Donnerstag
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11. März: Fastenzeit – 3. Woche, Donnerstag

Lesungen: Jer 7,23-28; Lk 11,14-23

Die heutigen Mahnungen, auf Gottes Wort zu hören und nicht widersetzlich zu sein, werden von uns ernst genommen, wenn die Verkündigung in unserm Alltag Frucht trägt: Zeichen, dass Gottes Welt im Kommen ist.


Christus, der Herr, unser Heiland,
sei mit euch.

Christus, mit dir ist das Reich Gottes gekommen.
Herr, erbarme dich.

Du bist auf den Widerstand von Gegnern gestossen.
Christus, erbarme dich.

Dein Geist ist stärker als alle Ungeister.
Herr, erbarme dich.
 

Allmächtiger Gott, gib, dass wir dem Ruf deiner Gnade folgen und uns mit umso größerem Eifer auf die Feier der österlichen Geheimnisse vorbereiten, je näher das Fest der Erlösung herankommt. Darum bitten wir durch Jesus Christus, deinen Sohn, unsern Herrn und Gott, der in der Einheit des Heiligen Geistes mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit.


Christus
(Apsismosaik, Sinai)


 


 



Lesung:
Jer 7,23-28: Gehorsam, nicht Opfer

So spricht der Herr der Heere, der Gott Israels: Ich gab meinem Volk folgendes Gebot: Hört auf meine Stimme, dann will ich euer Gott sein und ihr sollt mein Volk sein. Geht in allem den Weg, den ich euch befehle, damit es euch gut geht.

Sie aber hörten nicht und neigten mir ihr Ohr nicht zu, sondern folgten den Eingebungen und Trieben ihres bösen Herzens. Sie zeigten mir den Rücken und nicht das Gesicht.

Von dem Tag an, als eure Väter aus Ägypten auszogen, bis auf den heutigen Tag sandte ich zu euch immer wieder alle meine Knechte, die Propheten. Aber man hörte nicht auf mich und neigte mir nicht das Ohr zu, vielmehr blieben sie hartnäckig und trieben es noch schlimmer als ihre Väter.

Auch wenn du ihnen alle diese Worte sagst, werden sie nicht auf dich hören. Wenn du sie rufst, werden sie dir nicht antworten. Sag ihnen also: Dies ist das Volk, das nicht auf die Stimme des Herrn, seines Gottes, hörte und sich nicht erziehen ließ. Die Treue ist dahin, aus ihrem Mund verschwunden.

 

Zu Jer 17,5-10: Verwurzelung in Gott
Was macht das Leben lebenswert? Vordergründige Antworten gibt es viele. Doch materielle und biologische Werte sind vergänglich. Nicht einmal auf Menschen ist ein letzter Verlass; denn so wohltuend gegenseitiges Vertrauen ist, kann es doch zu Enttäuschungen kommen. Jeremia glaubt nicht, dass die Erfüllung der menschlichen Sehnsucht aus eigenen Kräften „machbar“ sei. Er ist überzeugt, dass letztlich nur ein unerschütterliches Vertrauen auf Gott die inneren Ängste nehmen, die Entfaltung des Lebens gewährleisten und Segen (Früchte!) bringen kann. - Dabei bleibt das menschliche Herz, so arglistig es sein kann, doch unruhig auf Gott hin. (Augustinus)

Bilder:Jeremia
Ohr

 

Im Angesicht der Engel will ich dir psallieren;
Herr, mein Gott. (Ps 138,1; RB 19,5)


Psalm 95,1-2.6-9: Hört auf die Stimme des Herrn,
                      verhärtet nicht euer Herz!

Kommt, lasst uns jubeln vor dem Herrn
und zujauchzen dem Fels unsres Heiles!
Lasst uns mit Lob seinem Angesicht nahen,
vor ihm jauchzen mit Liedern!

Kommt, lasst uns niederfallen,
   uns vor ihm verneigen,
lasst uns niederknien vor dem Herrn,
   unserm Schöpfer!
Denn er ist unser Gott,
wir sind das Volk seiner Weide,
die Herde, von seiner Hand geführt.

Ach, würdet ihr doch heute
    auf seine Stimme hören!
«Verhärtet euer Herz nicht wie in Meríba,
wie in der Wüste am Tag von Massa!
Dort haben eure Väter mich versucht,
sie haben mich auf die Probe gestellt
und hatten doch mein Tun gesehen.

