Dienstag
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7. Febr.: Dienstag 5. Woche  II

Lesungen: 1 Kön 8,22-23.27-30; Mk 7,1-13

Die erste Lesung spricht von Gebet und Gottesdienst, das Evangelium von einem ehrlichen und unverfälschten Umgang mit Geboten und Vorschriften. Für uns ein Wink, im Gottesdienst nicht der Routine zu verfallen!



Christus, der Herr,
der die Anbetung im Geist und in der Wahrheit lehrt,
sei mit euch.
 

Christus, du mahnst, den Namen deines Vaters zu heiligen.
Herr, erbarme dich.

Du bist der wahre Altar  und Gottes Tempel auf Erden.
Christus, erbarme dich.

Du hörst auf das Flehen deiner Gläubigen.
Herr, erbarme dich.


Gott und Vater unseres Herrn Jesus Christus, im Neuen Bund berufst du Menschen aus allen Völkern und führst sie im Heiligen Geist zur Einheit zusammen. Gib, dass deine Kirche ihrer Sendung treu bleibt, dass sie ein Sauerteig ist für die Menschheit, die du in Christus erneuern und zu einer Familie umgestalten willst. Darum bitten wir durch Jesus Christus, deinen Sohn, unseren Herrn und Gott, der in der Einheit des Heiligen Geistes mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit.    
 

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Christus
(A. Rubliev  + 1430)

 



Lesung
:
1 Kön 8,22-23.27-30:
Salomos Weihegebet

Dann trat Salomo in Gegenwart der ganzen Versammlung Israels vor den Altar des Herrn, breitete seine Hände zum Himmel aus und betete:

Herr, Gott Israels, im Himmel oben und auf der Erde unten gibt es keinen Gott, der so wie du Bund und Huld seinen Knechten bewahrt, die mit ungeteiltem Herzen vor ihm leben.

Wohnt denn Gott wirklich auf der Erde? Siehe, selbst der Himmel und die Himmel der Himmel fassen dich nicht, wie viel weniger dieses Haus, das ich gebaut habe. Wende dich, Herr, mein Gott, dem Beten und Flehen deines Knechtes zu! Höre auf das Rufen und auf das Gebet, das dein Knecht heute vor dir verrichtet. Halte deine Augen offen über diesem Haus bei Nacht und bei Tag, über der Stätte, von der du gesagt hast, dass dein Name hier wohnen soll. Höre auf das Gebet, das dein Knecht an dieser Stätte verrichtet.

Achte auf das Flehen deines Knechtes und deines Volkes Israel, wenn sie an dieser Stätte beten. Höre sie im Himmel, dem Ort, wo du wohnst. Höre sie und verzeih!

Zu 1 Kön 8,22-23.27-30: Das Weihegebet
Dieses Gebet aus dem 6. Jahrhundert wies die klassische Form des jüdischen Dankgebetes auf (Anrufung Gottes, Erinnerung an sein früheres Heilswirken, aktuelle Bitte). Es wurde später erweitert mit Erwägungen über Gebet und Tempel. Das Gebet wird gefördert durch eine Stütze oder Vermittlung (hier: der Tempel). Salomo hegt keine magische Vorstellung vom transzendenten Gott. – Jesus wird sich selber den Tempel Gottes nennen. Das Gebet ist nicht an eine bestimmte Stätte gebunden. (vgl. Frisque)

Bilder:
Salomo (Apsismalerei, ehemalige Benediktinerabtei S. Silvestro, Tivoli, um 1200)
Tempel Salomos (Skizze)


 

Im Angesicht der Engel will ich dir psallieren,
Herr, mein Gott.  (Ps 138,1; RB 19,5)



Psalm 48
,3-5.10-11:
Wie lieb ist mir deine Wohnung, o Herr!

Meine Seele verzehrt sich in Sehnsucht
nach dem Tempel des Herrn.
Mein Herz und mein Leib jauchzen ihm zu,
ihm, dem lebendigen Gott.

Auch der Sperling findet ein Haus
und die Schwalbe ein Nest für ihre Jungen -
deine Altäre, Herr der Heerscharen,
mein Gott und mein König.

Wohl denen, die wohnen in deinem Haus,
die dich allezeit loben.
Gott, sieh her auf unsern Schild,
schau auf das Antlitz deines Gesalbten!

Denn ein einziger Tag
   in den Vorhöfen deines Heiligtums
ist besser als tausend andere.
Lieber an der Schwelle stehen
   im Haus meines Gottes
als wohnen in den Zelten der Frevler.


