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Gotteswort

12. Oktober 2018


Freitag der 27. Woche im Jahreskreis

Beide Lesungen heben die zentrale Bedeutung des Christus–Ereignisses heraus. Es gibt viele religiöse Formen und Phänomene. In jeder Religion können Schritte auf Gott hin geschehen. Wer aber an Christus vorbeigeht, läuft an einem unbegreiflichen Gottesgeschenk vorbei. Paulus wurde enttäuscht, weil die Galater den Kern des Glaubens nicht begreifen wollten. Jesus wurde enttäuscht, weil einige sein Heilswirken missdeuteten.

Kyrie

Christus, mit dir kommt das Reich Gottes. Herr, erbarme dich.
Du hast die Macht des Bösen besiegt. Christus, erbarme dich.
Du willst die Menschen zur Einheit führen. Herr, erbarme dich.

Tagesgebet

Allmächtiger, ewiger Gott, in der Menschwerdung deines Sohnes hat alles menschliche Streben nach dir seinen Ursprung und kommt darin zur Vollendung. Lass uns zu Christus gehören, in dem das Heil aller Menschen begründet ist, der in der Einheit des Heiligen Geistes mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit.

1. Lesung

Gal 3,6–14

Der Glaube ist ein Geschenk, nicht eine Leistung.

Von Abraham wird gesagt: Er glaubte Gott, und das wurde ihm als Gerechtigkeit angerechnet. Daran erkennt ihr, dass nur die, die glauben, Abrahams Söhne sind. Und da die Schrift vorhersah, dass Gott die Heiden aufgrund des Glaubens gerecht macht, hat sie dem Abraham im Voraus verkündet: Durch dich sollen alle Völker Segen erlangen. Also gehören alle, die glauben, zu dem glaubenden Abraham und werden wie er gesegnet.

Alle aber, die nach dem Gesetz leben, stehen unter dem Fluch. Denn in der Schrift heisst es: Verflucht ist jeder, der sich nicht an alles hält, was zu tun das Buch des Gesetzes vorschreibt.

Dass durch das Gesetz niemand vor Gott gerecht wird, ist offenkundig; denn: Der aus Glauben Gerechte wird leben. Das Gesetz aber hat nichts mit dem Glauben zu tun, sondern es gilt: Wer die Gebote erfüllt, wird durch sie leben.

Christus hat uns vom Fluch des Gesetzes freigekauft, indem er für uns zum Fluch geworden ist; denn es steht in der Schrift: Verflucht ist jeder, der am Pfahl hängt. Jesus Christus hat uns freigekauft, damit den Heiden durch ihn der Segen Abrahams zuteil wird und wir so aufgrund des Glaubens den verheissenen Geist empfangen.

Nicht auf eigene Leistungen bauen!

Paulus führt aus der Schrift den Beweis, dass die Rettung, zu der nicht nur die Juden, sondern alle Völker berufen sind, nicht durch eigene fromme Leistungen bewerkstelligt, sondern allen Glaubenden von Gott geschenkt wird. Das ist der Abrahamssegen, nach dem in Galatien gefragt wurde. Paulus verweist auf den Glauben Abrahams. Und wieder sagt er den Galatern, dass sie durch den gekreuzigten Christus erlöst wurden, nicht durch das Gesetz, dem ein Fluch anhaftet. – An diesen Fragen entzündeten sich die Kontroversen des Zeitalters der Reformation. Im heutigen Evangelium mahnt Jesus zur Einheit.

Antwortspalm

Psalm 111,1–6


R: Der Herr gedenk seines Bundes in Ewigkeit.


Den Herrn will ich preisen von ganzem Herzen
im Kreis der Frommen, inmitten der Gemeinde.
Gross sind die Werke des Herrn,
kostbar allen, die sich an ihnen freuen.

Er waltet in Hoheit und Pracht,
seine Gerechtigkeit hat Bestand für immer.
Er hat ein Gedächtnis an seine Wunder gestiftet,
der Herr ist gnädig und barmherzig.

