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Gotteswort

13. Januar 2018


Samstag der 1. Woche im Jahreskreis

Beide Lesungen dieses Tages sprechen, wenn auch unterschiedlich, von einer unerwarteten Berufung. Gott wählt sich den jungen Saul aus. Er soll König Israels werden. Jesus wählt einen der verachteten Zöllner aus. Er soll ihm nachfolgen.

Hl. Hilarius (g)

Bischof von Poitiers, Kirchenlehrer

Hilarius arbeitete im Verwaltungsdienst und empfing dann die Taufe. 350 wurde er Bischof von Poitiers. Als Gegner des Arianismus wurde er nach Phrygien verbannt. Als Schriftsteller lieferte er die erste Gesamtdarstellung über die biblische Lehre von Gott und seinem Sohn. Um ihn bildete sich die erste klösterliche Gemeinschaft Galliens. + 367.

Kyrie

Christus, du erwählst, wen du willst. Herr, erbarme dich.
Du hast Sünder berufen. Christus, erbarme dich.
Du kamst als Heiland der Kranken und der Sünder. Herr, erbarme dich.

Tagesgebet

Allmächtiger Gott, wir gedenken der seligen Jungfrau Maria, die du aus allen Menschen erwählt und geheiligt hast. Höre auf ihre Fürsprache und schenke auch uns Heil und Segen aus der Fülle deiner Gnade. Darum bitten wir durch Jesus Christus, deinen Sohn, unsern Herrn und Gott, der in der Einheit des Heiligen Geistes mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit.

1. Lesung

1 Sam 9, 1–4.17–19; 10, 1a

Saul wird König

Damals lebte in Benjamin ein Mann namens Kisch, ein Sohn Abiëls, des Sohnes Zerors, des Sohnes Bechorats, des Sohnes Afiachs, ein wohlhabender Benjaminiter. Er hatte einen Sohn namens Saul, der jung und schön war; kein anderer unter den Israeliten war so schön wie er; er überragte alle um Haupteslänge.

Eines Tages verliefen sich die Eselinnen von Sauls Vater Kisch. Da sagte Kisch zu seinem Sohn Saul: Nimm einen von den Knechten, mach dich mit ihm auf den Weg, und such die Eselinnen! Sie durchquerten das Gebirge Efraim und durchstreiften das Gebiet von Schalischa, fanden sie aber nicht. Sie zogen durch das Gebiet von Schaalim – ohne Erfolg; dann durchwanderten sie das Land Jemini, fanden sie aber wieder nicht.

Als Samuel Saul sah, sagte der Herr zu ihm: Das ist der Mann, von dem ich dir gesagt habe: Der wird über mein Volk herrschen.

Saul trat mitten im Tor zu Samuel und fragte: Sag mir doch, wo das Haus des Sehers ist. Samuel antwortete Saul: Ich bin der Seher. Geh vor mir her zur Kulthöhe hinauf! Ihr sollt heute mit mir essen. Morgen früh will ich dich dann weiterziehen lassen. Ich werde dir Auskunft über alles geben, was du auf dem Herzen hast.

Da nahm Samuel den Ölkrug und goss Saul das Öl auf das Haupt, küsste ihn und sagte: Hiermit hat der Herr dich zum Fürsten über sein Erbe gesalbt.

Ein gesalbter König

Das Volk Israel hat einen König gewünscht. Gott lässt das zu. Doch Gott wird sein Volk weiterhin führen, nun durch den König, der seine Sendung von Gott hat. Letztlich darf eigentlich kein Mensch über Seinesgleichen herrschen wollen. Der König wird als ein Instrument Gottes gesehen, dem es am Wohl seines Volkes liegt. Später wird Israel ohne einen König als Volk Gottes bestehen. Es wir sich aber nach einem messianischen König sehnen.

Antwortspalm

Psalm 21,2–7


R: An deiner Macht, o Herr, wie freut sich der König.


An deiner Macht, Herr, freut sich der König;
über deine Hilfe, wie jubelt er laut!
Du hast ihm den Wunsch seines Herzens erfüllt,
ihm nicht versagt, was seine Lippen begehrten.

Du kamst ihm entgegen mit Segen und Glück,
du kröntest ihn mit einer goldenen Krone.
Leben erbat er von dir, du gabst es ihm,
viele Tage, für immer und ewig.

Gross ist sein Ruhm durch deine Hilfe,
du hast ihn bekleidet mit Hoheit und Pracht.
Du machst ihn zum Segen für immer;
wenn du ihn anblickst,
schenkst du ihm grosse Freude.

Ruf vor dem Evangelium

Halleluja. Halleluja. Der Herr hat mich gesandt, den Armen die Frohbotschaft zu bringen und den Gefangenen die Freiheitverkünden. Halleluja.

Evangelium

Mk 2,13–17

Die Berufung des Levi und das Mahl mit den Zöllnern

Jesus ging wieder hinaus an den See. Da kamen Scharen von Menschen zu ihm und er lehrte sie.
Als er weiterging, sah er Levi, den Sohn des Alphäus, am Zoll sitzen und sagte zu ihm: Folge mir nach! Da stand Levi auf und folgte ihm.

Und als Jesus in seinem Haus beim Essen war, assen viele Zöllner und Sünder zusammen mit ihm und seinen Jüngern; denn es folgten ihm schon viele.

Als die Schriftgelehrten, die zur Partei der Pharisäer gehörten, sahen, dass er mit Zöllnern und Sündern ass, sagten sie zu seinen Jüngern: Wie kann er zusammen mit Zöllnern und Sündern essen?

Jesus hörte es und sagte zu ihnen: Nicht die Gesunden brauchen den Arzt, sondern die Kranken. Ich bin gekommen, um die Sünder zu rufen, nicht die Gerechten.

Jesus grenzt niemand aus.

Jesus hat einem Sünder verziehen (gestriges Evangelium). Es gilt aber, Personen die gesellschaftlich ausgegrenzt waren, voll in die menschliche Gemeinschaft aufzunehmen. Dies zeigt Jesus indem er den Zöllner Levi (Matthäus) in seinen engsten Jüngerkreis beruft und dies bei einem Mahl. Die Pharisäer meiden die Tischgemeinschaft mit Vertretern fraglicher Berufe, um so das Böse möglichst von sich fern zu halten. Jesus dagegen erweist Zuwendung und Güte, damit die „Kranken“ Vertrauen finden und aus ihrer Situation herausfinden. Gottes Welt steht für alle offen.

Fürbitten

Christus, du hast gesagt „Nicht die Gesunden brauchen den Arzt, sondern die Kranken:

  • Sei allen nahe, die krank sind oder von Mitmenschen ausgegrenzt werden.
  • Hilf den Autoritäten, ihre Aufgabe in Verantwortung vor Gott zu erfüllen.
  • Wecke in der Kirche Berufungen zu deinem besonderen Dienst.
  • Bewahre uns selber vor aller Überheblichkeit im Umgang mit andern.

Herr, unser Gott, es schreckt uns, wie Menschen über andere urteilen und sie behandeln. So bitten wir, dass Du uns Beistand bist, im Heiligen Geist, durch Christus, unsern Herrn.

Schlussgebet

Gütiger Gott, beim Gedenken an die selige Jungfrau Maria haben wir das heilige Sakrament empfangen. Hilf uns, nach dem Beispiel ihres Glaubens und ihrer Liebe so zu leben, dass auch wir dem Werk der Erlösung dienen. Darum bitten wir durch Christus, unsern Herrn.