Donnerstag
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5. Aug.: Donnerstag, 18. Woche  II

Lesungen: Jer 31,31-34; Mt 16,13-23

Heute sprechen die Lesungen von der fürsorglichen Liebe Gottes. Jeremia verheisst dem Volk im Exil einen neuen Bund. Jesus überträgt dem Petrus einen Dienst als Fels und als Schlüsselträger.



Christus, der Herr, der uns die Liebe als Gesetz gegeben hat,
sei mit euch.


Christus, du bist der Messias,
Herr, erbarme dich.

Du bist der Sohn des lebendigen Gottes.
Christus, erbarme dich.

Du hast dein Leiden und Sterben angekündigt.
Herr, erbarme dich.


Allmächtiger, ewiger Gott, du hast den Bund der Versöhnung mit der Menschheit geschlossen und ihr die österlichen Geheimnisse geschenkt. Gib uns die Gnade, dass wir deine Heilstaten nicht nur im Bekenntnis feiern, sondern sie auch durch unser Leben bezeugen. Darum bitten wir durch unsern Herrn Jesus Christus, deinen Sohn, unsern Herrn und Gott, der in der Einheit des Heiligen Geistes mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit.

 

"Der Herr gibt das Gesetz."
(Mosaik, Baptisterium Ioannis, Neapel)

 


Lesung:
Ex Jes 31,31-34: Verheissung eines neuen Bundes

Siehe, es kommt die Zeit, spricht der Herr, da will ich mit dem Hause Israel und mit dem Hause Juda einen neuen Bund schließen, nicht wie der Bund gewesen ist, den ich mit ihren Vätern schloß, als ich sie bei der Hand nahm, um sie aus Ägyptenland zu führen, ein Bund, den sie nicht gehalten haben, ob ich gleich ihr Herr war, spricht der Herr;


sondern das soll der Bund sein, den ich mit dem Hause Israel schließen will nach dieser Zeit, spricht der Herr: Ich will mein Gesetz in ihr Herz geben und in ihren Sinn schreiben, und sie sollen mein Volk sein, und ich will ihr Gott sein.

Und es wird keiner den andern noch ein Bruder den andern lehren und sagen: «Erkenne den Herrn», sondern sie sollen mich alle erkennen, beide, klein und groß, spricht der Herr; denn ich will ihnen ihre Missetat vergeben und ihrer Sünde nimmermehr gedenken.

Zu Jer 31,31-34:Das ins Herz geschriebene Gesetz
Das Volk Israel hielt den Sinaibund, von Gott auf steinerne Tafeln geschrieben, für nicht überholbar. Als erster redet Jeremia von einer Erneuerung des Bundes. Der Prophet verheisst eine Erneuerung des Gottesbundes. Gott wird sein Gesetz in das Innerste des Menschen schreiben. Gott will, dass der Mensch nicht von aussen geleitet wird, sondern seinem Herzen folgt, in dem ein neuer Geist lebt.

Bilder: Jeremia
Mose (links unten) und das Volk am Schilfmeer, bedrängt vom Heer des Pharao (Mosaik, S. Maria Maggiore,5. oder 6. Jh.)

 


Im Angesicht der Engel will ich dir psallieren;
Herr, mein Gott. (Ps 138,1; RB 19,5)

Psalm 51,12-15.18-19: Ein reines Her erschaffe mir, Gott.

Schaffe in mir, Gott, ein reines Herz,
und gib mir einen neuen, beständigen Geist.
Verwirf mich nicht von deinem Angesicht,
und nimm deinen heiligen Geist nicht von mir.

Erfreue mich wieder mit deiner Hilfe,
und mit einem willigen Geist rüste mich aus.
Ich will die Übertreter deine Wege lehren,
daß sich die Sünder zu dir bekehren.

Denn Schlachtopfer willst du nicht,
   ich wollte sie dir sonst geben,
und Brandopfer gefallen dir nicht.
Das Opfer, das Gott gefällt, ist ein zerknirschter Geist,
ein zerbrochenes und zerschlagenes Herz
wirst du, Gott, nicht verachten.

David: "Erbarme dich meiner, o Gott!"
(Stundenbuch, vor 1540, Einsiedeln)

 


Ruf zum Evangelium

Halleluja. Halleluja.
Ich habe euch Freunde genannt, spricht der Herr,
denn alles, was ich von meinem Vater gehört habe, habe ich euch offenbart.
(Joh 15,15)
Halleluja.



Evangelium: Mt 16,13-23:

Bekenntnis des Petrus – Ankündigung von Tod und Auferstehung

Jesus kam in die Gegend von Cäsarea Philippi und fragte seine Jünger: Für wen halten die Leute Menschensohn?

Sie sprachen: Einige sagen, du seist Johannes der Täufer, andere, du seist Elia, wieder andere, du seist Jeremia oder einer der Propheten.

