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Gotteswort

15. Juni 2018


Freitag der 10. Woche im Jahreskreis

Wenn Probleme auftauchen, wollen manche dreinfahren, oft mit harten oder einschneidenden Lösungen. Ist das immer der rechte Weg? In der ersten Lesung muss eine Prophet erfahren, dass Gott auf sanften Sohlen kommt. Im Evangelium wird zwar in grundsätzlichen Fragen eine klare Linie gefordert, doch darf nicht neues Unrecht geschaffen werden.

Hl. Vitus (Veit) (g)

Märtyrer in Sizilien

Vitus erlitt in Sizilien den Martertod, wohl unter Diokletian. Reliquien von ihm werden u. a. im Prager Veitsdom aufbewahrt.

Kyrie

Christus, auf lehrst uns, Gott mit dem Vaternamen anzusprechen. Herr, erbarme dich.
Du hast in der Einsamkeit gebetet. Herr, erbarme dich.
Du bist das Vorbild der Treue. Herr, erbarme dich.

Tagesgebet

Gott, du unsere Hoffnung und unsere Kraft, ohne dich vermögen wir nichts. Steh uns mit deiner Gnade bei, damit wir denken, reden und tun, was dir gefällt. Darum bitten wir durch Jesus Christus. deinen Sohn, unseren Herrn und Gott, der in der Einheit des Heiligen Geistes mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit

1. Lesung

1 Kön 19,9a.11–16

Gotteserfahrung – neue Aufträge

Elija kam zum Gottesberg Horeb. Dort ging er in eine Höhle, um darin zu übernachten. Doch das Wort des Herrn erging an ihn:

Komm heraus und stell dich auf den Berg vor den Herrn! Da zog der Herr vorüber: Ein starker, heftiger Sturm, der die Berge zerriss und die Felsen zerbrach, ging dem Herrn voraus. Doch der Herr war nicht im Sturm. Nach dem Sturm kam ein Erdbeben. Doch der Herr war nicht im Erdbeben. Nach dem Beben kam ein Feuer. Doch der Herr war nicht im Feuer. Nach dem Feuer kam ein sanftes, leises Säuseln. Als Elija es hörte, hüllte er sein Gesicht in den Mantel, trat hinaus und stellte sich an den Eingang der Höhle.

Da vernahm er eine Stimme, die ihm zurief: Was willst du hier, Elija? Er antwortete: Mit Leidenschaft bin ich für den Herrn, den Gott der Heere, eingetreten, weil die Israeliten deinen Bund verlassen, deine Altäre zerstört und deine Propheten mit dem Schwert getötet haben. Ich allein bin übrig geblieben und nun trachten sie auch mir nach dem Leben. Der Herr antwortete ihm: Geh deinen Weg durch die Wüste zurück und begib dich nach Damaskus! Bist du dort angekommen, salbe Hasaël zum König über Aram! Jehu, den Sohn Nimschis, sollst du zum König von Israel salben und Elischa, den Sohn Schafats aus Abel–Mehola, salbe zum Propheten an deiner Stelle.

Gott erfahrbar im Schweigen

Elija hatte für Gott geeifert. Ohne die Sünde von den Sündern zu unterscheiden, hatte er die Baalspriester abschlachten lassen. Nun ist er auf der Flucht vor der Rache einer Königin. Er muss sich die Frage stellen, wer Gott wirklich ist. Elija macht nun eine für ihn neue Gotteserfahrung: Gott ist nicht ein Sturm- und Wettergott, wie ihn die Heiden sich vorstellen. Während ein leichter Lufthauch säuselt, geht Elija auf, dass Gott im Schweigen, in der Armut und in der Schwachheit erfahrbar ist. Elija ist perplex ist, aber Gott schickt ihn mit einem neuen Auftrag auf den Weg. (Frisque, Schott)

Antwortspalm

Psalm 27,7–9.13–14


R: Dein Angesicht, Herr, will ich suchen.