Er gibt denen Speise, die ihn fürchten,
an seinen Bund denkt er auf ewig.
Er hat seinem Volk seine machtvollen Taten kundgetan,
um ihm das Erbe der Völker zu geben.

Ruf vor dem Evangelium

Halleluja. Halleluja. Jetzt wird Gericht gehalten über diese Welt; jetzt wird der Herrscher dieser Welt hinausgeworfen werden. Und ich, wenn ich über die Erde erhöht bin, werde alle zu mir ziehen. Halleluja.

Evangelium

Lk 11,14–26

Verteidigungsrede Jesu – Rückkehr der Ungeister

Jesus trieb einen Dämon aus, der stumm war. Als der Dämon den Stummen verlassen hatte, konnte der Mann reden. Alle Leute staunten. Einige von ihnen aber sagten: Mit Hilfe von Beelzebul, dem Anführer der Dämonen, treibt er die Dämonen aus. Andere wollten ihn auf die Probe stellen und forderten von ihm ein Zeichen vom Himmel.

Doch er wusste, was sie dachten, und sagte zu ihnen: Jedes Reich, das in sich gespalten ist, wird veröden und ein Haus ums andere stürzt ein. Wenn also der Satan mit sich selbst im Streit liegt, wie kann sein Reich dann Bestand haben? Ihr sagt doch, dass ich die Dämonen mit Hilfe von Beelzebul austreibe. Wenn ich die Dämonen durch Beelzebul austreibe, durch wen treiben dann eure Anhänger sie aus? Sie selbst also sprechen euch das Urteil. Wenn ich aber die Dämonen durch den Finger Gottes austreibe, dann ist doch das Reich Gottes schon zu euch gekommen. Solange ein bewaffneter starker Mann seinen Hof bewacht, ist sein Besitz sicher; wenn ihn aber ein Stärkerer angreift und besiegt, dann nimmt ihm der Stärkere all seine Waffen weg, auf die er sich verlassen hat, und verteilt die Beute.

Wer nicht für mich ist, der ist gegen mich; wer nicht mit mir sammelt, der zerstreut.

Ein unreiner Geist, der einen Menschen verlassen hat, wandert durch die Wüste und sucht einen Ort, wo er bleiben kann. Wenn er keinen findet, sagt er: Ich will in mein Haus zurückkehren, das ich verlassen habe.

Und wenn er es bei seiner Rückkehr sauber und geschmückt antrifft, dann geht er und holt sieben andere Geister, die noch schlimmer sind als er selbst. Sie ziehen dort ein und lassen sich nieder. So wird es mit diesem Menschen am Ende schlimmer werden als vorher.

Sieg über die Macht des Bösen

Mit dem Kommen von Jesus ist der Satan oder Beelzebul besiegt; die Macht des Ungeistes oder der gottwidrigen Weltmacht ist grundsätzlich gebrochen; die neue Welt Gottes („Reich“) ist angebrochen. Die Menschen dürfen sich freuen über diese Befreiung. Stattdessen diskutieren sie darüber, ob alles mit rechten Dingen zugehe. Jesus warnt: Wenn man sich nicht an ihn hält, können die letzten Dinge schlimmer sein als der ersten.

Fürbitten

Christus, du sammelst die Menschen zur Einheit.

  • Führe die christlichen Konfessionen zur Einheit in der Wahrheit, die du selber bist.
  • Befreie alle, die von Zwängen oder Süchten beherrscht sind.
  • Schenke neues Vertrauen allen, die keinen Ausweg aus ihrer Not sehen.
  • Hilf uns heute, andern ein gutes Wort zu geben.

Herr Jesus Christus, durch dein Kreuz hast du der Welt das Heil gebracht. Die sei Dank und Lobpreis in Ewigkeit.

Schlussgebet

Gott und Vater, du reichst uns das Brot des Lebens und den Kelch der Freude. Gestalte uns nach dem Bild deines Sohnes, der im Sakrament unsere Speise geworden ist. Darum bitten wir durch ihn, Christus, unseren Herrn.

 
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