Er fragte sie: Wer sagt denn ihr, daß ich sei? Da antwortete Simon Petrus und sprach: Du bist Christus, des lebendigen Gottes Sohn!

Und Jesus antwortete und sprach zu ihm: Selig bist du, Simon, Sohn des Jona; denn Fleisch und Blut haben dir das nicht offenbart, sondern mein Vater im Himmel.

Und ich sage dir auch: Du bist Petrus, und auf diesen Felsen will ich meine Gemeinde bauen, und die Pforten der Hölle sollen sie nicht überwältigen. Ich will dir die Schlüssel des Himmelreichs geben: alles, was du auf Erden binden wirst, soll auch im Himmel gebunden sein, und alles, was du auf Erden lösen wirst, soll auch im Himmel gelöst sein.

Da gebot er seinen Jüngern, niemandem zu sagen, daß er der Messias sei.

Seit der Zeit fing Jesus an, seinen Jüngern zu zeigen, wie er nach Jerusalem gehen und viel leiden müsse von den Ältesten und Hohepriestern und Schriftgelehrten und getötet werden und am dritten Tage auferstehen

Und Petrus nahm ihn beiseite und fuhr ihn an und sprach: Gott bewahre dich, Herr! Das widerfahre dir nur nicht! Er aber wandte sich um und sprach zu Petrus: Geh weg von mir, Satan! Du bist mir ein Ärgernis; denn du meinst nicht, was göttlich, sondern was menschlich ist.

Zu Mt 16,13-23: Die Liebe und die Aufgabe des Petrus
Für die Jünger war es nicht leicht, zu verstehen, was Jesus lehrte, noch schwerer war es für sie, das eigentliche Geheimnis der Person Jesu zu verstehen und zu bekennen. Aber Kraft einer besonderen Gnade Gottes vermag Petrus, Jesus als „Messias“ und „Sohn des lebendigen Gottes“ zu bekennen. Darum gibt Jesus dem Simon den Titel „Fels“ und macht ihn zu seinem Bevollmächtigten. Petrus hat Mühe, das Geheimnis des Kreuzes, gläubig anzunehmen. Er muss erst noch lernen, um das Geheimnis der Liebe Gottes zu verstehen. Petrus soll im Kreis der Jünger für die Übereinstimmung aller sorgen. Seine Verantwortung ist ein Dienst an der brüderlichen Einheit. Ignatius von Antiochia wird darum formulieren: „der Liebe vorstehen“.

Bilder: Johannes (Miniatur, Lindisfarne, 720)
Cäsarea Philippi (Ruinen eines Zeus-Tempels)
Jesus überreicht Petrus einen goldenen Schlüssel zum Lösen und einen silbernen zum Binden (Pinturicchio  + 1513, Sistina)
Jesus rügt Petrus (Flurheym 1529)


 


Fürbitten


Herr Jesus Christus, du hast Menschen Verantwortung für dein Volk übertragen:


Steh dem Papst und den Bischöfen bei in ihrem Dienst an der Einheit.


Erleuchte die Regierenden in der Sorge für die tägliche Nahrung der Völker.


Stärke alle, die an dich glauben, wenn sie ein schweres Kreuz tragen müssen.


Erneuere unseren Glauben in den Stunden der Prüfung.

Gott, unser Vater, du kommst uns in Jesus entgegen, deinem Mensch gewordenen Wort. Wir danken dir und preisen dich durch Christus, unsern Herrn.

 


Der Gekreuzigte über der Menschheit
(Franco Gentilini  + 1981)



Der Herr segne uns.
Er behüte uns vor allem Bösen
und führe uns bis ins ewige Leben.

 



Gedenktage

 

Weihe der Basilika Santa Maria Maggiore in Rom. Diese ursprünglich von Papst Liberius (352-366) erbaute Kirche auf dem Esquilin, wurde von Papst Xystus II. zu Ehren Marias geweiht, nachdem das Konzil von Ephesus 431 ihr den Titel „Gottesgebärerin (Theotokos)“ zuerkannt hatte, weil Jesus wahrhaft Gottes Sohn ist. Diese römische Patriarchalbasilika, die der Papst „dem Volke Gottes“ gewidmet hat, ist die bedeutendste Marienkirche des Abendlandes.

Bilder:S. Maria Maggiore, Inneres
Maria "Salus populi romani" (Ikone zu S. Maria Maggiore, vielleicht die älteste erhaltene Marienikone)

 



 



Oswald
, Sohn eines northumbrischen Stammeskönigs, musste flüchten, nachdem sein Vater getötet worden war. Er empfing die Taufe und bemühte sich, mit Hilfe von Mönchen sein Land zu christianisieren. Er gründete das Kloster Lindisfarne als Missionsmittelpunkt. Oswald starb in der Schlacht, besiegt von einem heidnischen König. + 642.




Bilder:

Oswald (Wandmalerei, Durham Cathedral)

Zierseite eines Evangeliars aus Lindisfarne, um 700)