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Gotteswort

12. November 2018


Montag der 32. Woche im Jahreskreis

Heute beginnt die Lesung des Titusbriefes. Er zählt, wie die Timotheusbriefe, zu den sog. „Pastoralbriefen“. Der Autor spricht mit der Autorität des Paulus, auch wenn der Apostel bereits gestorben ist. In diesen Briefen tritt der Gedanke an die nahe Wiederkunft Christi in den Hintergrund. Schwierigkeiten gibt es nun nicht mehr mit den Judenchristen, sondern mit Vertretern der sog. höheren „Gnosis“ oder „Erkenntnis“. Gewisse religiöse Zirkel hielten nämlich die Annahme, dass der „Eine“, der ewige Gott, die Welt selber geschaffen oder gar Mensch geworden und am Kreuz gestorben sei, höchstens annehmbar für einen allzu simplen Volksglauben. Sich selber hielten sie für „erleuchtet“, wenn sie sagten, der jenseitige Gott habe durch Zwischenwesen („Mächte und Gewalten“) die Welt geschaffen, und Jesus sei nur dem Schein nach (Wunder!) Gott gewesen.

Hl. Josaphat (G)

Bischof von Polozk in Weissrussland, Märtyrer

Josaphat Kunzewitsch, ein orthodoxer Weissrusse, trat der mit Rom unierten ruthenisch–orthodoxen Kirche bei, wurde Basilianermönch und Priester, dann Erzbischof von Polosk. Er bemühte sich um die Erneuerung und Ausbreitung seiner Kirche. Auf einer Visitationsreise wurde er erschlagen. + 1623.

Kyrie

Christus, du bist Gottes Wort. Herr, erbarme dich.
Du bist unsere Hoffnung auf das ewige Leben. Christus erbarme dich.
Du stärkst unseren Glauben. Herr, erbarme dich.

Tagesgebet

Gott, du Vater aller Gläubigen, von deinem Geist erfüllt, hat der Märtyrerbischof Josaphat für das ihm anvertraute Volk sein Leben dahingegeben. Auf seine Fürsprache gib auch uns den Geist der Liebe, damit wir bereit sind, unser Leben ganz für unsere Brüder einzusetzen. Darum bitten wir durch Jesus Christus.

1. Lesung

Tit 1,1–9

Einleitung – Einsetzung geeigneter Vorsteher

Paulus, Knecht Gottes und Apostel Jesu Christi, berufen, um die Auserwählten Gottes zum Glauben und zur Erkenntnis der wahren Gottesverehrung zu führen, in der Hoffnung auf das ewige Leben, das der wahrhaftige Gott schon vor ewigen Zeiten verheissen hat; jetzt aber hat er zur vorherbestimmten Zeit sein Wort offenbart in der Verkündigung, die mir durch den Auftrag Gottes, unseres Retters, anvertraut ist.

An Titus, seinen echten Sohn aufgrund des gemeinsamen Glaubens: Gnade und Friede von Gott, dem Vater, und Christus Jesus, unserem Retter.

Ich habe dich in Kreta deswegen zurückgelassen, damit du das, was noch zu tun ist, zu Ende führst und in den einzelnen Städten Älteste einsetzt, wie ich dir aufgetragen habe.

Ein Ältester soll unbescholten und nur einmal verheiratet sein. Seine Kinder sollen gläubig sein; man soll ihnen nicht nachsagen können, sie seien liederlich und ungehorsam. Denn ein Bischof muss unbescholten sein, weil er das Haus Gottes verwaltet; er darf nicht überheblich und jähzornig sein, kein Trinker, nicht gewalttätig oder habgierig

Er soll vielmehr das Gute lieben, er soll gastfreundlich sein, besonnen, gerecht, fromm und beherrscht. Er muss ein Mann sein, der sich an das wahre Wort der Lehre hält; dann kann er mit der gesunden Lehre die Gemeinde ermahnen und die Gegner widerlegen.

