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Gotteswort

9. November 2018


Weihetag der Lateranbasilika (F)

Lateranbasilika: Die „Basilika des Allerheiligsten Erlösers“, auch „San Giovanni in Laterano“ genannt, gilt als „Haupt und Mutter aller Kirchen des Erdkreises“. Die Orientalen verehren als „Mutterkirche“ einen in apostolischer Zeit begründeten Bischofssitz (Antiochia, Alexandrien, Jerusalem usw.). Die westliche (lateinische) Kirche hat das Evangelium von Rom her empfangen. So gedenken wir heute der Apostolizität der Kirche.

Wie jährlich der Weihetag der eigenen Kirche und der Tag der Kathedrale des Bistums gefeiert wird, so jährlich die Weihe der Kathedrale des Papstes. Das Geheimnis der Kirche Christi entfaltet sich in Einheit und Vielfalt

Kyrie

Christus, du bist das Fundament der Kirche. Herr, erbarme dich.
Du bist die Quelle des Lebens. Christus, erbarme dich.
Du und deine Gläubigen sind Gottes Tempel. Herr, erbarme dich.

Tagesgebet

Erhabener Gott, du erbaust dir aus lebendigen und erlesenen Steinen ein ewiges Haus. Mache die Kirche reich an Früchten des Geistes, den du ihr geschenkt hast, und lass alle Gläubigen in der Gnade wachsen, bis das Volk, das dir gehört, im himmlischen Jerusalem vollendet wird. Darum bitten wir durch Jesus Christus, deinen Sohn, unseren Herrn und Gott, der in der Einheit des Heiligen Geistes mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit.

1. Lesung

Ez 47,1–2.8–9.12

Wasser zum Leben

Dann führte er mich zum Eingang des Tempels zurück, und ich sah, wie unter der Tempelschwelle Wasser hervorströmte und nach Osten floss; denn die vordere Seite des Tempels schaute nach Osten. Das Wasser floss unterhalb der rechten Seite des Tempels herab, südlich vom Altar. Dann führte er mich durch das Nordtor hinaus und liess mich aussen herum zum äusseren Osttor gehen. Und ich sah das Wasser an der Südseite hervorrieseln. Er sagte zu mir: Dieses Wasser fliesst in den östlichen Bezirk, es strömt in die Araba hinab und läuft in das Meer, in das Meer mit dem salzigen Wasser. So wird das salzige Wasser gesund. Wohin der Fluss gelangt, da werden alle Lebewesen, alles, was sich regt, leben können, und sehr viele Fische wird es geben. Weil dieses Wasser dort hinkommt, werden (die Fluten) gesund; wohin der Fluss kommt, dort bleibt alles am Leben. An beiden Ufern des Flusses wachsen alle Arten von Obstbäumen. Ihr Laub wird nicht welken, und sie werden nie ohne Frucht sein. Jeden Monat tragen sie frische Früchte; denn das Wasser des Flusses kommt aus dem Heiligtum. Die Früchte werden als Speise und die Blätter als Heilmittel dienen.

Wasser des Lebens

Ezechiel macht dem Volk im Exil Mut mit der Verheissung von einem Strom lebendigen Wassers. Es entspringt auf dem Tempelberg, wo Gottes Lob gefeiert wird. Es macht die Wüste zu einem Paradies und das Salzwasser des Toten Meeres wird fischreiches Süsswasser. Dieses hoffnungsvolle Bild der Zukunft findet nach unserem Gauben seine Erfüllung in Christus, dem Erlöser der Welt.

Antwortspalm

Psalm 46, 2–3.5–7.7–8


R: Eines Stromes Arme erquicken die gottesstadt, des Höchsten heilige Wohnung.


Gott ist uns Zuflucht und Stärke,
ein bewährter Helfer in allen Nöten.
Darum fürchten wir uns nicht,
wenn die Erde auch wankt,
wenn Berge stürzen in die Tiefe des Meeres.

Die Wasser eines Stromes erquicken die Gottesstadt,
des Höchsten heilige Wohnung.
Gott ist in ihrer Mitte,
warum wird sie niemals wanken;
Gott hilft ihr, wenn der Morgen anbricht.

Der Herr der Heerscharen ist mit uns,
der Gott Jakobs ist unsre Burg.
Kommt und schaut die Taten des Herrn,
der Furchtbares vollbringt auf der Erde.

2. Lesung

1 Kor 3,9c–11.16–17

Ihr seid Gottes Tempel!

