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Gotteswort

30. September 2017


Samstag der 25. Woche im Jahreskreis

Nicht Fassade oder Etikette zählen, sondern der Inhalt. Demonstrierte Grösse ist nicht deckungsgleich mit wahrer Grösse. In der ersten Lesung erklärt ein Prophet, was die wahre Grösse der Stadt Jerusalem ausmacht. Im Evangelium staunen Menschen über die grossen Taten Jesu, seine wahre Grösse besteht in seinem Weg als Gottesknecht, der über das Kreuz zur Herrlichkeit führt.

Hl. Urs und hl. Viktor (g)

Märtyrer

Urs (latinisiert für koptisch: Horsiesi = Sohn der Isis) und Viktor (kopt.: Buktor) gehörten zur Thebäischen Legion, wie aus der Gegend von Luxor (Ägypten) stammte. Sie wurden in Salodurum (Solothurn) aufgespürt und des Glaubens wegen um 202 hingerichtet. Die Reliquien Viktors wurden von der burgundischen Prinzessin Sedeleuba nach Genf überführt.

Hl. Hieronymus (g)

Priester, Kirchenlehrer

Hieronymus stammte aus Dalmatien, empfing eine ausgezeichnete Bildung, lebte kurz in einer Klerikergemeinschaft zu Aquileia und entschied sich auf einer Reise nach Trier für das Mönchtum. Er verbrachte zwei Jahre in der Wüste von Chalkis, wurde in Antiochien zum Priester geweiht und in Rom von Papst Damasus als Sekretär ausgewählt. Von leidenschaftlichem Charakter, arbeitete er viel, konnte aber auch in ein Tief fallen. Seine Sprachkenntnisse (lat., griech, hebr.) nützte er für die Exegese und für eine Überarbeitung des griechischen Alten Testaments und des lateinischen Neuen Testaments. In Rom betreute er einen Kreis adliger Frauen und propagierte durch sein Schrifttum das monastische Leben. Nach dem Tod des Papstes musste er wegziehen. Er gründete in Bethlehem mit der heiligen Paula Klöster und Herbergen und war weiter als Lehrer tätig. + 419/20.

Kyrie

Christus, du bist der der Menschensohn. Herr, erbarme dich.
Du bist den Händen der Menschen ausgeliefert worden. Christus, erbarme dich.
Du bist am dritten Tag von den Toten erstanden. Herr, erbarme dich.

Tagesgebet

Allmächtiger Gott, du hast die Jungfrau Maria auserwählt, als reines Gefäss dein erhabenes Wort zu empfangen. Sende auch uns die Kraft des Heiligen Geistes, damit das Licht des Erlösers immer mehr in unsern Herzen erstrahle. Darum bitten wir durch Jesus Christus, deinen Sohn, unsern Herrn und Gott, der in der Einheit des Heiligen Geistes mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit.

1. Lesung

Sach 2,5–9.14–15a

Visionen des Sacharja

Ich blickte hin und sah: Da war ein Mann mit einer Messschnur in der Hand. Ich fragte: Wohin gehst du? Er antwortete mir: Ich gehe, um Jerusalem auszumessen und zu sehen, wie breit und wie lang es sein wird. Da trat der Engel, der mit mir redete, vor und ein anderer Engel kam ihm entgegen und sagte zu ihm: Lauf und sag dem jungen Mann dort: Jerusalem wird eine offene Stadt sein wegen der vielen Menschen und Tiere, die darin wohnen. Ich selbst – Spruch des Herrn – werde für die Stadt ringsum eine Mauer von Feuer sein und in ihrem Innern ihr Ruhm und ihre Ehre.

Juble und freue dich, Tochter Zion; denn siehe, ich komme und wohne in deiner Mitte – Spruch des Herrn. An jenem Tag werden sich viele Völker dem Herrn anschliessen und sie werden mein Volk sein und ich werde in deiner Mitte wohnen.

