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10. März: Fastenzeit – 3. Woche, Mittwoch
Lesungen: Dtn 4,1.5-9; Mt 5,17-19
In den Synagogen werden jeden Sabbat das Gesetz und die
Propheten gelesen und erklärt. Sie dienten ebenso bei der Unterweisung von
Heiden, die zum jüdischen Glauben übertraten. Auch die Taufbewerber der Kirche
wurden anhand von Gesetz und Propheten unterrichtet, vor allem weil die
Christen, wenigstens in den ersten Jahrzehnten nach Ostern, noch keine andere
heilige „Schrift“ besassen. Die alten Texte werden auch heute vorgelegt. Dies
wirft die Frage auf welche Rolle das alte Gesetz für Christen spielen kann und
soll.
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Christus, der Herr, unser Lehrer,
sei mit euch.
Christus, du bist der Lehrer deiner Jünger.
Herr, erbarme dich.
Du hast Gesetz und Propheten erfüllt.
Christus, erbarme dich.
Deine Worte werden nicht vergehen.
Herr, erbarme dich.
Barmherziger Gott, erneuere uns im Geist
durch die Feier der heiligen vierzig Tage, damit wir für dein Wort empfänglich
werden, bereit zu Gehorsam und Verzicht, einmütig im Gebet und eifrig in Werken
der Liebe. Darum bitten wir durch Jesus Christus, deinen Sohn, unsern Herrn und
Gott, der in der Einheit des Heiligen Geistes mit dir lebt und herrscht in alle
Ewigkeit.
Christus
(Mosaik, Konstantinopel, 12. Jh.))
Lesung: Dtn
4,1.5-9: Haltet euch an die Wegweisung
 Mose
sprach zum Volk: Israel, höre die Gesetze und Rechtsvorschriften, die ich euch
zu halten lehre. Hört und ihr werdet leben, ihr werdet in das Land, das der
Herr, der Gott eurer Väter, euch gibt, hineinziehen und es in Besitz nehmen.
Hiermit lehre ich euch, wie es mir der Herr, mein Gott,
aufgetragen hat, Gesetze und Rechtsvorschriften. Ihr sollt sie innerhalb des
Landes halten, in das ihr hineinzieht, um es in Besitz zu nehmen. Ihr sollt auf
sie achten und sollt sie halten. Denn darin besteht eure Weisheit und eure
Bildung in den Augen der Völker. Wenn sie dieses Gesetzeswerk kennen lernen,
müssen sie sagen: In der Tat, diese große Nation ist ein weises und gebildetes
Volk.
Denn welche große Nation hätte Götter, die ihr so nah sind,
wie Jahwe, unser Gott, uns nah ist, wo immer wir ihn anrufen? Oder welche große
Nation besäße Gesetze und Rechtsvorschriften, die so gerecht sind wie alles in
dieser Weisung, die ich euch heute vorlege?
Jedoch, nimm dich in Acht, achte gut auf dich! Vergiss nicht
die Ereignisse, die du mit eigenen Augen gesehen, und die Worte, die du gehört
hast. Lass sie dein ganzes Leben lang nicht aus dem Sinn! Präge sie deinen
Kindern und Kindeskindern ein!
Zu Dtn 4,1.5-9: Die Erinnerung an die Taten und die Nähe Jahwes
Diese Gesetzespredigt wird Mose in den Mund gelegt. Jede Generation soll sich
erinnern, wie Jahwe sein Volk aus Ägypten befreit, ihm das Bundesgesetz gegeben
und es ins Land eingeführt hat. Diese Erinnerung erhält Israel am Leben und
erneuert die Bundestreue. Neu wird im Deuteronomium der Akzent auf die Nähe
Gottes gesetzt. Er verhilft wegweisend zum Leben. – Diese Nähe wird später in
Christus einmalig geschenkt werden. (Schott, Frisque)
Bild: Mose (Mosaik, S. Apollinare in classe, 550)
Juden vor der Rolle des Gesetzes
Im Angesicht der Engel will ich dir psallieren,
Herr, mein Gott. (Ps 138,1; RB 19,5)

Psalm 147,12-13.15-16.19-20: Jerusalem, preise den Herrn!