Feste Strukturen der Gemeinde

Die Kirche muss ihre geschichtliche Existenz strukturieren, da Christus nicht unmittelbar zurückkehrt. Titus erhält den Auftrag, in den Gemeinden Älteste (wohl ein Kollegium nach jüdischer Praxis) einzusetzen. Sie erhalten ihren Auftrag nicht von der „Basis“ her (in der gnostische Meinungen zirkulierten); denn es geht darum, den von den Aposteln überlieferten Glauben (das „Wort“; die „gesunde Lehre“) unverfälscht zu verkünden.

Antwortspalm

Psalm 24,1–6


R: Dein Angesicht suchen wir, Herr, unser Gott.


Dem Herrn gehört die Erde und was sie erfüllt,
der Erdkreis und seine Bewohner.
Denn er hat ihn auf Meere gegründet,
ihn über Strömen befestigt.

Wer darf hinaufziehn zum Berg des Herrn,
wer darf stehn an seiner heiligen Stätte?
Der reine Hände hat und ein lauteres Herz,
der nicht betrügt und keinen Meineid schwört.

Er wird Segen empfangen vom Herrn
und Heil von Gott, seinem Helfer.
Das sind die Menschen, die nach ihm fragen,
die dein Antlitz suchen, Gott Jakobs.

Ruf vor dem Evangelium

Halleluja. Halleluja. Haltet fest am Worte Christi, dann leuchtet ihr als Lichter in der Welt. Halleluja.

Evangelium

Lk 17,1–6

Warnung – Vergeben – Glauben

Jesus sagte zu seinen Jüngern: Es ist unvermeidlich, dass Verführungen kommen. Aber wehe dem, der sie verschuldet. Es wäre besser für ihn, man würde ihn mit einem Mühlstein um den Hals ins Meer werfen, als dass er einen von diesen Kleinen zum Bösen verführt.

Seht euch vor! Wenn dein Bruder sündigt, weise ihn zurecht; und wenn er sich ändert, vergib ihm.
Und wenn er sich siebenmal am Tag gegen dich versündigt und siebenmal wieder zu dir kommt und sagt: Ich will mich ändern!, so sollst du ihm vergeben.

Die Apostel baten den Herrn: Stärke unseren Glauben!

Der Herr erwiderte: Wenn euer Glaube auch nur so gross wäre wie ein Senfkorn, würdet ihr zu dem Maulbeerbaum hier sagen: Heb dich samt deinen Wurzeln aus dem Boden und verpflanz dich ins Meer!, und er würde euch gehorchen.

Wie glauben?

Jesus nennt einige Eigenschaften des Glaubens: 1. Es gilt, die „Kleinen“ nicht zu verachten, die nicht alle Feinheiten der Lehre kennen, aber vielleicht tiefer im Glauben verwurzelt sind als Besserwisser. 2. Fehlenden Glaubensgenossen (sie werden „Brüder“ genannt) ist immer wieder zu vergeben. 3. Ein von Gottvertrauen getragener Glauben ist stärker als wir uns vorstellen können.

Fürbitten

Christus Jesus, unser Retter. Wir bitten dich:

  • Für die Bischöfe und die Priester: Stärke ihren Glauben.
  • Für alle, die an deiner Liebe zweifeln: Stärke ihren Glauben.
  • Für alle, die unter Missständen in der Kirche leiden: Stärke ihren Glauben.
  • Für uns selber: Stärke unseren Glauben.

Barmherziger Gott. Unser Leben liegt in deiner Hand. Schenke allen Lebenden und Verstorbenen deine Gnade und deine Liebe. Im Heiligen Geist, durch Christus, unseren Herrn.

Schlussgebet

Barmherziger Gott, dein heiliges Mahl schenke uns den Geist der Stärke und des Friedens, damit wir nach dem Vorbild des heiligen Josaphat unser Leben einsetzen für die Ehre und die Einheit der Kirche. Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.

 
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