Ihr seid Gottes Bau. Der Gnade Gottes entsprechend, die mir geschenkt wurde, habe ich wie ein guter Baumeister den Grund gelegt; ein anderer baut darauf weiter. Aber jeder soll darauf achten, wie er weiterbaut. Denn einen anderen Grund kann niemand legen als den, der gelegt ist: Jesus Christus. Wisst ihr nicht, dass ihr Gottes Tempel seid und der Geist Gottes in euch wohnt? Wer den Tempel Gottes verdirbt, den wird Gott verderben. Denn Gottes Tempel ist heilig, und der seid ihr.

Ihr seid Gottes Tempel!

Die Kirche Christi ist mehr als ein menschliches Bauwerk. Ihr Fundament ist Christus selber. Der Apostel Paulus fühlt sich als ein Baumeister, aber alle Gläubigen sind für den Aufbau der Kirche mitverantwortlich. Bauen sie mit tragfähigen Materialien? Halten sie sich an den Bauplan? Wird der Bau eine Wohnung für Gottes Heiligen Geist? Oder wird aus der Bauerei eine Räuberhöhle für sieben böse Geister?

Ruf vor dem Evangelium

Halleluja. Halleluja. Ich habe dieses Haus erwählt und geheiligt, damit mein Name hier sei auf ewig. Halleluja.

Evangelium

Joh 2,13–22

Die Vertreibung der Händler aus dem Tempel

Das Paschafest der Juden war nahe und Jesus zog nach Jerusalem hinauf. Im Tempel fand er die Verkäufer von Rindern, Schafen und Tauben und die Geldwechsler, die dort sassen. Er machte eine Geissel aus Stricken und trieb sie alle aus dem Tempel hinaus, dazu die Schafe und Rinder; das Geld der Wechsler schüttete er aus und ihre Tische stiess er um. Zu den Taubenhändlern sagte er: Schafft das hier weg, macht das Haus meines Vaters nicht zu einer Markthalle! Seine Jünger erinnerten sich an das Wort der Schrift: Der Eifer für dein Haus verzehrt mich. Da stellten ihn die Juden zur Rede: Welches Zeichen lässt du uns sehen als Beweis, dass du dies tun darfst? Jesus antwortete ihnen: Reisst diesen Tempel nieder, in drei Tagen werde ich ihn wieder aufrichten. Da sagten die Juden: Sechsundvierzig Jahre wurde an diesem Tempel gebaut und du willst ihn in drei Tagen wieder aufrichten? Er aber meinte den Tempel seines Leibes. Als er von den Toten auferstanden war, erinnerten sich seine Jünger, dass er dies gesagt hatte, und sie glaubten der Schrift und dem Wort, das Jesus gesprochen hatte.

Tempelreinigung

In diesem Evangelium begegnet uns ein leidenschaftlicher Jesus. Die alten Propheten hatten schon harte Kritik am routineartigen Kult im Tempel und an den Priestern geübt. Jesus geht weiter. Er will den alten Kult nicht reformieren, sondern ersetzen. Der Messias wird in seiner Leiblichkeit selber das „Haus des Vaters“ unter uns Menschen sein. Die Jünger verstanden das nicht. Erst nach Tod und Auferstehung Christi „erinnerten“ sie sich an Jesu Worte.

Fürbitten

Christus, Fundament und Haupt der Kirche, Wir bitten dich:

  • Führe deine Kirche zur Einheit in Glauben und Sakramenten.
  • Steh dem Papst und den Bischöfen bei in der Sorge um die Einheit.
  • Schenke der Welt im Blick auf die eine Kirche Sinn für mehr Eintracht.
  • Wecke Solidarität unter den Völkern, damit Elende und Obdachlose menschenwürdig leben können.
  • Lass uns selber als Mitbürger der Heiligen und als Hausgenossen Gottes leben.
  • Deine Gnade werde unseren Verstorbenen für immer das Wasser des Lebens.

Gott, mache die Kirche Jesu Christi zum Vaterhaus aller Menschen. Im Heiligen Geist, durch Christus, unsern Herrn.

Schlussgebet

Allmächtiger Gott, du hast uns in der Kirche auf Erden ein Abbild des himmlischen Jerusalems geschenkt. Mache uns durch diese heilige Kommunion zum Tempel deiner Gnade und lass uns dorthin gelangen, wo deine Herrlichkeit thront. Darum bitten wir durch Christus, unsern Herrn.

 
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