Vernimm, o Herr, mein lautes Rufen;
sei mir gnädig und erhöre mich!
Mein Herz denkt an dein Wort:
«Sucht mein Angesicht!»
Dein Angesicht, Herr, will ich suchen.

Verbirg nicht dein Gesicht vor mir;
weise deinen Knecht im Zorn nicht ab!
Du wurdest meine Hilfe.
Verstoss mich nicht, verlass mich nicht,
du Gott meines Heiles!

Ich aber bin gewiss, zu schauen
die Güte des Herrn im Land der Lebenden.
Hoffe auf den Herrn und sei stark!
Hab festen Mut und hoffe auf den Herrn!

Ruf vor dem Evangelium

Halleluja. Halleluja. Haltet fest am Wort Christi, dann leuchtet ihr als Lichter in der Welt Halleluja.

Evangelium

Mt 5,27–32

Von Ehebruch und Ehescheidung

Jesus sprach zu seinen Jüngern: Ihr habt gehört, dass gesagt worden ist: Du sollst nicht die Ehe brechen. Ich aber sage euch: Wer eine Frau auch nur lüstern ansieht, hat in seinem Herzen schon Ehebruch mit ihr begangen. Wenn dich dein rechtes Auge zum Bösen verführt, dann reiss es aus und wirf es weg! Denn es ist besser für dich, dass eines deiner Glieder verloren geht, als dass dein ganzer Leib in die Hölle geworfen wird. Und wenn dich deine rechte Hand zum Bösen verführt, dann hau sie ab und wirf sie weg! Denn es ist besser für dich, dass eines deiner Glieder verloren geht, als dass dein ganzer Leib in die Hölle kommt.

Ferner ist gesagt worden: Wer seine Frau aus der Ehe entlässt, muss ihr eine Scheidungsurkunde geben. Ich aber sage euch: Wer seine Frau entlässt, obwohl kein Fall von Unzucht vorliegt, liefert sie dem Ehebruch aus; und wer eine Frau heiratet, die aus der Ehe entlassen worden ist, begeht Ehebruch.

Unauflöslichkeit der Ehe

Im Anschluss an die Bergpredigt betont Jesus den Vorrang der innern Gesinnung der Liebe vor einer bloss äusseren Sorge um die Einhaltung von Gesetzen. Dies gilt auch für das Verhalten von Eheleuten. Schon wenn Verheiratete sich in Gedanken an andere „heranmachen“, um sie aus ihrer bisherigen ehelichen Bindung herauszulocken, ist dies die Sünde des Ehebruchs. Weil Gott seine Treue nicht zurücknimmt und weil die Dynamik der ehelichen Liebe nicht abgebrochen werden darf, lässt Jesus nicht zu, dass Ausnahmen von der prophetisch stark betonten Unauflöslichkeit der Ehe gesetzlich verankert werden. Die Redaktion von Vers 32 zeigt aber, dass im konkreten Fall einer auswegslosen Situation, Barmherzigkeit geübt wird. – Auch wer „Ärgernis“ gibt, versucht den klaren Blick eines andern so zu trüben, dass er vom geraden Weg zum Ziel abweicht. (Limbeck, Frisque)

Fürbitten

Christus, durch dich erfahren wir die Barmherzigkeit Gottes. Wir bitten dich:

  • Für das christliche Volk: Erneuere und erhalte seine Treue zu Gottes Gebot.
  • Für die Familien und Schulen: Öffne ihnen gute Wege für die Erziehung der Jugend
  • Für Eheleute, die einen schweren Weg gehen: Stärke ihren guten Willen.
  • Für uns selber: Gib, dass wir Gott in der Stille erfahren dürfen.

Himmlischer Vater, schenke den Eheleuten und denen, die um des Himmelreiches willen ehelos leben, ein aufrichtiges und treues Herz. So bitten wir im Heiligen Geist, durch Christus, unsern Herrn.

Schlussgebet

Barmherziger Gott, die heilende Kraft dieses Sakramentes befreie uns von allem verkehrten Streben und führe uns auf den rechten Weg. Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.

 
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