Mittwoch
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8. Febr.: Mittwoch, 5. Woche  II

 Lesungen: 1 Kön 10,1-10; Mk 7,14-23

 Im Evangelium mahnt Jesus zu Wahrhaftigkeit und zur Rückbesinnung auf das gesunde Gewissen. Die erste Lesung berichtet dagegen von äusserem Glanz. Dieser wird jedoch auf die „Weisheit“ und die Fügung Gottes zurückgeführt. Im weiteren Fortgang der Erzählung werden Glanz und Gloria weder Salomo noch seine Nachfolger vor Fehlentwicklungen schützen.



Christus, der Herr, der die Herzen kennt,
sei mit euch.
 

Christus: Du heilst das Herz
Herr, erbarme dich.

Du weckst das Gewissen.
Christus, erbarme dich.

Auf dich wollen wir hören.
Herr, erbarme dich.


Gott, unser Vater, wir sind dein Eigentum und setzen unsere Hoffnung allein auf deine Gnade. Bleibe uns nahe in jeder Not und Gefahr und schütze uns. Darum bitten wir durch Jesus Christus, deinen Sohn, unsern Herrn und Gott, der in der Einheit des Heiligen Geistes mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit.




Christus
(Hitda-Codex, um 1000, St. Walburg - Darmstadt)



 


Lesung
:
1 Kön 10,1-10:

Die Königin von Saba

Die Königin von Saba hörte vom Ruf Salomos und kam, um ihn mit Rätselfragen auf die Probe zu stellen. Sie kam nach Jerusalem mit sehr großem Gefolge, mit Kamelen, die Balsam, eine gewaltige Menge Gold und Edelsteine trugen, trat bei Salomo ein und redete mit ihm über alles, was sie sich vorgenommen hatte. Salomo gab ihr Antwort auf alle Fragen. Es gab nichts, was dem König verborgen war und was er ihr nicht hätte sagen können.

Als nun die Königin von Saba die ganze Weisheit Salomos erkannte, als sie den Palast sah, den er gebaut hatte, die Speisen auf seiner Tafel, die Sitzplätze seiner Beamten, das Aufwarten der Diener und ihre Gewänder, seine Getränke und sein Opfer, das er im Haus des Herrn darbrachte, da stockte ihr der Atem.

Sie sagte zum König: Was ich in meinem Land über dich und deine Weisheit gehört habe, ist wirklich wahr. Ich wollte es nicht glauben, bis ich nun selbst gekommen bin und es mit eigenen Augen gesehen habe. Und wahrlich, nicht einmal die Hälfte hat man mir berichtet; deine Weisheit und deine Vorzüge übertreffen alles, was ich gehört habe.

Glücklich sind deine Männer, glücklich diese deine Diener, die allezeit vor dir stehen und deine Weisheit hören. Gepriesen sei Jahwe, dein Gott, der an dir Gefallen fand und dich auf den Thron Israels setzte. Weil Jahwe Israel ewig liebt, hat er dich zum König bestellt, damit du Recht und Gerechtigkeit übst.

Sie gab dem König hundertzwanzig Talente Gold, dazu eine sehr große Menge Balsam und Edelsteine. Niemals mehr kam so viel Balsam in das Land, wie die Königin von Saba dem König Salomo schenkte.


Zu 1 Kön 10,1-10: Die Königin von Saba
In dieser alten Volkserzählung erscheint. Salomo als junger, fähiger König. Er ist offen für fremde Kulturen, für ihre Mentalität und ihre Werte. Über den bisherigen Horizont hinaus nach neuem Suchen, ist eine urmenschliche Veranlagung.  Nur ist Unterscheidungsgabe nötig. Nicht alles Neue ist deshalb schon gut, weil es neu ist. Und Weitsicht ist erforderlich, sonst gibt man sich rasch mit vordergründigen  Scheinwerten zufrieden. Salomo wird sich später in den Götzendienst der fremder Völker verwickeln.

Bilder: Am Hof Salomos (H. Holbein jun.)
Salomo und die Königin von Saba (K. Witz  + 1445)

 

 

Im Angesicht der Engel will ich dir psallieren,
Herr, mein Gott.  (Ps 138,1; RB 19,5)




Psalm 37,5-6.30-31.39-40b: Der Mund des Gerechten
                                                 spricht Worte der Weisheit


Befiehl dem Herrn deinen Weg und vertrau ihm;
er wird es fügen.
Er bringt deine Gerechtigkeit heraus wie das Licht
und dein Recht so hell wie den Mittag.

