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Gotteswort

11. August 2018


Samstag der 18. Woche im Jahreskreis

Im Guten oder im Bösen fragen wir manchmal: Wie habe ich das verdient? Das Antworten fällt besonders schwer, wenn jemand von Unglück und Leid betroffen ist. Im Vertrauen auf Gott glauben wir aber, dass es immer eine Wende zum Guten geben kann.

Hl. Klara von Assisi (G)

Jungfrau, Ordensgründerin

Klara, die aus einer vornehmen Familie von Assisi stammte, wurde von Franz von Assisi für das Ideal des armen Lebens gewonnen. Andere Frauen versammelten sich um sie, zuerst bei San Damiano. So entstand der Klarissenorden, der sich rasch ausbreitete. – Ihr Gebet vor dem heiligsten Sakrament soll Assisi vor den Sarazenen bewahrt haben. + 1253.

Kyrie

Christus, du hast Erbarmen mit deinen Söhnen und Töchtern. Herr, erbarme dich.
Du willst deine Jünger zum Glauben führen. Christus, erbarme dich.
Du hast den kranken Sohn eines Vaters geheilt. Herr, erbarme dich.

Tagesgebet

Barmherziger Gott, aus Liebe zu dir hat die heilige Klara ein Leben der Armut geführt. Hilf uns auf ihre Fürsprache, dass wir unsere Wünsche mässigen und mit ganzer Hingabe Christus nachfolgen, damit wir im Himmel dich, unser höchstes Gut schauen dürfen. Darum bitten wir durch Jesus Christus.

1. Lesung

Hab 1,12–2,4

Das Unrecht und die kommende Wende

Herr, bist nicht du von Ewigkeit her mein heiliger Gott? Wir wollen nicht sterben. Herr, du hast sie doch nur dazu gerufen, an uns das Gericht zu vollziehen: Du, unser Fels, du hast sie dazu bestimmt, uns zu bestrafen. Deine Augen sind zu rein, um Böses mit anzusehen, du kannst der Unterdrückung nicht zusehen.

Warum siehst du also den Treulosen zu und schweigst, wenn der Ruchlose den Gerechten verschlingt?

Warum behandelst du die Menschen wie die Fische im Meer, wie das Gewürm, das keinen Herrn hat? Mit der Angel holt er sie alle herauf, er schleppt sie weg in seinem Netz und rafft sie fort in seinem Fischgarn; er freut sich darüber und jubelt.

Deshalb opfert er seinem Netz und bringt seinem Fischgarn Rauchopfer dar; denn durch sie hat er reichen Gewinn und ein üppiges Mahl. Darum zückt er unablässig sein Schwert, um ohne Erbarmen die Völker zu morden.

Ich will auf meinem Wachtturm stehen, ich stelle mich auf den Wall und spähe aus, um zu sehen, was er mir sagt, was er auf meine Klage entgegnet.

Der Herr gab mir Antwort und sagte: Schreib nieder, was du siehst, schreib es deutlich auf die Tafeln, damit man es mühelos lesen kann. Denn erst zu der bestimmten Zeit trifft ein, was du siehst; aber es drängt zum Ende und ist keine Täuschung; wenn es sich verzögert, so warte darauf; denn es kommt, es kommt und bleibt nicht aus.

Sieh her: Wer nicht rechtschaffen ist, schwindet dahin, der Gerechte aber bleibt wegen seiner Treue am Leben.

Nur wer treu ist, wird bestehen.

Habakuk lebte etwa 612–586 v. Chr. Man kann annehmen, dass er einen solchen Text wagemutig, anlässlich einer grossen Feier im Tempel, gesprochen hat. Wenig später wurde der Tempel zerstört (587). So sind unter dem „Frevler“ nicht die Besatzungsmacht, sondern der gottlose König Jojakim und mit ihm andere Ausbeuter des Volkes zu verstehen, Der Prophet hadert mit Gott, weil er grosses Unrecht gegen das arme Volk geschehen lässt. Der Prophet glaubt aber, dass es zu einer Wende kommt. Nur der Gerechte wird wegen seiner Treue bestehen bleiben.

