Montag
Home Weiter

 

15. März: Montag, 4. Woche der Fastenzeit

Lesungen: Jes 65,17-21; Joh 4,43-54

Wir sehnen uns nach einer heilen Welt. Keine Zeit hat dieses Ziel erreicht. Die gute alte Zeit hat es nie gegeben. - Jesaja verheißt uns eine gute neue Zeit, die Gott schaffen wird. - Jesus schafft neues Leben und eine guten, neuen Anfang, indem er einem kranken Vater den Sohn gesund zurück schenkt. (Evangelium) - Wirken wir in unserer Umwelt positiv?

 Christus, der Herr, der in Nazaret abgelehnt wurde,
sei mit euch.
 

 

 

 


Christus, du schaffst neues Leben.
Herr, erbarme dich.

Du wandelst Klagen in Freude.
Christus, erbarme dich.

Du schenkst die Gnade des Glaubens.
Herr, erbarme dich.


Allherrschender Gott, du schenkst uns im österlichen Geheimnis jenes wunderbare Leben, das die Welt unablässig erneuert. Lass das Werk deiner Gnade in der Kirche mächtig werden und gib ihr alles, was sie in dieser Zeit braucht. Darum bitten wir durch Jesus Christus, deinen Sohn, unsern Herrn und Gott der in der Einheit des Heiligen Geistes mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit.

 



Christus
(Meister von Flémalle + 1444)




 

 

Lesung
:
Jes 65,17-21:

Das endzeitliche Heil

Siehe, ich erschaffe ich einen neuen Himmel und eine neue Erde. Man wird nicht mehr an das Frühere denken, es kommt niemand mehr in den Sinn.

Nein, ihr sollt euch ohne Ende freuen und jubeln über das, was ich erschaffe. Denn ich mache aus Jerusalem Jubel und aus seinen Einwohnern Freude. Ich will über Jerusalem jubeln und mich freuen über mein Volk. Nie mehr hört man dort lautes Weinen und lautes Klagen.

Dort gibt es keinen Säugling mehr, der nur wenige Tage lebt, und keinen Greis, der nicht das volle Alter erreicht; wer als Hundertjähriger stirbt, gilt noch als jung, und wer nicht hundert Jahre alt wird, gilt als verflucht. Sie werden Häuser bauen und selbst darin wohnen, sie werden Reben pflanzen und selbst ihre Früchte genießen.


Zu Jes 65,17-21: Vergangenheit und Zukunft

Früher haben die Theologen Israels gern von der guten alten Zeit erzählt, von der paradiesischen Schöpfung und von der Befreiung des Volkes aus der tödlichen Knechtschaft in Agypten. Im Exil ändern sich die Perspektiven. Der „dritte Jesaia“ richtet jetzt den Blick nicht auf die „früheren Nöte“, sondern in die Zukunft. Er erwartet einen neuen Himmel und eine neue Erde, er erwartet Freude und Jubel statt Klagen, ein gesegnetes Leben und Altwerden statt trostloses Wegsterben. - In der österlichen Busszeit wird diese Botschaft der Hoffnung verkündet.


Bilder:

Jesaja (Michelangelo)

Regenbogen

Rebberg
 

 

 


Im Angesicht der Engel will ich dir psallieren,
Herr, mein Gott.  (Ps 138,1; RB 19,5)


Psalm 30,2.4-6.12a.13b: Herr, du zogst mich empor aus der Tiefe;
                             ich will dich rühmen in Ewigkeit.

Ich will dich rühmen, Herr,
denn du hast mich aus der Tiefe gezogen
und lässt meine Feinde nicht über mich triumphieren.
Herr, du hast mich herausgeholt
   aus dem Reich des Todes,
aus der Schar der Todgeweihten
   mich zum Leben gerufen.


Singt und spielt dem Herrn, ihr seine Frommen,
preist seinen heiligen Namen!
Denn sein Zorn dauert nur einen Augenblick,
doch seine Güte ein Leben lang.


Wenn man am Abend auch weint,
am Morgen herrscht wieder Jubel.
Da hast du mein Klagen in Tanzen verwandelt.
Herr, mein Gott, ich will dir danken in Ewigkeit.



David im Gebet. Der Hirsch am frischen Wasser.
(Georges Rouault + 1958)
 

 

Ruf zum Evangelium

Herr Jesus, dir sei Ruhm und Ehre!
Sucht das Gute, nicht das Böse;
dann werdet ihr leben, und der Herr wird mit euch sein
. (vgl. Am 5,14)
Herr Jesus, dir sei Ruhm und Ehre!




Joh 4,43-54: Ein Heilungswunder in Galiläa

Nach diesen beiden Tagen (in einem samaritischen Darf beim Jakobsbrunnen) ging Jesus von dort nach Galiläa. Jesus selbst hatte nämlich bestätigt: Ein Prophet wird in seiner eigenen Heimat nicht geehrt. Als er nun nach Galiläa kam, nahmen ihn die Galiläer auf, weil sie alles gesehen hatten, was er in Jerusalem während des Festes getan hatte; denn auch sie waren zum Fest gekommen.

Jesus kam wieder nach Kana in Galiläa, wo er das Wasser in Wein verwandelt hatte. In Kafarnaum lebte ein königlicher Beamter; dessen Sohn war krank. Als er hörte, dass Jesus von Judäa nach Galiläa gekommen war, suchte er ihn auf und bat ihn, herabzukommen und seinen Sohn zu heilen; denn er lag im Sterben.

Da sagte Jesus zu ihm: Wenn ihr nicht Zeichen und Wunder seht, glaubt ihr nicht. Der Beamte bat ihn: Herr, komm herab, ehe mein Kind stirbt.

Jesus erwiderte ihm: Geh, dein Sohn lebt! Der Mann glaubte dem Wort, das Jesus zu ihm gesagt hatte, und machte sich auf den Weg.

Noch während er unterwegs war, kamen ihm seine Diener entgegen und sagten: Dein Junge lebt. Da fragte er sie genau nach der Stunde, in der die Besserung eingetreten war. Sie antworteten: Gestern in der siebten Stunde ist das Fieber von ihm gewichen. Da erkannte der Vater, dass es genau zu der Stunde war, als Jesus zu ihm gesagt hatte: Dein Sohn lebt. Und er wurde gläubig mit seinem ganzen Haus. So tat Jesus sein zweites Zeichen, und zwar nachdem er von Judäa nach Galiläa gekommen war.



Zu Joh 4,43-54: Einem Wort glauben, das Leben schafft.
Nach dem jüdischen Ratsherrn Nikodemus und der „häretischen“ Samariterin findet hier ein römischer Heide den Weg zum Glauben. Als Jude betritt Jesus das Haus des Heiden nicht, sondern wirkt aus grosser Entfernung ein Wunderzeichen. Johannes erzählt das Ereignis etwas anders als Matthäus und Lukas, denn Johannes unterstreicht, dass der Römer nicht auf Grund des Zeichens zum Glauben kam, sondern: er „glaubte dem Wort“ Jesu und „machte sich auf den Weg“. Es ist ein Wort, das heilt, einen Weg zum vollen Glauben eröffnet und neues Leben schafft.

Bilder: Jesus und der königliche Beamte (Miniatur, Codex Egbert, Reichenau-Trier 980)
Galiläa im Frühling (Foto Garo Nalbadian)

 

 




Fürbitten


Christus, du heilst und schaffst neues Leben.


Hilf der Kirche, die Hoffnung auf ein neues Leben in Christus zu verkünden.

Bewahre unser Volk davon, der guten alten Zeit nachzutrauern, statt konstruktiv zu wirken.

Sei den Eltern nahe, die in Sorgen sind um ihre Söhne oder Töchter.

Stärke uns selber im Glauben und in der Hoffnung.


Barmherziger Gott und Vater, durch deinen Sohn rufst du uns zu einem neuen Leben. Wir danken dir und preisen dich, im Heiligen Geist; durch ihn, Christus, unseren Herrn.

 

Kruzifix
(Grabbeilage, Einsiedeln, nach 1039)


 

Der Herr segne uns.
Er behüte uns vor allem Bösen
und führe uns bis ins ewige Leben.
Amen.



Gedenktage

Klemens Maria Hofbauer. Der erste deutsche Redemptorist stammt aus Mähren. Der Bäckerjunge fand nur mit Mühe den Weg zum Priestertum. Er wirkte in Warschau und Wien, kurz hielt er sich auch in der Innerschweiz und im Schwarzwald auf. Er widersetzte sich dem Geist der Aufklärung und dem Staatskirchentum. Geschätzt als Prediger und Seelenführer, pflegte er auch Hausbesuche, eine intensive Krankenseelsorge, Heimabende, Leihbibliotheken. + 1820.

Zacharias, Papst (741-752). Dieser letzte griechische Papst war feingebildet, klug und bedächtig. Er musste auf Byzantiner, Langobarden und Franken Rücksicht nehmen, unterstützte Bonifatius in Deutschland und ebnete dem fränkischen Hausmeier Pippin den Weg zum Königtum. Er hat die Benediktsregel ins Griechische übertragen, sodass Benedikt auch im Osten verehrt wird.

Bilder:
Klemens Maria Hofbauer
Papst Zacharias (zeitgenössische Darstellung, noch mit einem eckigen, nicht runden Nimbus)