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4. Aug.: Mittwoch, 18. Woche II
Johannes Maria Vianney
Lesungen: Jer 31,1-7; Mt 15,21-28
Das Vertrauen nie verlieren! Die Liebe des Bundesgottes wird
das verlorene Volk in eine neue Zukunft führen. Die Liebe des Erlösers drängt
Jesus, die Grenze zu fremdstämmigen Notleidenden zu überschreiten.
Christus, der Herr, der Sohn Davids, unser Heiland,
sei mit euch.
Christus,
du hast Fremden geholfen.
Herr, erbarme dich.
Du hast Kranke geheilt.
Christus, erbarme dich.
Du hast uns Gottes ewige Liebe offenbart.
Herr, erbarme dich.
Allmächtiger und barmherziger Gott, du hast dem
heiligen Pfarrer von Ars die Geduld und Sorge eines guten Hirten gegeben, der
sich für das Heil seiner Mitmenschen verzehrt. Hilf auf seine Fürsprache auch
uns, in der Liebe Christi Menschen für dich zu gewinnen und zusammen mit unseren
Brüdern und Schwestern das ewige Heil zu finden. Darum bitten wir durch Jesus
Christus, deinen Sohn, unsern Herrn und Gott, der in der Einheit des Heiligen
Geistes mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit.
Christus, umgeben von den vier Evangelisten und den vier grosen Propheten, über
dem Kosmos
(Miniatur, Köln 1030)
 
Lesung: Jer
31,1-7:
Die Heimkehr aller Versprengten
In jener Zeit - Spruch des Herrn - werde ich der Gott aller
Stämme Israels sein und sie werden mein Volk sein.
So spricht der Herr: Gnade fand in der Wüste das Volk, das vom Schwert verschont
blieb; Israel zieht zum Ort seiner Ruhe. Aus der Ferne ist ihm der Herr
erschienen: Mit ewiger Liebe habe ich dich geliebt, darum habe ich dir so lange
die Treue bewahrt.
Ich baue dich wieder auf, du sollst neu gebaut werden, Jungfrau Israel. Du
sollst dich wieder schmücken mit deinen Pauken, sollst ausziehen im Reigen der
Fröhlichen.
Wieder sollst du Weingärten pflanzen auf Samarias Bergen. Wer Pflanzungen
anlegt, darf ihre Früchte genießen.
Denn es kommt der Tag, da rufen die Wächter auf Efraims Bergland: Auf, lasst uns
hinaufpilgern nach Zion zum Herrn, unserem Gott.
 Ja,
so spricht der Herr: Jubelt Jakob voll Freude zu und jauchzt über das Haupt der
Völker! Verkündet, lobsingt und sagt: Der Herr hat sein Volk gerettet, den Rest
Israels.
Zu Jer 31,1-7: Die Wende zum Guten
Jeremia hat früher Unheil ankündigen müssen. Jetzt, nachdem Jerusalem zerstört
ist und das Volk grossenteils in die Verbannung abgeführt wurde, spricht der
Prophet seinem Volk Trost zu. Er erinnert an die erste Liebe zwischen dem
Bundesgott und dem Volk während der Wüstenwanderung. Diese Liebe Gottes ist eine
ewige. Er wird das Volk wieder heimführen auf den Zion. Dort soll Gottes Lob
gesungen werden.
Bilder:
Jeremia vor Gott
Wüste bei Jericho
Mutter und Kind beim Reigentanz (Hugo Imfeld, 1981, Einsiedler Propstei St.
Gerold im Vorarlberg, im Hintergrund Raggal)
Weg im Taubental, zwischen Nazaret und dem See Gennesaret
Im Angesicht der Engel will ich dir psallieren,
Herr, mein Gott. (Ps 138,1; RB 19,5)
Canticum
des Jeremia (31, 10-12b.13): Der Herr führt wie ein Hirt seine Herde
Hört, ihr Völker, das Wort des Herrn,
verkündet es auf den fernsten Inseln und sagt:
Er, der Israel zerstreut hat, wird es auch sammeln
und hüten wie ein Hirt seine Herde.
Denn der Herr wird Jakob erlösen
und ihn befreien aus der Hand des Stärkeren.
Sie kommen und jubeln auf Zions Höhe,
sie strahlen vor Freude über die Gaben des Herrn.