Jerusalem, preise den Herrn,
lobsinge, Zion, deinem Gott!
Denn er hat die Riegel deiner Tore fest gemacht,
die Kinder in deiner Mitte gesegnet;
Er sendet sein Wort zur Erde,
rasch eilt sein Befehl dahin.
Er spendet Schnee wie Wolle,
streut den Reif aus wie Asche.
Er verkündet Jakob sein Wort,
Israel seine Gesetze und Rechte.
An keinem andern Volk hat er so gehandelt,
keinem sonst seine Rechte verkündet.
Engel
(Zionsfenster, M. Chagall, Fraumünster, Zürich, 1970)
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Ruf zum Evangelium
Lob dir, Christus, König und Erlöser!
Deine Worte, Herr, sind Geist und Leben.
Du hast Worte des ewigen Lebens. (vgl. Joh 6,63.68)
Lob dir, Christus, König und Erlöser!
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Evangelium:
Mt 5,17-19: Vom Gesetz und von den Propheten
 In
jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: Denkt nicht, ich sei gekommen, um
das Gesetz und die Propheten aufzuheben. Ich bin nicht gekommen, um
aufzuheben, sondern um zu erfüllen. Amen, das sage ich euch: Bis Himmel und
Erde vergehen, wird auch nicht der kleinste Buchstabe des Gesetzes vergehen,
bevor nicht alles geschehen ist.
Wer auch nur eines von den kleinsten Geboten aufhebt und
die Menschen entsprechend lehrt, der wird im Himmelreich der Kleinste sein.
Wer sie aber hält und halten lehrt, der wird groß sein im Himmelreich.
Zu Mt 5,17-19: Die „Erfüllung“ des Gesetzes
Jesus spricht von seiner Sendung, um deretwillen er „gekommen“ ist. Er will
das Gesetz (verstanden als Wegweisung) erfüllen, also weder bloss seinen
Wortlaut konservieren, noch es abschaffen. Er will vielmehr in seinem Leben
so auf das Gesetz eingehen, dass der eigentliche Sinn des Gesetzes klar
wird. Im Anschluss an diese Verse spricht dann die Bergpredigt von der „grösseren
Gerechtigkeit“, die im Eingehen auf den ganzheitlich verstandenen Willen
Gottes besteht. Wir dürfen nicht Details perfekt praktizieren wollen, um mit
einem solchen Alibi ein eigentliches Versagen überdecken und entschuldigen
zu können. - Als Christen wissen wir um unsere hebräischen Wurzeln und
wollen dem Bild Christi gleichförmig werden. (vgl. Limbeck, Frisque)
Bilder: Matthäus (Mainzer Evangeliar, vor 1250)
Jesus bei der Bergpredigt (S. Rösch 1472, "Devotionale
pulcherrimum", St. Gallen - Einsiedeln)
Fürbitten

Christus, du willst, dass wir auf die Wegweisung Gottes hören, um zu leben.
Mache deine Kirche dankbar für alles was du zum Heil der Menschen tust.
Bewahre die Getauften davor, gegen dein Wort und Gebot
der Liebe zu handeln.
Hilf den Katecheten und Katechetinnen, die
Frohbotschaft weiter zu geben.
Lass uns in der Eucharistiefeier dankbar erfahren, wie
nahe du uns bist.
Himmlischer Vater, lass uns treu auf dem Weg voranschreiten, den uns dein
Sohn gewiesen hat. Im Heiligen Geist durch ihn, Christus, unsern Herrn.
Crucifixion
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Der Herr segne uns.
Er behüte uns vor allem Bösen
und führe uns bis ins ewige Leben.
(Gedenktage)
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