Gemeinschaft

Seelsorge

Kultur

Schulen/Betriebe

Umfeld
Gottes Wort
Dienstag
Mittwoch
Donnerstag
Freitag
Samstag
Sonntag
Montag

>> Home

[ print ]

 

Gotteswort

28. September 2017


Donnerstag der 25. Woche im Jahreskreis

Durch den Glauben, der in der Taufe besiegelt wird, eröffnen sich uns ein Weg und ein Blick auf das Ziel. Sonst wäre das Leben sinnlos und absurd. Die erste Lesung spricht von einem Weg in eine bessere Zukunft des Volkes. Im Evangelium äussert Herodes den Wunsch, Jesus zu sehen. Er wird ihn zwar während der Passion sehen, aber nicht mit dem Augen des Glaubens.

Hl. Lioba (g)

Äbtissin von Tauberbischofsheim

Lioba stammte aus einer vornehmen angelsächsischen Familie und war hochgebildet. Bonifatius, mit dem sie verwandt war, rief sie für sein Missionswerk zu Hilfe. Sie wurde die erste Äbtissin von Tauberbischofsheim, wo sie als freundliche Erzieherin viele Töchter ausbildete, auch in Wissenschaft und Kunst. + 782.

Hl. Wenzel (g)

Herzog von Böhmen, Märtyrer

Wenzel, Herzog von Böhmen, bemühte sich um die Christianisierung des Landes. Wohl wegen der Hinwendung zum christlichen Abendland wurde Wenzel von seinem Bruder um 929/935 erschlagen.

Hl. Lorenzo Ruiz und Gefährten (g)

Märtyrer

In den Jahren 1633–1637 erlitten in der japanischen Stadt Nagasaki 16 Christen das Martyrium. Sie gehörten dem Dominikanerorden an oder wussten sich ihm verbunden. Unter ihnen war Laurentius Ruiz, ein Familienvater von den Philippinen. Die Märtyrer haben sich zu verschiedenen Zeiten in den Dienst der Verkündigung des Glaubens auf den Philippinen, auf Taiwan und auf den japanischen Inseln gestellt. Durch das Zeugnis ihres Lebens und Sterbens säten sie in reichem Masse den Samen für das später dort aufblühende Christentum aus. Papst Johannes Paul II. hat
sie 1987 heiliggesprochen

Kyrie

Christus, Du bist der grosse Prophet. Herr, erbarme dich.
Du bist von den Toten auferstanden. Christus, erbarme dich.
Du bist unser Hohepriester. Herr, erbarme dich.

Tagesgebet

Gott. Du hast uns geschaffen – doch wir kennen dich kaum. Du liebst uns und doch bist du uns fremd. Offenbare dich deiner Gemeinde. Zeig uns dein Gesicht. Sag uns, wer du bist und was du für uns bedeutest. Lehre uns dich erkennen, dich verstehen, dich lieben. Darum bitten wir durch Jesus Christus, deinen Sohn, unseren Herrn und Gott, der in der Einheit des Heiligen Geistes mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit.

1. Lesung

Hag 1,1–8

Aufruf zum Tempelbau

Im zweiten Jahr des Königs Darius erging am ersten Tag des sechsten Monats das Wort des Herrn durch den Propheten Haggai an den Statthalter von Juda, Serubbabel, den Sohn Schealtiëls, und an den Hohenpriester Jeschua, den Sohn des Jozadak: So spricht der Herr der Heere: Dieses Volk sagt: Noch ist die Zeit nicht gekommen, das Haus des Herrn aufzubauen.

Da erging das Wort des Herrn durch den Propheten Haggai: Ist etwa die Zeit gekommen, dass ihr in euren getäfelten Häusern wohnt, während dieses Haus in Trümmern liegt? Nun aber spricht der Herr der Heere: Überlegt doch, wie es euch geht. Ihr sät viel und erntet wenig; ihr esst und werdet nicht satt; ihr trinkt, aber zum Betrinken reicht es euch nicht; ihr zieht Kleider an, aber sie halten nicht warm und wer etwas verdient, verdient es für einen löcherigen Beutel.
So spricht der Herr der Heere: Überlegt also, wie es euch geht. Geht ins Gebirge, schafft Holz herbei und baut den Tempel wieder auf! Das würde mir gefallen und mich ehren, spricht der Herr.

