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Gotteswort

14. Januar 2019


Montag der 1. Woche im Jahreskreis

Heute beginnt die Lesung von Abschnitten aus dem Hebräerbrief und aus dem Markusevangelium. – Der sog. „Hebräerbrief“ ist eine um 85–95 im paulinischen Geist verfasste Mahnschrift an Christen der dritten Generation. Nach der Aufbruchsstimmung der vorhergehenden Generationen scheinen sich jetzt Abnutzungserscheinungen und ein Erkalten des Glaubenslebens eingestellt zu haben. Der Verfasser ruft die Christen zu Mut und Ausdauer auf. Er betont die einzigartige und zentrale Bedeutung des Christusgeheimnisses. – Das Markusevangelium ist das älteste der Evangelien, geschrieben um 70 in Rom.Verfasser ist Markus aus Jerusalem, der Sohn einer Maria, in deren Haus sich die Urgemeinde versammelte. Markus war ein Mitarbeiter des Paulus und später des Petrus. Er schreibt für Heiden und Heidenchristen, die dem Weg Jesu folgen sollen bis sie im Gekreuzigten den Sohn Gottes erkennen.

Kyrie

Christus, Du verkündest das Evangelium. Herr, erbarme dich.
Du bist der Abglanz der Herrlichkeit des Vaters. Christus, erbarme dich.
Du bist der Sohn Gottes. Herr, erbarme dich.

Tagesgebet

Herr, unser Gott, wir haben uns im Namen deines Sohnes versammelt und rufen zu dir: Erhöre die Bitten deines Volkes, mach uns hellhörig für unseren Auftrag in dieser Zeit und gib uns die Kraft, ihn zu erfüllen. Darum bitten wir durch Jesus Christus, deinen Sohn, unsern Herrn und Gott, der in der Einheit des Heiligen Geistes mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit.

1. Lesung

Hebr 1,1–6

Die einzigartige Stellung Christi

Viele Male und auf vielerlei Weise hat Gott einst zu den Vätern gesprochen durch die Propheten; in dieser Endzeit aber hat er zu uns gesprochen durch den Sohn, den er zum Erben des Alls eingesetzt und durch den er auch die Welt erschaffen hat; er ist der Abglanz seiner Herrlichkeit und das Abbild seines Wesens; er trägt das All durch sein machtvolles Wort, hat die Reinigung von den Sünden bewirkt und sich dann zur Rechten der Majestät in der Höhe gesetzt; er ist um so viel erhabener geworden als die Engel, wie der Name, den er geerbt hat, ihren Namen überragt.

Denn zu welchem Engel hat er jemals gesagt: Mein Sohn bist du, heute habe ich dich gezeugt, und weiter: Ich will für ihn Vater sein, und er wird für mich Sohn sein? Wenn er aber den Erstgeborenen wieder in die Welt einführt, sagt er: Alle Engel Gottes sollen sich vor ihm niederwerfen.

Die Einzigartigkeit des Christusgeheimnisses

Das Vorwort ist kunstvoll gestaltet und stellt, auch mit den anschliessenden Zitaten, dar, dass Jesus als wahrer Sohn Gottes die alttestamentliche Prophetie und die Mittlerfunktion der Engel weit übertrifft. Damals hielten viele die Engel für die Lenker der Gestirne und der Geschichte. Heute schreiben viele dem Fortschritt, der Wissenschaft, der Technik oder der medialen Kultur eine solche Funktion zu. Der Verfasser hebt hervor, dass die Mittlerfunktion Christi unvergleichlich grösser ist, weil er den Menschen den Zugang zu Gott, dem Vater, vermittelt.

Antwortspalm

Psalm 97,1–2.6–7.9.12


R: Alle Engel sollen sich niederwerfen vor ihm.


Der Herr ist König. Die Erde frohlocke.
Freuen sollen sich die vielen Inseln.
Rings um ihn her sind Wolken und Dunkel,
Gerechtigkeit und Recht
sind die Stützen seines Throns.

Seine Gerechtigkeit verkünden die Himmel,
seine Herrlichkeit schauen alle Völker.
Alle, die Bildern dienen, werden zuschanden,
alle, die sich der Götzen rühmen.
Vor ihm werfen sich alle Götter nieder.

Denn du, Herr,
bist der Höchste über der ganzen Erde,
hoch erhaben über alle Götter.
Ihr Gerechten, freut euch am Herrn
und lobt seinen heiligen Namen!

Ruf vor dem Evangelium

Halleluja. Halleluja. Rede, Herr, dein Diener hört. Du hast Worte des ewigen Lebens. Halleluja.

Evangelium

Mk 1,14–20

Erstes Wirken Jesu in Galiläa – Erste Jünger

Nachdem man Johannes ins Gefängnis geworfen hatte, ging Jesus wieder nach Galiläa; er verkündete das Evangelium Gottes und sprach: Die Zeit ist erfüllt, das Reich Gottes ist nahe. Kehrt um, und glaubt an das Evangelium!

Als Jesus am See von Galiläa entlangging, sah er Simon und Andreas, den Bruder des Simon, die auf dem See ihr Netz auswarfen; sie waren nämlich Fischer. Da sagte er zu ihnen: Kommt her, folgt mir nach! Ich werde euch zu Menschenfischern machen. Sogleich liessen sie ihre Netze liegen und folgten ihm. Als er ein Stück weiterging, sah er Jakobus, den Sohn des Zebedäus, und seinen Bruder Johannes; sie waren im Boot und richteten ihre Netze her. Sofort rief er sie und sie liessen ihren Vater Zebedäus mit seinen Tagelöhnern im Boot zurück und folgten Jesus nach.

Das Programm Jesu

Bei seinem ersten öffentlichen Auftreten verkündet Jesus sein Programm. Er bringt eine Frohbotschaft. Mit seinem Auftreten beginnt eine neu Zeit, ja die Fülle der Zeit. Es gilt jetzt einen neuen Weg einzuschlagen („Bekehrt euch!“) und ihm zu glauben. Während die Rabbiner in einem Lehrhaus Schüler versammelten, ruft Jesus Jünger, die ihm auf seinen Wegen zu den Menschen folgen sollen.

Fürbitten

Herr Jesus Christus, du hast die Frohbotschaft vom Reich verkündet:

  • Stärke die Kirche durch das Evangelium von deiner göttlichen Sendung.
  • Rufe auch heute Frauen und Männer in den Ordensstand und zum Priestertum.
  • Bewahre unsere Zeitgenossen vor einer Vergötzung der heutigen Kultur.
  • Führe uns und unsere Angehörigen in das Reich deines Vaters.

Barmherziger Gott, in deinem Sohn schenkst du uns die Fülle deiner Güte. Wir danken dir und preisen dich durch Christus, unsern Herrn.

Schlussgebet

Allmächtiger Gott, durch dein Wort und dein Sakrament haben wir neue Kraft empfangen. Gib, dass wir im Leben dir und den Menschen dienen und dein Gefallen finden. Darum bitten wir, durch Christus, unseren Herrn.

 
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