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Gotteswort

16. Juli 2018


Montag der 15. Woche im Jahreskreis

Weder der Prophet dieses Tages noch Jesus finden sich ab mit falschen Kompromissen oder einem faulen Frieden. Unerträglich ist vor allem das Bemänteln sozialer Ungerechtigkeit mit religiösem Getue. Jesus will, dass die Zugehörigkeit zu ihm nicht ein leeres Wort bleibt.

Gedenktag Unserer Lieben Frau auf dem Berge Karmel (g)

Die im Karmelitenorden von Anfang an gepflegte Marienverehrung hängt mit dem Ursprung des Ordens zusammen: Er führt sich auf eine Gruppe von Eremiten zurück, die wohl schon seit altchristlicher Zeit auf dem Berg Karmel (bei Haifa) nach dem Vorbild des Propheten Elija und seiner Schüler ein asketisches Leben führten. Sie deuteten die kleine Wolke, die nach der langen Dürre in der Zeit Elijas vom Meer aufstieg und den rettenden Regen ankündigte (1 Kön 18,44), als ein Bild der Mutter des Herrn. Die Verehrung der heiligen Jungfrau unter dem Titel „Unsere liebe Frau vom Berg Karmel“ nahmen sie auch mit nach Europa, als sie im 13. Jahrhundert vor den Sarazenen fliehen mussten. Nach einer legendären Überlieferung soll Maria dem Ordensgeneral Simon Stock (England) das „Skapulier“ übergeben haben, mit besonderen Verheissungen für alle, die im Leben und im Sterben damit bekleidet sind. Daher auch die Bezeichnung „Skapulierfest“ für den heutigen Gedenktag, der 1726 in den römischen Festkalender aufgenommen wurde. (Schott)

Kyrie

Christus, du hast für uns das Kreuz auf dich genommen. Herr, erbarme dich.
Du rufst uns zu Umkehr und Nachfolge. Christus, erbarme dich.
Du schenkst das ewige Leben. Herr, erbarme dich.

Tagesgebet

Ewiger Gott. Dein Sohn hat unser Leben geteilt, hat Freude erfahren und Leid ertragen – wie wir. Gib, dass wir in guten und bösen Tagen mit ihm verbunden bleiben. Darum bitten wir durch ihn, Jesus Christus, deinen Sohn, unsern Herrn und Gott, der in der Einheit des Heiligen Geistes mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit.

1. Lesung

Jes 1,10–17

Kritik an einer seelenlosen Frömmigkeit.

Hört das Wort des Herrn, ihr Kerrscher von Sodom! Vernimm die Weisung unseres Gotte, du Volk von Gomorra! Was soll ich mit euren vielen Schlachtopfern?, spricht der Herr. Die Widder, die ihr als Opfer verbrennt, und das Fett eurer Rinder habe ich satt; das Blut der Stiere, der Lämmer und Böcke ist mir zuwider. Wenn ihr kommt, um mein Angesicht zu schauen – wer hat von euch verlangt, dass ihr meine Vorhöfe zertrampelt?

Bringt mir nicht länger sinnlose Gaben, Rauchopfer, die mir ein Gräuel sind. Neumond und Sabbat und Festversammlung – Frevel und Feste – ertrage ich nicht. Eure Neumondfeste und Feiertage sind mir in der Seele verhasst, sie sind mir zur Last geworden, ich bin es müde, sie zu ertragen. Wenn ihr eure Hände ausbreitet, verhülle ich meine Augen vor euch. Wenn ihr auch noch so viel betet, ich höre es nicht. Eure Hände sind voller Blut.

Wascht euch, reinigt euch! Lasst ab von eurem üblen Treiben! Hört auf, vor meinen Augen Böses zu tun! Lernt, Gutes zu tun! Sorgt für das Recht! Helft den Unterdrückten! Verschafft den Waisen Recht, tretet ein für die Witwen!

Kritik an falscher Kultfrömmigkeit

Jesaja stammt aus der Schicht der Priester oder des königlichen Hofes von Jerusalem. Er kennt die Verhältnisse. Wie andere Propheten kritisiert er scharf aufwändige Gottesdienste, die mit schamloser Ungerechtigkeit gegen die Schwachen einhergehen. Wie soll der barmherzige und gerechte Gott über die soziale Ungerechtigkeit hinwegsehen! Mit dieser Kritik am Kult hat sich Jesaia bei der Aristokratie von Jerusalem keine Freunde gemacht. Jesaja wurde aber respektiert, vielleicht auch wegen seiner dichterischen Sprache.