Antwortspalm

Psalm 9,8–13


R: Du, Herr, verlässt keinen, der dich sucht.


Der Herr thront für ewig;
er stellt seinen Thron auf zum Gericht.
Er richtet den Erdkreis gerecht,
er spricht den Völkern das Urteil, das sie verdienen.

So wird der Herr für den Bedrückten zur Burg,
zur Burg in Zeiten der Not.
Darum vertraut dir, wer deinen Namen kennt;
denn du, Herr, verlässt keinen, der dich sucht.

Singt dem Herrn, der thront auf dem Zion,
verkündet unter den Völkern seine Taten!
Denn er, der jede Blutschuld rächt, denkt an die Armen
und ihren Notschrei vergisst er nicht.

Ruf vor dem Evangelium

Halleluja. Halleluja. Wenn ihr Glauben habt und nicht zweifelt, dann werdet ihr alles erhalten, was ihr im Gebet erbittet. Halleluja.

Evangelium

Mt 17,14–20

Die Heilung des mondsüchtigen Jungen

In jener Zeit trat ein Mann auf ihn zu, fiel vor ihm auf die Knie und sagte: Herr, hab Erbarmen mit meinem Sohn! Er ist mondsüchtig und hat schwer zu leiden. Immer wieder fällt er ins Feuer oder ins Wasser. Ich habe ihn schon zu deinen Jüngern gebracht, aber sie konnten ihn nicht heilen.

Da sagte Jesus: O du ungläubige und unbelehrbare Generation! Wie lange muss ich noch bei euch sein? Wie lange muss ich euch noch ertragen? Bringt ihn her zu mir! Dann drohte Jesus dem Dämon. Der Dämon verliess den Jungen, und der Junge war von diesem Augenblick an geheilt.

Als die Jünger mit Jesus allein waren, wandten sie sich an ihn und fragten: Warum konnten denn wir den Dämon nicht austreiben?

Er antwortete: Weil euer Glaube so klein ist. Amen, das sage ich euch: Wenn euer Glaube auch nur so gross ist wie ein Senfkorn, dann werdet ihr zu diesem Berg sagen: Rück von hier nach dort!, und er wird wegrücken. Nichts wird euch unmöglich sein.

Der Mangel an Glauben

Jesus hat ein epileptisches Kind der Kraft des Bösen entrissen. Matthäus erzählt dies kurz. Es liegt ihm daran, den Glaubensmangel zu tadeln. Ausgerechnet den Aposteln fehlt es am Glauben, dass Gottes Kraft und Güte in der Person Jesu anwesend ist. Jesus mahnt zum Glauben.

Fürbitten

Herr Jesus Christus, du heilst die Menschen an Leib und Seele: Wir bitten dich:

  • Für alle, die ein schweres Leid ertragen müssen. Führe sie durch das Kreuz zum Licht.
  • Für alle, die ungerecht behandelt wurden: Bewahre sie vor Verbitterung und Härte.
  • Für die Mächtigen: Gib, dass sie Frieden stiften, statt ihre Macht zu missbrauchen.
  • Hilf uns selber und für alle, die uns Gutes tun: Wecke unseren Glauben und unser Vertrauen.

Barmherziger Gott, steh deinem Volk, auf die Fürsprache Marias, immer wieder helfend zur Seite. So bitten wir, im Heiligen Geist, durch Christus, unseren Herrn.

Schlussgebet

Allmächtiger Gott, du hast uns durch dieses Sakrament gestärkt. Lehre uns, nach dem Beispiel der heiligen Klara dich vor allem zu suchen und als neue Menschen in dieser Welt zu leben. Darum bitten wir durch Christus, unsern Herrn.

 
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