David psalliert inmitten seines Volkes.
(Chagall / Marq, St. Stephan, Mainz)


 

Ruf zum Evangelium

Halleluja. Halleluja.
Deinen Vorschriften neige mein Herz zu.
Herr; begnade mich mit deiner Weisung.
(Vgl. Ps 119,36.29)
Halleluja.




 

Evangelium:Mk 7,1-13:

Von Reinheit und Unreinheit


Die Pharisäer und einige Schriftgelehrte, die aus Jerusalem gekommen waren, hielten sich bei Jesus auf. Sie sahen, dass einige seiner Jünger ihr Brot mit unreinen, das heißt mit ungewaschenen Händen aßen.

Die Pharisäer essen nämlich wie alle Juden nur, wenn sie vorher mit einer Hand voll Wasser die Hände gewaschen haben, wie es die Überlieferung der Alten vorschreibt. Auch wenn sie vom Markt kommen, essen sie nicht, ohne sich vorher zu waschen. Noch viele andere überlieferte Vorschriften halten sie ein, wie das Abspülen von Bechern, Krügen und Kesseln.

Die Pharisäer und die Schriftgelehrten fragten ihn also: Warum halten sich deine Jünger nicht an die Überlieferung der Alten, sondern essen ihr Brot mit unreinen Händen? Er antwortete ihnen: Der Prophet Jesaja hatte Recht mit dem, was er über euch Heuchler sagte:

Dieses Volk ehrt mich mit den Lippen, sein Herz aber ist weit weg von mir. Es ist sinnlos, wie sie mich verehren; was sie lehren, sind Satzungen von Menschen.

Ihr gebt Gottes Gebot preis und haltet euch an die Überlieferung der Menschen. Und weiter sagte Jesus: Sehr geschickt setzt ihr Gottes Gebot außer Kraft und haltet euch an eure eigene Überlieferung.

Mose hat zum Beispiel gesagt: Ehre deinen Vater und deine Mutter!, und: Wer Vater oder Mutter verflucht, soll mit dem Tod bestraft werden.

Ihr aber lehrt: Es ist erlaubt, dass einer zu seinem Vater oder seiner Mutter sagt: Was ich dir schulde, ist Korbín, das heißt: eine Opfergabe. Damit hindert ihr ihn daran, noch etwas für Vater oder Mutter zu tun. So setzt ihr durch eure eigene Überlieferung Gottes Wort außer Kraft. Und ähnlich handelt ihr in vielen Fällen.


Zu Mk 7,1-13: Gottesgesetz und Menschengesetz
Für die ersten Christen war es sehr wichtig, diese Botschaft aus dem Munde Jesu selber zu hören:
1. Christen, die aus dem Heidentum gekommen waren und die jüdischen Bräuche nicht kannten, vernahmen, dass Jesus den Akzent auf die Gesinnung des Herzens legt, nicht auf äussere, gesetzliche Regelungen, schon gar nicht auf spitzfindige Details.
2. Christen, die aus dem Judentum gekommen waren, vernahmen, dass sie Regeln und Traditionen nicht gegen die Liebe Gottes auslegen dürfen. Der Geist Jesu schafft ein neues Inneres, dann wandelt sich auch das äussere Verhalten zum Guten. (vgl. Frisque)

Bilder: Markus (Miniatur, Einsiedeln, um 1000)
Jesus mit Gegnern (Flurheym 1529)
Händewaschen
Inschrift: Korbín


 


Fürbitten


Herr Jesus Christus, du warnst vor dem Mangel an Ehrlichkeit. Wir bitten dich:

Für alle, die glauben: Stärke unter ihnen das gegenseitige Verständnis und die Liebe,

Für unser Volk: Erhalte den Frieden zwischen Leuten verschiedener Kultur.

Für die Familien: Stärke ein gutes Verhältnis zwischen den Generationen.

Für alle, die im Gotteshaus Dienste leisten: Erhalte ihren guten Eifer.


Himmlischer Vater, alles Gute kommt von dir. Gib, dass wir unter deinen Augen den rechten Weg gehen. Im Heiligen Geist, durch Christus, unsern Herrn.

  

Kruzifix (Eichstätt)

 


Der Herr segne uns.
Er behüte uns vor allem Bösen
und führe uns bis ins ewige Leben.



Gedenktage
 

Richard, ein Angelsachse aus Wessex, war der Vater von Willibald, Wunibald und Walburga. Mit seinen beiden Söhnen machte er eine Romwallfahrt, starb aber unterwegs zu Lucca. + 720. – Richard wird in Eichstätt verehrt.

Nivard, der jüngste Bruder Bernhards von Clairvaux, war als Vertrauter Bernhards an mehreren Klostergründungen beteiligt. + nach 1150.