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Gotteswort

16. Februar 2019


Samstag der 5. Woche im Jahreskreis

Wie steht es um den Menschen? Manche urteilen pessimistisch und negativ. Andere glorifizieren den (gesunden und jungen) Menschen. Alle sollten die Würde und die Rechte des Menschen anerkennen. Wir müssen aber auch seine Grenzen kennen. Im Evangelium hat Jesus Mitleid mit Menschen und hilft ihnen. In der ersten Lesung vernehmen wir, wie Theologen der Vorzeit die menschliche Wirklichkeit zu deuten suchen.

Kyrie

Christus, du hast Mitleid mit uns Menschen. Herr, erbarme dich.
Du hast Hungernde gesättigt. Christus, erbarme dich.
Du beauftragst die Jünger, zu dienen. Herr, erbarme dich.

Tagesgebet

Barmherziger Gott, in unserer Schwachheit suchen wir bei dir Hilfe und Schutz. Höre auf die Fürsprache der jungfräulichen Gottesmutter Maria, die du vor aller Schuld bewahrt hast, und heile uns von jeder Krankheit. Darum bitten wir durch Jesus Christus, deinen Sohn, unsern Herrn und Gott, der in der Einheit des Heiligen Geistes mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit.

1. Lesung

Gen 3,9–24

Dir Ur–Sünde gegen Gott

Gott, der Herr, rief Adam zu und sprach: Wo bist du? Er antwortete: Ich habe dich im Garten kommen hören; da geriet ich in Furcht, weil ich nackt bin, und versteckte mich. Darauf fragte er: Wer hat dir gesagt, dass du nackt bist? Hast du von dem Baum gegessen, von dem zu essen ich dir verboten habe?
Adam antwortete: Die Frau, die du mir beigesellt hast, sie hat mir von dem Baum gegeben und so habe ich gegessen.

Gott, der Herr, sprach zu der Frau: Was hast du da getan? Die Frau antwortete: Die Schlange hat mich verführt und so habe ich gegessen.

Da sprach Gott, der Herr, zur Schlange: Weil du das getan hast, bist du verflucht unter allem Vieh und allen Tieren des Feldes. Auf dem Bauch sollst du kriechen und Staub fressen alle Tage deines Lebens. Feindschaft setze ich zwischen dich und die Frau, zwischen deinen Nachwuchs und ihren Nachwuchs. Er trifft dich am Kopf und du triffst ihn an der Ferse.

Zur Frau sprach er: Viel Mühsal bereite ich dir, sooft du schwanger wirst. Unter Schmerzen gebierst du Kinder. Du hast Verlangen nach deinem Mann; er aber wird über dich herrschen.

Zu Adam sprach er: Weil du auf deine Frau gehört und von dem Baum gegessen hast, von dem zu essen ich dir verboten hatte: So ist verflucht der Ackerboden deinetwegen. Unter Mühsal wirst du von ihm essen alle Tage deines Lebens. Dornen und Disteln lässt er dir wachsen und die Pflanzen des Feldes musst du essen. Im Schweisse deines Angesichts sollst du dein Brot essen, bis du zurückkehrst zum Ackerboden; von ihm bist du ja genommen. Denn Staub bist du, zum Staub musst du zurück.

Adam nannte seine Frau Eva (Leben), denn sie wurde die Mutter aller Lebendigen. Gott, der Herr, machte Adam und seiner Frau Röcke aus Fellen und bekleidete sie damit. Dann sprach Gott, der Herr: Seht, der Mensch ist geworden wie wir; er erkennt Gut und Böse. Dass er jetzt nicht die Hand ausstreckt, auch vom Baum des Lebens nimmt, davon isst und ewig lebt!

Gott, der Herr, schickte ihn aus dem Garten von Eden weg, damit er den Ackerboden bestellte, von dem er genommen war. Er vertrieb den Menschen und stellte östlich des Gartens von Eden die Kerubim auf und das lodernde Flammenschwert, damit sie den Weg zum Baum des Lebens bewachten.

Das Böse hat nicht das letzte Wort

Weil die Menschheit seit den Anfängen durch die Sünde von Gott getrennt ist, liegt – wie es der Verfasser zu erklären versucht – ein mehrfacher Fluch auf ihr wie über der Schlange. Genannt werden die Mühen der Schwangerschaft, die Mühsal von Landarbeit und Broterwerb und die Not des Sterbenmüssens. Diese Belastungen gehören nun zum Menschsein selber; doch dann wird auf den eigentlichen Grund verwiesen. Der Mensch darf nicht wollen, Gott gleich zu sein. In in diesem alten Text keimt aber bereits eine Hoffnung auf: Das Böse wird einmal besiegt werden. Das in der mythologischen Schlange verkörperte Böse, das schlau und hinterlistig auftritt, ist nicht ein unausweichliches und bleibendes Geschick. Das Leben muss also nicht so negativ ausgehen, denn wie vorher erzählt wurde, ist das Werk des Schöpfers eigentlich gut.