 David psalliert auf der Harfe
(Sigmar Polke (Grossmünster Zürich  2009)

 

 


Ruf zum Evangelium

Lob dir, Christus, König und Erlöser!
Kehrt um zum Herrn von ganzem Herzen;
denn er ist gnädig und barmherzig,
voll Langmut und reich an Güte.
(Joh 2,12)
Lob dir, Christus, König und Erlöser!

 

Evangelium: Lk 11,14-23:
Verteidigungsrede Jesu


Jesus trieb einen Dämon aus, der stumm war. Als der Dämon den Stummen verlassen hatte, konnte der Mann reden.

Alle Leute staunten. Einige von ihnen aber sagten: Mit Hilfe von Beelzebul, dem Anführer der Dämonen, treibt er die Dämonen aus. Andere wollten ihn auf die Probe stellen und forderten von ihm ein Zeichen vom Himmel.

Doch er wusste, was sie dachten, und sagte zu ihnen: Jedes Reich, das in sich gespalten ist, wird veröden und ein Haus ums andere stürzt ein. Wenn also der Satan mit sich selbst im Streit liegt, wie kann sein Reich dann Bestand haben? Ihr sagt doch, dass ich die Dämonen mit Hilfe von Beelzebul austreibe.

Wenn ich die Dämonen durch Beelzebul austreibe, durch wen treiben dann eure Anhänger sie aus? Sie selbst also sprechen euch das Urteil. Wenn ich aber die Dämonen durch den Finger Gottes austreibe, dann ist doch das Reich Gottes schon zu euch gekommen.

Solange ein bewaffneter starker Mann seinen Hof bewacht, ist sein Besitz sicher; wenn ihn aber ein Stärkerer angreift und besiegt, dann nimmt ihm der Stärkere all seine Waffen weg, auf die er sich verlassen hat, und verteilt die Beute.

Wer nicht für mich ist, der ist gegen mich; wer nicht mit mir sammelt, der zerstreut.



Zu Lk 11,14-23: Nicht gegen, sondern mit Christus leben

Lukas hebt hervor, dass Jesu Verkündigung durch Taten und durch Worte „durch den Finger Gottes“ geschieht, das heisst im Namen und im Geist Gottes, dessen Reich nun kommt. Die Gegner widersprechen. Sie leugnen zwar nicht, dass Jesus Wunder wirkte, aber sie führen die Krafttaten Jesu auf „Beelzebul“ zurück. Darunter wurde damals die antigöttliche Weltmacht verstanden. Jesus antwortet mit dem doppelten Bildwort von innerstaatlichen Spaltungen und von Auseinandersetzungen zwischen Starken und Schwachen. - Der letzte Satz zeigt, dass es keine Neutralität zwischen Gottglauben und Gegnerschaft oder Desinteresse geben kann. (vgl. Müller) Die Unheilsverflechtung, die es seit der Sünde in der Welt gibt, muss der Heilssolidarität in Christus weichen. (Frisque)

Bilder:

Lukas (Ada-Evangeliar)

Heilung des Taubstummen (Reichenau 1045)

Teufel (Drache als Wasserspeier, Kloster Einsiedeln)
 



 


Fürbitten

Christus, du bringst das Reich Gott in unseren Alltag. Wir bitten::

Für die Kirche: Hilf ihr, deine Frohbotschaft als hilfreiche Wegweisung zu verkünden.

Für unser Volk: Erhalte den Sinn für die christlichen Wurzeln des Landes.

Für die Bedrückten und Leidenden: Stärke ihr Vertrauen auf den Beistand des Heiligen Geistes.

Für uns selber: Erneuere unsere Bereitschaft, treu deine Wege zu gehen.


Himmlischer Vater, lass uns treu auf dein Weg voranschreiten, den uns dein Sohn gewiesen hat. Im Heiligen Geist; durch ihn, Christus, unsern Herrn.


Der Gekreuzigte, mit Maria und Johannes, umgeben von den Evangelisten
(Buchmalerei, Italien, 1030)

 


Der Herr segne uns.
Er behüte uns vor allem Bösen
und führe uns bis ins ewige Leben.

 

(Gedenktage)

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