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6.
Febr.: Montag, 5. Woche II
Paul Miki und Gefährten,
Märtyrer
Lesungen: 1
Kön 8,1-7.9-13; Mk 6,53-56
In der
ersten Lesung gilt ein neu errichteter Tempel mit der alten Bundeslade
als Zeichen der heilbringenden Gegenwart Gottes. Im Evangelium genügt
dafür die Berührung des Mantelsaumes, also die Gegenwart Jesu. Äussere
Zeichen sind fortan nur sinnvoll, wenn sie zur persönlichen Nähe und
Begegnung führen.
Christus,
der Herr, der Arzt für Seele und Leib,
sei mit euch.
Christus, du bist der heilige
Tempel Gottes.
Herr, erbarme dich.
Du machst uns zu einem Tempel des
Heiligen Geistes.
Christus, erbarme dich.
Du hast Krankheiten des Leibes und
der Seele geheilt.
Herr, erbarme dich.
Starker Gott, du bist die Kraft der Heiligen, du hast
den heiligen Paul Miki und seine Gefährten durch das Martyrium am Kreuz
zur ewigen Herrlichkeit geführt. Hilf uns auf die Fürbitte dieser
Heiligen, Christus, dem Gekreuzigten, nachzufolgen und ihn bis zum Tode
gläubig zu bekennen, der in der Einheit des Heiligen Geistes mit dir
lebt und herrscht in alle Ewigkeit.
Christus
(Krypta der Benediktinerabtei Marienberg, Vinschgau, Südtirol, 1160).)
 
Lesung:
1 Kön 8,1-7.9-13:
Die Übertragung der Bundeslade
Damals versammelte Salomo die Ältesten Israels, alle Stammesführer und
die Häupter der israelitischen Großfamilien bei sich in Jerusalem, um
die Bundeslade des Herrn aus der Stadt Davids, das ist Zion,
heraufzuholen. Am Fest im Monat Etanim, das ist der siebte Monat, kamen
alle Männer Israels bei König Salomo zusammen. In Gegenwart aller
Ältesten Israels nahmen die Priester die Lade und brachten sie zugleich
mit dem Offenbarungszelt und den heiligen Geräten, die im Zelt waren,
hinauf. Die Priester und die Leviten übernahmen den Trägerdienst.
König Salomo aber und die ganze Gemeinde Israels, die bei ihm vor der
Lade versammelt war, schlachteten Schafe und Rinder, die man wegen ihrer
Menge nicht zählen und nicht berechnen konnte. Darauf stellten die
Priester die Bundeslade des Herrn an ihren Platz, in die Gotteswohnung
des Hauses, in das Allerheiligste, unter die Flügel der Kerubim. Denn
die Kerubim breiteten ihre Flügel über den Ort, wo die Lade stand, und
bedeckten sie und ihre Stangen von oben her. In der Lade befanden sich
nur die zwei steinernen Tafeln, die Mose am Horeb hineingelegt hatte,
die Tafeln des Bundes, den der Herr mit den Israeliten beim Auszug aus
Ägypten geschlossen hatte.
Als dann die Priester aus dem Heiligtum traten, erfüllte die Wolke das
Haus des Herrn. Sie konnten wegen der Wolke ihren Dienst nicht
verrichten; denn die Herrlichkeit des Herrn erfüllte das Haus des Herrn.
Damals sagte Salomo: Der Herr hat die Sonne an den Himmel gesetzt; er
selbst wollte im Dunkel wohnen. Ich habe ein fürstliches Haus für dich
gebaut, eine Wohnstätte für ewige Zeiten.

Zu 1 Kön 8,1-7.9-13:
Vom
Bundeszelt zum Tempel.
Diese Erzählung setzt bestimmte Akzente: 1. Die Tempelweihe findet am
alten Laubhüttenfest statt, das an den Aufenthalt des Bundesvolkes in
der Wüste erinnert. 2. Die Gottesoffenbarung in der Wolke über dem
Heiligtum erinnert an die Gottesoffenbarung am Sinai. - So wird klar,
dass der Bund mit Gott nun im neuen Tempel zu Jerusalem seinen
Mittelpunkt hat. Anders als in der Wüste ist das Volk nun sesshaft. Die
Propheten werden es mahnen, dem Bund treu zu bleiben und sich nicht in
den Polstern des Wohlstandes und der Ungerechtigkeit niederzulassen.
(vgl. Schott)
Bilder:
Salomo (Duccio di Buoninsegna + 1319)
Der Tempel mit den sakralen Geräten (Wandmalerei, Synagoge von Dura Europos
245)
Salomo plant und baut den Tempel.
Mauerreste des Salomonischen Tempels
Im Angesicht der Engel will ich dir psallieren,
Herr, mein Gott. (Ps 138,1; RB 19,5)
Psalm
132,6-10.13: Erhebe dich, Herr,
komm an den Ort deiner Ruhe!
Wir hörten von seiner Lade in Efrata,
fanden sie im Gefilde von Jíar.
Lasst uns hingehen zu seiner Wohnung
und niederfallen vor dem Schemel seiner Füße!
Erheb dich, Herr, komm an den Ort deiner Ruhe,
du und deine machtvolle Lade!
Deine Priester sollen sich bekleiden mit Gerechtigkeit
und deine Frommen sollen jubeln.
Weil David dein Knecht ist,
weise deinen Gesalbten nicht ab!
Denn der Herr hat den Zion erwählt,
ihn zu seinem Wohnsitz erkoren.
.
David psalliert vor der Bundeslade.
(Cod Sangallen 22, Folchart-Psalter, vor 900)
www.cesg.unifr.ch
Ruf zum Evangelium
Halleluja. Halleluja.
Jesus verkündete das Evangelium vom Reich
und heilte im Volk alle Krankheiten und Leiden.
(Vgl. Mt 4,23b)
Halleluja.
 