Antwortspalm

Psalm 90,1–6.12–13


R: Herr, du bist unsere Zuflucht von Geschlecht zu Geschlecht.


Herr, du warst unsere Zuflucht
von Geschlecht zu Geschlecht.
Ehe die Berge geboren wurden,
die Erde entstand und das Weltall,
bist du, o Gott, von Ewigkeit zu Ewigkeit.

Du lässt die Menschen zurückkehren zum Staub
und sprichst: «Kommt wieder, ihr Menschen!»
Denn tausend Jahre sind für dich
wie der Tag, der gestern vergangen ist,
wie eine Wache in der Nacht.

on Jahr zu Jahr säst du die Menschen aus;
sie gleichen dem sprossenden Gras.
Am Morgen grünt es und blüht,
am Abend wird es geschnitten und welkt.

Unsre Tage zu zählen, lehre uns!
Dann gewinnen wir ein weises Herz.
Herr, wende dich uns doch endlich zu!
Hab Mitleid mit deinen Knechten!

Ruf vor dem Evangelium

Halleluja. Halleluja. Nicht nur von Brot lebt der Mensch, sondern von jedem Wort aus Gottes Mund. Halleluja.

Evangelium

Mk 8,1–10

Die Speisung der Viertausend

In jenen Tagen waren wieder einmal viele Menschen um Jesus versammelt. Da sie nichts zu essen hatten, rief er die Jünger zu sich und sagte: Ich habe Mitleid mit diesen Menschen; sie sind schon drei Tage bei mir und haben nichts mehr zu essen. Wenn ich sie hungrig nach Hause schicke, werden sie unterwegs zusammenbrechen; denn einige von ihnen sind von weither gekommen.

Seine Jünger antworteten ihm: Woher soll man in dieser unbewohnten Gegend Brot bekommen, um sie alle satt zu machen? Er fragte sie: Wie viele Brote habt ihr? Sie antworteten: Sieben

Da forderte er die Leute auf, sich auf den Boden zu setzen. Dann nahm er die sieben Brote, sprach das Dankgebet, brach die Brote und gab sie seinen Jüngern zum Verteilen; und die Jünger teilten sie an die Leute aus. Sie hatten auch noch ein paar Fische bei sich. Jesus segnete sie und liess auch sie austeilen.

Die Leute assen und wurden satt. Dann sammelte man die übrig gebliebenen Brotstücke ein, sieben Körbe voll. Es waren etwa viertausend Menschen beisammen. Danach schickte er sie nach Hause. Gleich darauf stieg er mit seinen Jüngern ins Boot und fuhr in das Gebiet von Dalmanuta.

Zweiter Brotvermehrungsbericht

Der zweite Brotvermehrungsbericht weicht in Einzelheiten vom ersten (Mk 6,34–44) ab. Der Bericht war den ersten Christen wichtig wegen seiner eucharistischen Zeichenhaftigkeit. Eventuell handelt es sich nur um eine separate, Markus vorliegende, Überlieferung desselben Geschehens, das in den frühen Gemeinden gern weiter erzählt wurde. Diese Speisung erfolgt in der Dekapolis, also in einer griechisch sprechenden Umwelt. Jesus nimmt sich um Nicht–Juden an, über das Notwendige hinaus. Diese Gemeinden berichten von „sieben“ Körben, die übrig bleiben. Die Siebenzahl bezeichnet in ihrer Kultur die Fülle, während die Judenchristen mit „zwölf“ an alle Stämme Israels erinnern.

Fürbitten

Herr Jesus Christus, du hast Mitleid mit den Menschen:

  • Wecke unter den Christen des Westens die Solidarität mit den armen Völkern.
  • Mache Behörden und Volk aufmerksam auf versteckte Armut in unserem Land.
  • Lass uns mit wachem Herzen am Dankgebet der Eucharistiefeier teilnehmen.
  • Nimm unsere Verstorbenen auf beim himmlischen Hochzeitsmahl.

Barmherziger Gott, du lädst uns ein zum Tisch des Wortes und zum Tisch des Sakramentes, den dein Sohn uns bereitet. Wir preisen dich dafür jetzt und in Ewigkeit.

Schlussgebet

Barmherziger Gott, beim Gedenken an die selige Jungfrau Maria hast du uns mit dem Brot des Himmels gestärkt. Lass uns einst mit Maria und allen Heiligen teilnehmen am Mahl des ewigen Lebens. Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.

 
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