Der Mund des Gerechten bewegt Worte der Weisheit
und seine Zunge redet, was recht ist.
Er hat die Weisung seines Gottes im Herzen,
seine Schritte wanken nicht.

Die Rettung der Gerechten kommt vom Herrn,
er ist ihre Zuflucht in Zeiten der Not.
Der Herr hilft ihnen und rettet sie,
er rettet sie vor den Frevlern.


David psalliert inmitten seines Volkes.
(Ferdinand Gehr  + 1996)




Ruf zum Evangelium

Halleluja, Halleluja.
Herr, öffne unser Herz,
und wir werden die Worte deines Sohnes verstehen
.
(vgl. Apg 16,14)
Halleluja.




Evangelium
:
Mk 7,14-23:

Von Reinheit und Unreinheit (Fortsetzung)


In jener Zeit rief Jesus die Leute wieder zu sich und sagte: Hört mir alle zu und begreift, was ich sage: Nichts, was von außen in den Menschen hineinkommt, kann ihn unrein machen, sondern was aus dem Menschen herauskommt, das macht ihn unrein.

Er verließ die Menge und ging in ein Haus. Da fragten ihn seine Jünger nach dem Sinn dieses rätselhaften Wortes. Er antwortete ihnen: Begreift auch ihr nicht? Seht ihr nicht ein, dass das, was von außen in den Menschen hineinkommt, ihn nicht unrein machen kann? Denn es gelangt ja nicht in sein Herz, sondern in den Magen und wird wieder ausgeschieden. Damit erklärte Jesus alle Speisen für rein.

Weiter sagte er: Was aus dem Menschen herauskommt, das macht ihn unrein. Denn von innen, aus dem Herzen der Menschen, kommen die bösen Gedanken, Unzucht, Diebstahl, Mord, Ehebruch, Habgier, Bosheit, Hinterlist, Ausschweifung, Neid, Verleumdung, Hochmut und Unvernunft. All dieses Böse kommt von innen und macht den Menschen unrein.

Zu Mk 7,14-23:
Die Überlieferungen der Alten

Jesus protestiert vor allem Volk und in der Unterweisung der Jünger gegen ein gesetzlich verformtes Verständnis des ethischen Verhaltens. Primär gilt es Gesinnung und Absicht, Herz und Gewissen der Person zu läutern. Sonst nützen äussere  Reinheitsvorschriften nichts oder sind schädlich, weil sie zur Selbstgerechtigkeit verführen, während das Innere unsauber bleibt.



Bilder:


Markus (Andrea Mantegna  + 1506)

Jesus mit den Jüngern (Chartres  13. Jh.)

"Selig die Sanftmütigen! / Wehe den Hasserfüllten¨"
(S. Rösch, 1472, "Devotionale pulcherrimum", St. Gallen - Einsiedeln)

"Selig die Gerechten! / Wehe den Habgierigen"
(S. Rösch, 1472, "Devotionale pulcherrimum", St. Gallen - Einsiedeln)



 



Fürbitten

 

Herr Jesus Christus, unser Erlöser:


Reinige und stärke das Gewissen deiner Gläubigen, damit sie richtig entscheiden.

Gib allen Völkern und besonders den Parteien im Heiligen Land Gedanken des Friedens..

Schenke den Menschen unserer Zeit die Gabe der Weisheit und der Unterscheidung.

Wecke in den jungen Menschen das Verlangen, das Rechte zu tun.


Heiliger Gott, du bist der Ursprung des Guten und der Weisheit: Erleuchte uns, damit wir verstehen, was zu tun ist. Im Heiligen Geist, durch Christus, unsern Herrn.





Der Gekruzigte mit Maria und Johannes
(Lindenholz, Schlesien)

 


Der Herr segne uns.
Er behüte uns vor allem Bösen
und führe uns bis ins ewige Leben.
 


Gedenktage

Hieronymus Ämiliani stammte aus Venedig, war Soldat und widmete sich nach seiner Bekehrung der Pflege von Armen, Kranken, Waisen und Verwahrlosten. Er blieb Laie, gründete aber den Klerikerorden der Somasker. Er gehörte zu den Erneuerern des religiösen Lebens in Italien. + 1537.

Milada, Tochter des Böhmenherzogs wurde in Regensburg erzogen, wo Bischof Wolfgang wirkte.  In Rom wurde sie Benediktinerin und wurde vom Papst zur Äbtissin geweiht. In Prag gründete sie das Benediktinerinnenkloster bei St. Georg auf der Burg. + 994.

Bilder:

Hieronymus Ämiliani

Prag