Evangelium:
Mk 6,53-56:
Krankenheilungen in Gennesaret
In jener Zeit fuhren Jesus und seine Jünger auf das Ufer zu, kamen nach
Gennesaret und legten dort an.
Als sie aus dem Boot stiegen, erkannte man ihn sofort. Die Menschen
eilten durch die ganze Gegend und brachten die Kranken auf Tragbahren zu
ihm, sobald sie hörten, wo er war.
Und immer, wenn er in ein Dorf oder eine Stadt oder zu einem Gehöft kam,
trug man die Kranken auf die Straße hinaus und bat ihn, er möge sie
wenigstens den Saum seines Gewandes berühren lassen.
Und alle, die ihn berührten, wurden geheilt.
Zu Mk 6,53-56: Jesus als
Heiland der Fremdstämmigen
.jpg) Mit
dem Hinweis auf das blosse Berühren des Mantelsaumes lässt Markus
erkennen, dass Jesus nicht nur im Stammland, sondern auch im Heidenland
tätig wird. Nach Markus ist Jesus nicht nur Messias für die Israeliten,
er ist Erlöser der Welt. Das zeigen die vielen Heilungen, die sich in
Gennesaret ereignen. – Diese Sendung geht über auf die Kirche. (vgl.
Frisque)
Bilder:
Paulus (Joh. B.
Babel, 1750, Einsiedeln, Chor)
Boot auf dem See von Gennesaret
Die Ebene am See von Gennesaret.
Jesus umringt von Notleidenden (Giusto da
Menabuoi, Battistero di Padova)
Fürbitten
Herr Jesus Christus, du bist der Heiland der
Welt:
Hilf der Kirche, deine Frohbotschaft in alle Welt hinaus zu tragen.
Lass unser Volk die Gewissensfreiheit in Glaubensfragen achten.
Schenke verbitterten Menschen die Bereitschaft, zu verzeihen und positiv
zu denken.
Stärke uns in der Treue zu dir, damit wir nie von deinem Lobe lassen.
Barmherziger Gott, durch deinen Sohn hast du den neuen Bund geschlossen.
Wir sind auf seinen Namen getauft, so bleibe uns nahe im Heiligen Geist,
dem Beistand. Durch Christus, unsern Herrn.
Kruzifix (Tau)
(Besançon, Chapelle des Buis)
Der Herr segne uns.
Er behüte uns vor allem Bösen
und führe uns bis ins ewige Leben.
Gedenktage
 Paulus
Miki
stammte aus
einer vornehmen japanischen Familie, wurde von den Jesuiten erzogen und
trat ihrem Orden bei. Er wurde ein bedeutender Missionar unter seinen
Landsleuten. Wegen seines Glaubens wurde er verhaftet und zusammen mit
25 andern Christen zu Nagasaki gekreuzigt. + 1597.
Dorothea war eine Märtyrin zu Caesarea in Kappadozien. + um 304.
Vedast
(Gaston) wurde als Priester von Remigius beauftragt, die Taufe Chlodwigs
vorzubereiten. Als Bischof von Arras hatte er die von den Hunnen
weitgehend zerstörte Diözese wieder zu erneuern. Später betreute er auch
die verwaiste Diözese von Cambrai. + 540.
Amandus
war Mönch und Einsiedler, bevor er in Rom zum Missionsbischof für das
friesisch-fränkische Grenzgebiet geweiht wurde. Durch einen Aufstand
vertrieben, predigte er in Tirol und Kärnten. Dann wirkte er als Bischof
von Maastricht. + 679 od. 684.
Bilder: Die japanisc hen
Märtyrer auf dem Weg zur Kreuzigung
Das Heiligtum der japanischen Märtyrer in Nagasaki |