Die offene Stadt

Der Prophet Sacharja hat eine Vision. Das neue Jerusalem soll nicht kleinkariert aussehen, sondern allen Völkern Platz bieten. Der Prophet denkt nicht an eine Kleinstadt in engen Mauern, sondern an eine offene Stadt. Jahwe selbst ist für sie mehr als eine Schutzmauer aus Stein. – Formulierungen der letzten Verse (Freue dich!... Wohnen in deiner Mitte) finden sich im Evangelium. – Im Vertrauen auf Gott zieht sich auch der Christ nicht in ein Schneckenhaus zurück, sondern vertraut auf den "Gott mit uns".

Antwortspalm

Jeremia 31,10–13

Canticum


R: Der Herr wird uns hüten wie ein Hirt seine Herde.


Hört, ihr Völker, das Wort des Herrn,
verkündet es auf den fernsten Inseln und sagt:
Er, der Israel zerstreut hat, wird es auch sammeln
und hüten wie ein Hirt seine Herde.

Denn der Herr wird Jakob erlösen
und ihn befreien aus der Hand des Stärkeren.
Sie kommen und jubeln auf Zions Höhe,
sie strahlen vor Freude über die Gaben des Herrn,

Dann freut sich das Mädchen beim Reigentanz,
Jung und Alt sind fröhlich.
Ich verwandle ihre Trauer in Jubel,
tröste und erfreue sie nach ihrem Kummer.

Ruf vor dem Evangelium

Halleluja. Halleluja. Unser Retter Jesus Christus hat dem Tod die Macht genommen und uns das Licht des Lebens gebracht durch das Evangelium. Halleluja.

Evangelium

Lk 9,43b–45

Die zweite Ankündigung von Leiden und Auferstehung

Alle Leute staunten über das, was Jesus tat; er aber sagte zu seinen Jüngern: Merkt euch genau, was ich jetzt sage: Der Menschensohn wird den Menschen ausgeliefert werden. Doch die Jünger verstanden den Sinn seiner Worte nicht; er blieb ihnen verborgen, sodass sie ihn nicht begriffen. Aber sie scheuten sich, Jesus zu fragen, was er damit sagen wollte.

Menschensohn und Gottesknecht

Jesus kündigt erneut sein Leiden an, auch wenn die Jünger nicht verstehen wollen. Jesus verbindet zwei prophetische Visionen: 1. Er, der Messias, ist der Menschensohn, der beim Propheten Daniel als eine erhabene Gestalt auftritt, gross genug um Partner Gottes im Heilswerk zu sein. 2. Er, der Messias, ist der Gottesknecht, der beim Propheten Jesaia auftritt, bereit seine Sendung, selbst Leid und Tod, auf sich zu nehmen, zum Heil der Vielen. (Frisquet) – Im Glauben folgen die Christen Jesus auf seinem Weg. (Frisque)

Fürbitten

Herr Jesus Christus, Menschensohn.

  • Stärke die Kirche in deinem Geist der Dienstbereitschaft, damit ihre Sendung Frucht bringt.
  • Schenke den Leidenden und den Behinderten neuen Lebensmut durch die Arbeit der Hilfswerke.
  • Wecke in unserem Land den Sinn für eine offene und solidarische Gemeinschaft der Völker.
  • Mache uns bereit, an deinem Leiden teilzunehmen, um so zu deiner Herrlichkeit zu gelangen.

Herr Jesus Christus, gib uns die Kraft, deinem Wort und Beispiel zu folgen. Im Heiligen Geist, zur Ehre Gottes, des Vaters, dem Ehre sei in alle Ewigkeit.

Schlussgebet

Herr unser Gott, in deinem Wort und Sakrament gibst du uns Nahrung und Leben. Lass uns durch diese grossen Gaben in der Liebe wachsen und zur ewigen Gemeinschaft mit deinem Sohn gelangen, der mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit.