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2. August: Montag, 18. Woche II
Lesungen: Jer 28,1-17; Mt 14,22-36
Sicherheit ist uns wichtig. In der ersten Lesung verkündet ein Lügenprophet
eine falsche Sicherheit, rennt aber selber ins Verderben. - Den Menschen, die
Jesus folgen, fehlt plötzlich die Nahrung. Jesus überlässt sie nicht ihrer Not,
sondern nimmt sich um sie an.
Christus, der Herr, das Brot des Lebens,
sei mit euch.
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Christus, du hast Mitleid mit uns.
Herr, erbarme dich.Du hast die Kranken geheilt.
Christus, erbarme dich.
Du stillst leiblichen und seelischen Hunger.
Herr, erbarme dich.
Gott, Du hast uns zu dieser Feier geladen. Du
sagst uns dein rettendes Wort und reichst uns das lebenspendende Brot. Mache
uns fähig, weiterzugeben, was wir in deinen Gaben empfangen. Darum bitten
wir durch Jesus Christus, deinen Sohn, unseren Herrn und Gott, der in der
Einheit des Heiligen Geistes mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit.
Christus
(El Greco + 1614)
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 Lesung:
Jer 28,1-17:
Der Lügenprophet Hananja
Im selben Jahr, im Anfang der Regierung Zidkijas, des Königs
von Juda, im fünften Monat des vierten Jahres, sagte der Prophet Hananja, der
Sohn Asurs aus Gibeon, im Haus des Herrn vor den Priestern und dem ganzen Volk
zu Jeremia:
So spricht der Herr der Heere, der Gott Israels: Ich zerbreche das Joch des
Königs von Babel. Noch zwei Jahre und ich bringe alle Geräte des Hauses des
Herrn, die Nebukadnezzar, der König von Babel, von diesem Ort weggenommen und
nach Babel gebracht hat, wieder an diesen Ort zurück.
Auch Jojachin, den Sohn Jojakims, den König von Juda, samt allen Verschleppten
aus Juda, die nach Babel gebracht wurden, führe ich an diesen Ort zurück -
Spruch des Herrn -; denn ich zerbreche das Joch des Königs von Babel.
Der Prophet Jeremia antwortete dem Propheten Hananja vor den Priestern und vor
dem ganzen Volk, das im Haus des Herrn stand. Der Prophet Jeremia sagte: Ganz
recht! Mag der Herr so tun. Der Herr erfülle deine Worte, die du verkündet hast,
und bringe die Geräte des Hauses des Herrn und alle Verschleppten aus Babel
zurück an diesen Ort.
Doch höre das Wort, das ich dir und dem ganzen Volk in die Ohren rufe: Die
Propheten, die vor mir und vor dir je gelebt haben, weissagten Krieg, Unheil und
Pest gegen viele Länder und mächtige Reiche. Der Prophet aber, der Heil weissagt
- an der Erfüllung des prophetischen Wortes erkennt man den Propheten, den der
Herr wirklich gesandt hat.
Da nahm der Prophet Hananja das Jochholz vom Nacken des Propheten Jeremia und
brach es entzwei. Vor dem ganzen Volk erklärte Hananja: So spricht der Herr:
Ebenso nehme ich binnen zwei Jahren das Joch Nebukadnezzars, des Königs von
Babel, vom Nacken aller Völker und zerbreche es. Der Prophet Jeremia ging seines
Weges.
 Nachdem
nun der Prophet Hananja das Jochholz vom Nacken des Propheten Jeremia genommen
und zerbrochen hatte, erging das Wort des Herrn an Jeremia: Geh und sag zu
Hananja:
So spricht der Herr: Jochstangen aus Holz hast du zerbrochen, dafür aber musst
du nun Jochstangen aus Eisen machen. Denn so spricht der Herr der Heere, der
Gott Israels: Ein eisernes Joch habe ich auf den Nacken aller dieser Völker
gelegt; sie müssen Nebukadnezzar, dem König von Babel, untertan sein. [Sie
werden ihm untertan sein und auch die Tiere des Feldes gebe ich ihm.]
Der Prophet Jeremia sagte also zum Propheten Hananja: Höre, Hananja! Der Herr
hat dich nicht gesandt und du hast dieses Volk dazu verführt, auf Lügen zu
vertrauen. Darum - so spricht der Herr: Siehe, ich schaffe dich vom Erdboden
fort.
Noch in diesem Jahr bist du tot; denn du hast Auflehnung gegen den Herrn
gepredigt. Im siebten Monat desselben Jahres starb der Prophet Hananja.
Zu Jer 28,1-17: Ein falscher Prophet
Wieder steht Jeremia einem falschen Propheten gegenüber. Hananja, einer von
ihnen, redet so, wie es das Volk gern hört. Gott hat Nebukadnezzar II., den
König von Babylon, die Oberhand in der Region gewinnen lassen. Der Lügenprophet
ruft zum Aufstand gegen ihn auf, dann werde alles gut kommen. Jeremia nimmt
Stellung gegen diese Pseudo-Prophetie. Er vollzieht eine Symbolhandlung, indem
er ein Jochholz im Nacken herumträgt . Hananja stoppt diese Symbolhandlung des
Jeremia. Da greift Jeremia mit göttlicher Autorität durch.
Bilder: Jeremia vor Hananja
Rinder unter dem Jochholz
Nebukadnezzar II.
Assyrische Krieger
Im Angesicht der Engel will ich dir psallieren,
Herr, mein Gott. (Ps 138,1; RB 19,5)
Psalm
119,29.43.79-80.95.102:
Lehre mich, Herr, deine Gesetze.
Halte mich fern vom Weg der Lüge;
begnade mich mit deiner Weisung!
Entziehe meinem Mund nicht das Wort der Wahrheit!
Ich hoffe so sehr auf deine Entscheide.
Mir sollen sich alle zuwenden,
die dich fürchten und ehren
und die deine Vorschriften kennen.
Mein Herz richte sich ganz nach deinen Gesetzen;
dann werde ich nicht zuschanden.
Frevler lauern mir auf, um mich zu vernichten;
doch mein Sinn achtet auf das, was du gebietest.
Ich weiche nicht ab von deinen Entscheiden,
du hast mich ja selbst unterwiesen.
David psalliert auf der Harfe
(Sigmund Polke, 2009, Grossmünster Zürich)
Ruf zum Evangelium
Halleluja. Halleluja.
Nicht vom Brot allein lebt der Mensch,
sondern von jedem Wort, das aus dem Munde Gottes kommt.
(Mt 4,4)
Halleluja.
 
Evangelium:
Mt 14,22-36:
In der Einöde: Heilungen - Speisung
Als Jesus all das hörte, fuhr er mit dem Boot in eine einsame Gegend, um allein
zu sein. Aber die Leute in den Städten hörten davon und gingen ihm zu Fuß nach.
Als er ausstieg und die vielen Menschen sah, hatte er Mitleid mit ihnen und
heilte die Kranken, die bei ihnen waren.
Als es Abend wurde, kamen die Jünger zu ihm und sagten: Der Ort ist abgelegen
und es ist schon spät geworden. Schick doch die Menschen weg, damit sie in die
Dörfer gehen und sich etwas zu essen kaufen können.
Jesus antwortete: Sie brauchen nicht wegzugehen. Gebt ihr ihnen zu essen! Sie
sagten zu ihm: Wir haben nur fünf Brote und zwei Fische bei uns.
Darauf antwortete er: Bringt sie her!
Dann ordnete er an, die Leute sollten sich ins Gras setzen. Und er nahm die fünf
Brote und die zwei Fische, blickte zum Himmel auf, sprach den Lobpreis, brach
die Brote und gab sie den Jüngern; die Jünger aber gaben sie den Leuten, und
alle aßen und wurden satt.
 Als
die Jünger die übrig gebliebenen Brotstücke einsammelten, wurden zwölf Körbe
voll. Es waren etwa fünftausend Männer, die an dem Mahl teilnahmen, dazu noch
Frauen und Kinder.
Zu Mt 14,22-36: Brot vom Himmel
Nachdem Herodes den Johannes getötet hatte, zieht Jesus aus dessen
Herrschaftsgebiet weg. Doch das Volk sucht ihn auf. Jesus erscheint nun als der
neue Mose, der neue Gesetzgeber. Sein Gesetz ist das Mitleid und die Liebe. Er
hilft den Menschen und nimmt die Jünger als Helfer in seinen Dienst. Er spricht
das Segensgebet (wie heute der Priester das Hochgebet der Eucharistie). Das Brot
reicht für alle, ja zwölf Körbe bleiben übrig; anders als das Manna des Mose,
ist dies eine unverderbliche Nahrung.
Bilder:
Boot auf dem See Gennesaret
Jesus heilt viele Kranke (Rembrandt + 1669)
Jesus bei der Brotvermehrung ("Hildegard-Gebetbuch", um 1150)
Brot und Fisch (Byzantinische Bodenmosaik, Tabgha am See von Gennesaret)

Fürbitten
Christus, du stehst über den drohenden Mächten der Welt. Wir bitten dich:
Wecke unter den Getauften das Vertrauen in deinen Beistand.
Erhalte unserem Land den inneren und äusseren Frieden.
Steh allen bei, die aus ihrer Heimat vertrieben wurden.
Nimm von uns selber allen Kleinglauben.
Denn du, Herr, bist in unserer Mitte, wenn wir in deinem Namen versammelt sind.
Lob und Dank sei dir und dem Vater, im Heiligen Geist, heute und in Ewigkeit.
Der Gekreuzigte (bereits im Osterlicht) mit Maria, Johannes und Magdalena
(Franz Anton Kraus, 1750, Einsiedeln, Psallierchor)
Der Herr segne uns.
Er behüte uns vor allem Bösen
und führe uns bis ins ewige Leben.
Amen.
Gedenktage
Eusebius,
Bischof von Vercelli, liess Kleriker seiner Kathedrale ein gemeinsames Leben
führen. Wegen seines Kampfes gegen den Arianismus musste er zeitweise ins Exil.
+ 371.
Bilder:
Codex Vercellensis 2 (in Unzialschrift)
Vercelli: Duomo
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