Dann freut sich das Mädchen beim Reigentanz,
Jung und Alt sind fröhlich.
Ich verwandle ihre Trauer in Jubel,
tröste und erfreue sie nach ihrem Kummer.
Jeremia
(Mosaik, Ravenna, S. Vitale, vor 550)
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Ruf zum Evangelium
Halleluja. Halleluja.
Bittet, und es wird euch gegeben, spricht der Herr;
sucht, und ihr werdet finden .
(vgl. Mt 7,7)
Halleluja.
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 Evangelium:
Mt 15,21-28:
Die Erhörung einer kanaanäischen Frau
Von dort zog sich Jesus in das Gebiet von Tyrus und Sidon zurück. Da kam
eine kanaanäische Frau aus jener Gegend zu ihm und rief: Hab Erbarmen mit
mir, Herr, du Sohn Davids! Meine Tochter wird von einem Dämon gequält. Jesus
aber gab ihr keine Antwort.
Da traten seine Jünger zu ihm und baten: Befrei sie (von ihrer Sorge), denn
sie schreit hinter uns her. Er antwortete: Ich bin nur zu den verlorenen
Schafen des Hauses Israel gesandt.
Doch die Frau kam, fiel vor ihm nieder und sagte: Herr, hilf mir!
Er erwiderte: Es ist nicht recht, das Brot den Kindern wegzunehmen und den
Hunden vorzuwerfen.
Da entgegnete sie: Ja, du hast recht, Herr! Aber selbst die Hunde bekommen
von den Brotresten, die vom Tisch ihrer Herren fallen.
Darauf antwortete ihr Jesus: Frau, dein Glaube ist groß. Was du willst, soll
geschehen.
Und von dieser Stunde an war ihre Tochter geheilt.
Zu Mt 15,21-28 : Jesus als Heiland der Heiden
Eine fremde Bittstellerin wird in diesem Evangelium gewissermassen zur
Lehrerin von Jesus, der sich zuvor nur zum Volk Israel gesandt fühlte. Ihr
gläubiges Vertrauen öffnet die Augen des jungen Rabbi Jesus. Er lernt, sich
auch als Messias der Heiden zu verstehen. Der Hinweis auf die Brotreste ist
eine Anspielung an die Brotvermehrung. Die Brotreste sind für die Heiden
bestimmt.
Bilder: Ein Evangelist (Miniatur, Äthiopisches Mar Gebrina - Kloster)
Jesus heilt die Tochter der kanaanäischen Frau (S. Rösch, 1472, "Devotionake
pulcherrimum", St. Gallen - Einsiedeln)
Fürbitten
Herr Jesus Christus,
Sohn Davids: Wir bitten dich:
Für Christen, die Fremden begegnen: Wecke Achtung und Wohlwollen
gegenüber den Fremden.
Für die Regierenden: Mache sie zu Baumeistern des Friedens im Land und in
der Welt.
Für die Kirche: Hilf ihr, Brücken zu bauen zu Menschen, die sich von ihr
entfernt haben.
Für uns selber: Erneuere unser Vertrauen in die barmherzige Liebe des
Erlösers.
Herr Jesus Christus, du schenkst uns Anteil an deinem Licht und deinem
Leben. Dich preisen wir, jetzt und in Ewigkeit.
Kruzifix: in der Form des Tau
(Besançon, Chapelle des Buis)
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Der Herr segne uns.
Er behüte uns vor allem Bösen
und führe uns bis ins ewige Leben.
 
Gedenktage
Johannes Maria Vianney hatte grosse Mühen auf dem Weg zum Priestertum, weil
der Bauernsohn wenig vorgebildet war und unfreiwillig zum
Kriegsdienstverweigerer geworden war. Als Pfarrer von Ars gewann er mit seiner
tiefen Frömmigkeit die laue Gemeinde für ein echt christliches Leben. Seine
charismatische Begnadung machte den Beichtvater, Prediger und Ratgeber sehr
beliebt. Er selber wurde von Ängsten und Zweifeln an seiner Berufung geplagt.
Die eigene Pfarrgemeinde wurde zu einer Stütze für ihn. + 1859.
Bilder:
Johannes M. Vianney
Ars: Basilique
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