Eine neue Solidarität

Haggai wirkte vom 29. Aug. – 18.Dez. 520 v. Chr. als Prophet. Die Juden waren aus dem babylonischen Exil zurückgekehrt. Doch sie führten ein armseliges Leben und fühlten sich nicht in der Lage, den Tempel aufzubauen. Die „alte Garde“ im Volk, die in Jerusalem überlebt hatte, will abwarten. Vielleicht erwarten sie, dass Gott selber eingreift, oder sie fürchten, das „alte System“ (vor dem Untergang von 586 v. Chr.) könnte neu aufleben. Der Prophet Haggai erklärt ihnen aber: Es steht schlimm um euch, weil jeder nur für sich selber sorgt. Steht zusammen! Baut gemeinsam am Tempel Gottes! Die neue Solidarität eines Gottesvolkes wird die Wende zum Guten bringen. (vgl. Stuttgarter AT)

Antwortspalm

Psalm 149, 1–6a.9b


R: Der Herr hat an seinem Volk Gefallen.


Singt dem Herrn ein neues Lied!
Sein Lob erschalle in der Gemeinde der Frommen.
Israel soll sich über seinen Schöpfer freuen,
die Kinder Zions über ihren König jauchzen.

Seinen Namen sollen sie loben beim Reigentanz,
ihm spielen auf Pauken und Harfen.
Der Herr hat an seinem Volk Gefallen,
die Gebeugten krönt er mit Sieg.

In festlichem Glanz sollen die Frommen frohlocken,
auf ihren Lagern jauchzen:
Loblieder auf Gott in ihrem Mund.
Herrlich ist das für all seine Frommen.

Ruf vor dem Evangelium

Halleluja. Halleluja. Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben. Niemand kommt zum Vater, ausser durch mich. Halleluja.

Evangelium

Lk 9,7–9

Das Urteil des Herodes über Jesus

Der Tetrarch Herodes hörte von allem, was geschah, und wusste nicht, was er davon halten sollte. Denn manche sagten: Johannes ist von den Toten auferstanden. Andere meinten: Elija ist wiedererschienen. Wieder andere: Einer der alten Propheten ist auferstanden. Herodes aber sagte: Johannes habe ich selbst enthaupten lassen. Wer ist dann dieser Mann, von dem man mir solche Dinge erzählt? Und er hatte den Wunsch, ihn einmal zu sehen.

Jesus steht in der Reihe der Propheten.

Die Episode des ratlosen Herodes Antipas ist zwischen die Aussendung und die Rückkehr der Apostel einfügt Lukas hebt gerne hervor, dass Jesus ein Prophet ist, also Sprachrohr Gottes. Indem Lukas die Mutmassung des Königs erwähnt, will er zeigen, dass Jesus die Reihe der alttestamentlichen Propheten weiterführt. Das Volk erwartet einen grossen Propheten. Jesus weiss, dass er das Prophetenschicksal teilen wird (vgl. Lk 23,33).

Fürbitten

Christus, du bist als Prophet in die Welt gekommen. Wir bitten dich:

  • Zeige Menschen, die ohne Hoffnung sind, dass du der Weg zum Leben bist.
  • Wecke den Geist der Solidarität in unserem Volk und in aller Welt.
  • Hilf den Jugendlichen zu einer klaren Orientierung auf ihrem Lebensweg.
  • Bewahre uns davor, die eigenen Interessen dem Dienst an andern vorzuziehen.

Christus, du lässt dich von allen finden, die dich mit aufrichtigem Herzen suchen. Wecke in unsern Herzen die Sehnsucht, dein Antlitz zu schauen, und führe uns zu jenem Licht, das keinen Abend kennt.

Schlussgebet

Allmächtiger Gott, du erneuerst uns durch deine Sakramente. Gewähre uns deine Hilfe und mache das Werk der Erlösung, das wir gefeiert haben, auch in unserem Leben wirksam. Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.