Antwortspalm

Psalm 50,8–9.16b–17.21bc.23


R: Wer rechtschaffen lebt, dem zeig ich mein Heil


Nicht wegen deiner Opfer rüg ich dich,
deine Brandopfer sind mir immer vor Augen.
Doch nehme ich von dir Stiere nicht an
noch Böcke aus deinen Hürden.

«Was zählst du meine Gebote auf
und nimmst meinen Bund in deinen Mund?
Dabei ist Zucht dir verhasst,
meine Worte wirfst du hinter dich.

Meinst du, ich bin wie du?
Ich halte es dir vor Augen und rüge dich.
Wer Opfer des Lobes bringt, ehrt mich;
wer rechtschaffen lebt, dem zeig ich mein Heil.»

Ruf vor dem Evangelium

Halleluja. Halleluja. Selig, die um der Gerechtigkeit willen Verfolgung leiden; denn ihnen gehört das Himmelreich. Halleluja.

Evangelium

Mt 10,34–11,1

Unterweisung der zwölf Jünger

Jesus sagte zu den zwölf Jüngern: Denkt nicht, ich sei gekommen, um Frieden auf die Erde zu bringen. Ich bin nicht gekommen, um Frieden zu bringen, sondern das Schwert. Denn ich bin gekommen, um den Sohn mit seinem Vater zu entzweien und die Tochter mit ihrer Mutter und die Schwiegertochter mit ihrer Schwiegermutter; und die Hausgenossen eines Menschen werden seine Feinde sein.

Wer Vater oder Mutter mehr liebt als mich, ist meiner nicht würdig, und wer Sohn oder Tochter mehr liebt als mich, ist meiner nicht würdig. Und wer nicht sein Kreuz auf sich nimmt und mir nachfolgt, ist meiner nicht würdig. Wer das Leben gewinnen will, wird es verlieren; wer aber das Leben um meinetwillen verliert, wird es gewinnen.

Wer euch aufnimmt, der nimmt mich auf, und wer mich aufnimmt, nimmt den auf, der mich gesandt hat.
Wer einen Propheten aufnimmt, weil es ein Prophet ist, wird den Lohn eines Propheten erhalten.

Wer einen Gerechten aufnimmt, weil es ein Gerechter ist, wird den Lohn eines Gerechten erhalten.

Und wer einem von diesen Kleinen auch nur einen Becher frisches Wasser zu trinken gibt, weil es ein Jünger ist – amen, ich sage euch: Er wird gewiss nicht um seinen Lohn kommen.

Als Jesus die Unterweisung der zwölf Jünger beendet hatte, zog er weiter, um in den Städten zu lehren und zu predigen.

Christus erwartet Gastfreundschaft

Am Schluss der Aussendungsrede Jesu wird am Horizont bereits das Kreuz sichtbar. Jesus verlangt von den Seinen, die evangelisieren sollen, dass sie sich mit Leib und Leben zu ihm stehen. Nicht einmal Rücksichten auf die eigene Familie sollen sie behindern. Jesu Worte können uns treffen wie ein Schwert, das ein halbherziges oder verlogenes Christentum aufdeckt. Wenn sich die Jünger voll für Jesus engagieren, gewinnt das Christentum Lebenskraft. –Wie im ganzen Evangelium erscheint Jesus hier wie ein Gast, der gut oder schlecht oder gar nicht aufgenommen wird. Auch die Boten Jesu ersuchen wie Fremdlinge um die Gastfreundschaft. Wer sie aufnimmt, zeigt, dass er auf dem Weg zu einem erfüllten Leben ist, das nur in und mit und durch Christus zu finden ist.

Fürbitten

Christus, du rufst uns in deine Nachfolge:

  • Hilf allen Christen, zuerst dich und dein Reich zu suchen.
  • Du bist uns mit dem Kreuz vorangegangen: Stärke alle, die schwer an einem Kreuz tragen.
  • Du lehnst falsche Kompromisse ab: Lehre die Völker Gerechtigkeit und Friedfertigkeit.
  • Du hast beten gelehrt: Gib, dass Herz und Lippen im Einklang stehen, wenn wir beten.

Allmächtiger Gott, komm uns mit deiner Macht zu Hilfe, damit wir dem Beispiel deines Sohnes folgen können. Darum bitten wir durch ihn, Christus, unseren Herrn.

Schlussgebet

Herr, unser Gott, wir danken dir für die heilige Gabe. Lass deine Heilsgnade in uns wachsen, sooft wir diese Speise empfangen. Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.

 
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