenheit. Lange hatte er unter schweren Anfechtungen zu leiden. Um ihn sammelten sich andere Einsiedler und bildeten eine Art Gemeinschaft. Viele Besucher fanden bei dem freundlichen Ratgeber Hilfe. Während einer Verfolgung predigte er in Alexandrien. Athanasius von Alexandrien verfasste die Lebensbeschreibung des Antonius, die von grösster Bedeutung für die Ausbreitung und das Selbstverständnis des Mönchtums wurde (Augustinus, Benedikt). + nach 356.

Kyrie

Herr Jesus Christus,
Du bist zum Beten in die Einsamkeit gegangen. Herr, erbarme dich.
Du schenkst die Gesundheit an Leib und Seele. Christus, erbarme dich.
Du stiftest Frieden zwischen Gott und Menschen. Herr, erbarme dich.

Tagesgebet

Herr, unser Gott, du hast den heiligen Mönchsvater Antonius aus der Welt herausgerufen und ihm die Kraft gegeben, in der Einsamkeit der Wüste vor dir zu leben. Hilf uns auf seine Fürbitte, uns selbst zu überwinden und dich über alles zu lieben. Darum bitten wir durch Jesus Christus.

1. Lesung

Hebr 3,7–14

Ein mahnendes Gotteswort

Darum beherzigt, was der Heilige Geist sagt: Heute, wenn ihr seine Stimme hört, verhärtet euer Herz nicht wie beim Aufruhr, wie in der Wüste am Tag der Versuchung. Dort haben eure Väter mich versucht, sie haben mich auf die Probe gestellt und hatten doch meine Taten gesehen, vierzig Jahre lang. Darum war mir diese Generation zuwider und ich sagte: Immer geht ihr Herz in die Irre. Sie erkannten meine Wege nicht. Darum habe ich in meinem Zorn geschworen: Sie sollen nicht in das Land meiner Ruhe kommen.

Gebt Acht, Brüder, dass keiner von euch ein böses, ungläubiges Herz hat, dass keiner vom lebendigen Gott abfällt, sondern ermahnt einander jeden Tag, solange es noch heisst: Heute, damit niemand von euch durch den Betrug der Sünde verhärtet wird; denn an Christus haben wir nur Anteil, wenn wir bis zum Ende an der Zuversicht festhalten, die wir am Anfang hatten.

Die Versuchung

Die Christen, an die dieser Brief gerichtet war, lebten in einer Situation, die der Lage der Hebräer in der Wüste vergleichbar war. Damals hatte das aus Ägypten befreite Volk gegen Mose aufbegehrt und die Rückkehr zu den „Fleischtöpfen Ägyptens“ gefordert. Jetzt sind die Christen Verfolgungen und Prüfungen ausgesetzt. Einige sind „ungläubig“ geworden; sie raten, den neuen Weg des christlichen Glaubens aufzugeben und zurückzukehren zum öffentlich anerkannten jüdischen Glauben oder zu den üblichen religiösen Praktiken der heidnischen Umwelt. Der Verfasser ermahnt zur Treue. Er wendet das „Heute“ des Psalms auf die Situation der Adressaten an. Sie sind jetzt zur Bewährung gerufen. Er verweist warnend auf das Schicksal der Empörer in der Wüste. (vgl. Frisque)

Antwortspalm

Psalm 44,10–11.14–15.24–25


R: In deiner Huld erlöse uns o Herr!


Du hast du uns verstossen und mit Schmach bedeckt,
du ziehst nicht mit unserm Heer in den Kampf.
Du lässt uns vor unsern Bedrängern fliehen
und Menschen, die uns hassen, plündern uns aus.

Du machst uns zum Schimpf für die Nachbarn,
zu Spott und Hohn bei allen,
die rings um uns wohnen.
Du machst uns zum Spottlied der Völker,
die Heiden zeigen uns nichts als Verachtung.

Wach auf! Warum schläfst du, Herr?
Erwache, verstoss nicht für immer!
Warum verbirgst du dein Gesicht,
vergisst unsere Not und Bedrängnis?

Ruf vor dem Evangelium

Halleluja. Jesus verkündete das Evangelium vom Reich und heilte im Volk alle Krankheiten und Leiden. Halleluja, Halleluja.

Evangelium

Mk 1,40–45

Die Heilung eines Aussätzigen

Ein Aussätziger kam zu Jesus und bat ihn um Hilfe; er fiel vor ihm auf die Knie und sagte: Wenn du willst, kannst du machen, dass ich rein werde. Jesus hatte Mitleid mit ihm; er streckte die Hand aus, berührte ihn und sagte: Ich will es – werde rein! Im gleichen Augenblick verschwand der Aussatz und der Mann war rein. Jesus schickte ihn weg und schärfte ihm ein: Nimm dich in Acht! Erzähl niemand etwas davon, sondern geh, zeig dich dem Priester und bring das Reinigungsopfer dar, das Mose angeordnet hat. Das soll für sie ein Beweis (meiner Gesetzestreue) sein. Der Mann aber ging weg und erzählte bei jeder Gelegenheit, was geschehen war; er verbreitete die ganze Geschichte, sodass sich Jesus in keiner Stadt mehr zeigen konnte; er hielt sich nur noch ausserhalb der Städte an einsamen Orten auf. Dennoch kamen die Leute von überallher zu ihm.

Heilung und Wiedereingliederung eines Ausgegrenzten

Aussätzige waren nicht nur hoffnungslos Kranke, sondern auch Ausgestossene. Auf die Bitte des Aussätzigen hin überkommt Jesus tiefes, inneres Mitleid, und in prophetischer Erregung durchbricht Jesus die geltenden Normen. Er berührt den Unreinen und spricht sein heilendes Wort: „Ich will“. Auf die Heilung der Person folgt ihre Wiedereingliederung in die Gemeinschaft. Jesus will nicht, dass man ihn selber kurzsichtig als Wundertäter versteht, von denen es viele gab. Darum Jesu Schweigegebot. – Verstehen wir selber Jesus? Seine Menschlichkeit erschliesst seine göttliche, heilende und kommunikative Kraft, die eine neue Lebensgemeinschaft stiftet.

Fürbitten

Herr Jesus Christus, durch deinen Tod hast du die Welt hell gemacht:

  • Bestärke die Ordensgemeinschaften in deiner Nachfolge.
  • Hindere die Mächtigen, Arme und Wehrlose auszunützen.
  • Steh allen bei, die um der Gerechtigkeit willen verfolgt werden.
  • Vertreibe alles Dunkel aus unseren Herzen.

Gütiger Vater, dein Sohn hat sein Leben für uns hingegeben. Sei uns gnädig durch ihn, Christus, unseren Herrn.

Schlussgebet

Allmächtiger Gott, mit deiner Hilfe hat der heilige Antonius die Mächte der Finsternis besiegt, Stärke uns durch die heilbringende Speise, die wir empfangen haben, damit wir die Angriffe des Bösen überwinden. Darum bitten wir durch Christus, unsern Herrn.

 
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