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Gotteswort

14. Februar 2019


Hl. Cyrill (Konstantin) und hl. Methodius (F)

Mönch, Glaubensboten bei den Slaven, Schutzpatrone Europas

Cyrill und Methodius waren Brüder. Sie stammten aus der griechischen Hafenstadt Thesslonich, waren hochgebildet und kannten auch die slawische Sprache. Der oströmische Kaiser sandte sie zum Missionswerk unter die Slawen, für welche nun eine slawisch–liturgische Sprache und das „kyrillische“ Alphabet geschaffen wurden. – Mit Glaubensboten der lateinischen Kirche ergaben sich ernste Schwierigkeiten. Der Papst nahm die beiden Brüder in Rom ehrenvoll auf und autorisierte ihr Vorgehen. Cyrill jedoch erkrankte und starb am 14. Febr. 869. Er wurde in der Basilica S. Clemente beigesetzt. Der Papst machte Methodius zum Erzbischof für die Slawen. Er hatte zunächst grosse Schwierigkeiten (die Lesung aus der Apg spielt darauf an) mit den deutschen Bischöfen, die ihn in Klöstern festhielten (er besuchte auch St. Gallen), bevor er sein Missionswerk fortsetzten konnte. Methodius starb am 6. Aug. 885 zu Velehrad.

Cyrill und Methodius haben die Frohbotschaft unter den slawischen Völkern verkündet. Ihre Mission auf einem neuen Arbeitsfeld war schwierig und stiess zudem auf den Widerstand von Bischöfen, die den Gottesdienst in slawischer Sprache nicht zulassen wollten und die eigene Zuständigkeit verletzt fühlten.

Kyrie

Christus, du bist das Licht für die Völker. Herr, erbarme dich.
Du sendest Arbeiter in die Ernte. Christus, erbarme dich.
Deine Jünger verkünden das Evangelium vom Frieden. Herr, erbarme dich.

Tagesgebet

Gott, du Heil aller Menschen, du hast durch die Brüder Cyrill und Methodius den slawischen Völkern das Licht deiner Wahrheit geschenkt. Gib, dass wir deine Lehre mit bereitem Herzen aufnehmen und zu einem Volk werden, das im wahren Glauben und im rechten Bekenntnis geeint ist. Darum bitten wir durch Jesus Christus, deinen Sohn, unsern Herrn und Gott, der in der Einheit des Heiligen Geistes mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit.

1. Lesung

Apg 13,46–49

Die Verkündigung stösst auf Widerstand

Paulus und Barnabas erklärten den Juden freimütig: Euch musste das Wort Gottes zuerst verkündet werden. Da ihr es aber zurückstosst und euch des ewigen Lebens unwürdig zeigt, wenden wir uns jetzt an die Heiden. Denn so hat uns der Herr aufgetragen:

Ich habe dich zum Licht für die Völker gemacht, bis an das Ende der Erde sollst du das Heil sein.

Als die Heiden das hörten, freuten sie sich und priesen das Wort des Herrn; und alle wurden gläubig, die für das ewige Leben bestimmt waren.
Das Wort des Herrn aber verbreitete sich in der ganzen Gegend.

Unnötige Grenzen überschreiten

Paulus und Barnabas haben das Evangelium zuerst unter den Juden verkündet. Sie stiessen auf Widerstand. Nun wenden sie sich entschlossen der Evangelisierung der Heiden zu. So bringen sie Freude, und viele finden zum Glauben an Christus und das ewige Leben, während die jüdischen Volksgenossen des Paulus diesen neuen Weg nicht gelten lassen. – Die Lesung wurde für den Tag der Slawenapostel ausgewählt, weil diese gebildeten Griechen den Gottesdienst in slawischer Sprache feierten. Diese Überschreitung der Sprachgrenze stiess auf Widerstand, auch wenn der damalige Papst den Gebrauch dieser Volkssprache erlaubte.

Antwortspalm

Psalm 117


R: Geht hinaus in die ganze Welt, und verkündet allen das Evangelium!


Lobet den Herrn, alle Völker,
preist ihn, alle Nationen!

Denn mächtig waltet über uns seine Huld,
die Treue des Herrn währt in Ewigkeit.

Ruf vor dem Evangelium

Halleluja. Halleluja. Der Herr hat mich gesandt, den Armen die Frohe Botschaft zu bringen und den Gefangenen die Freiheit zu verkünden. Halleluja!

Evangelium

Lk 10.1–9

Die Aussendung der Jünger

In jener Zeit suchte der Herr zweiundsiebzig andere Jünger aus und sandte sie zu zweit voraus in alle Städte und Ortschaften, in die er selbst gehen wollte.

Er sagte zu ihnen: Die Ernte ist gross, aber es gibt nur wenig Arbeiter. Bittet also den Herrn der Ernte, Arbeiter für seine Ernte auszusenden.

Geht! Ich sende euch wie Schafe mitten unter die Wölfe. Nehmt keinen Geldbeutel mit, keine Vorratstasche und keine Schuhe! Grüsst niemand unterwegs! Wenn ihr in ein Haus kommt, so sagt als erstes: Friede diesem Haus! Und wenn dort ein Mann des Friedens wohnt, wird der Friede, den ihr ihm wünscht, auf ihm ruhen; andernfalls wird er zu euch zurückkehren. Bleibt in diesem Haus, esst und trinkt, was man euch anbietet; denn wer arbeitet, hat ein Recht auf seinen Lohn. Zieht nicht von einem Haus in ein anderes!

Wenn ihr in eine Stadt kommt und man euch aufnimmt, so esst, was man euch vorsetzt. Heilt die Kranken, die dort sind, und sagt den Leuten: Das Reich Gottes ist euch nahe.

Die Aussendung der Jünger

Jesus sendet die Jünger aus, denn die Verkündigung des Evangeliums ist dringlich. Sie erfordert Arbeiter, die zusammenarbeiten können. Eine grosse Ernte steht an. Jesus will nicht, dass die Jünger gewaltsam missionieren (wie Wölfe einbrechen). Er rüstet sie nicht mit materiellen Mitteln aus. Sie sollen als Wandermissionare mit der Gastfreundschaft guter Menschen rechnen. Sie dürfen den Menschen Heil und Segen für Leib und Seele bringen.

Fürbitten

Herr Jesus Christus, du willst Arbeiter in deine Ernte senden:

  • Hilf den Verkündern des Evangeliums, heute das rechte Wort zu finden.
  • Schenke Frieden zwischen den Völkerschaften des Balkans.
  • Segne die Bemühungen um Frieden zwischen der katholischen und den orthodoxen Kirchen.
  • Gib uns selber die Gnade, die heiligen Geheimnisse würdig zu feiern.

Barmherziger Gott, du hast deinen Sohn gesandt als Heiland aller Völker. Am Gedenktag der Slawenapostel Cyrill und Methodius preisen wir dich, der du lebst und herrschest in alle Ewigkeit.

Schlussgebet

Ewiger Gott, schenke uns neues Leben und neue Glaubensfreude durch das Sakrament, das wir am Fest der Heiligen Cyrill und Methodius empfangen haben, damit wir nach ihrem Vorbild deine Botschaft mutig verkünden. Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.

 
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